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Beratungsbedarf?
Die UOL bietet Promovierenden und Promotionsinteressierten vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote. Wir zeigen, wer für wen und bei welchen Anliegen zuständig ist.
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New Recommendations for the use of generative AI in doctoral studies can be find here.
3GO-Newsletter August 2026
Zwischen Erholung und Vorbereitung
… auf das kommende Semester möchten wir Sie, liebe Promovend*innen und Betreuer*innen, auf ein paar spannende Veranstaltungen hinweisen.
Herzlich grüßt die 3GO
"Nach dem Studium promovieren?!" wird im WiSe wieder angeboten
Info-Programm für promotionsinteressierte Master-Studierende der Fakultäten I–IV
Die 3GO konnte erneut erfolgreiche Studienqualitätsmittel für das Programm „Nach dem Studium promovieren?!” einwerben, sodass wir das Programm ab dem Wintersemester wieder anbieten können. Das Programm richtet sich an Masterstudierende der Fakultäten I bis IV (außer Informatik) in der Abschlussphase ihres Studiums. Es bietet Orientierung in Bezug auf eine wissenschaftliche Karriere beziehungsweise Promotion und zielt darauf ab, sowohl ein grundlegendes Wissen über die Promotionsphase (Finanzierungsmöglichkeiten, Arbeitstechniken und -strategien, Lebenssituation etc.) zu vermitteln, als auch einen Erprobungs- und damit Reflexionsraum für die eigenen Stärken und Schwächen zu schaffen.
Sie denken daran zu promovieren, wissen aber nicht genau, wo und wie das gelingen kann?
Sie haben schon ein Dissertationsthema, aber noch keine Idee, wie Sie das Vorhaben finanzieren können?
Sie möchten sich für eine Promotionsstelle oder ein Stipendium bewerben und benötigen dafür ein Exposé?
Sie möchten für sich klären, ob und unter welchen Bedingungen eine Promotion für Sie sinnvoll ist?
Dann sind Sie in unserem Programm 'Nach dem Studium promovieren?!' genau richtig!
Ausführliche Informationen dazu sowie ein Formular zur Bewerbung finden sich auf der Homepage des Programms. Fragen beantworten Ihnen Robert Mitschke und Rea Kodalle von der Graduiertenschule 3GO unter . Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist der 4. Oktober.
Wenn Ihnen im Rahmen Ihrer Tätigkeit Studierende aufgefallen sein sollten, die sich für eine Promotion interessieren oder denen Sie zu einer Promotion raten würden, leiten Sie ihnen diese Informationen gerne weiter.
Von der Fachlogik zum Algorithmus - Algorithmisches Denken und Python-Werkstatt für Digital Humanities
Workshop für Promovierende ohne Vorkenntnisse im Programmieren
Digital Humanities sind in aller Munde – doch wie komme ich von meiner geisteswissenschaftlichen Forschung zu einer computergestützten Operationalisierung? Welche meiner Fragen lassen sich computergestützt operationalisieren? In welche Teile kann ich meine Frage(n) zerlegen? Die Übersetzungsarbeit zwischen fachlicher Logik und algorithmischem Denken steht im Mittelpunkt dieses Workshops. An vier Präsenzterminen wird anhand der Forschungsprojekte der Teilnehmenden gemeinsam erarbeitet, wie sich geisteswissenschaftliche Forschungsfragen in algorithmische Schritte übersetzen lassen. Mit Hilfe der Programmiersprache Python werden Grundkonzepte wie Sequenzen, Bedingungen und Schleifen eingeführt, die unmittelbar auf eigene Materialien angewendet werden können.
Parallel wird ein online Werkstattformat angeboten, in dem die Teilnehmenden optional, auf Basis eines Selbstlernkurses Grundlagen in der Programmiersprache Python erwerben und sich austauschen können. Denn wer eigene Fragestellungen an Textkorpora, Metadaten oder historische Quellen stellt, stößt mit bestehenden Tools regelmäßig an strukturelle Grenzen: Die Kategorien sind vorgegeben, die Exportmöglichkeiten eingeschränkt, die Anpassbarkeit limitiert. Dieser Workshop vermittelt erste Grundlagen, um diese Abhängigkeit zu überwinden, indem die Logik hinter den Anwendungen durchdrungen wird. Webbasierten Analysewerkzeuge (Catma, Voyant etc) werden durch algorithmisches Denken und eine Basiskenntnis von Programmiersprachen besser handhabbar und Forschende erkennen, wann ein eigenes Skript passgenauer arbeitet als vorgegebene Interfaces.
Ein zentrales Ergebnis der 3GO-Veranstaltung sind individuelle Skripts, die Erklärungen, Code und eigene Notizen verbinden und als Grundlage für die eigenständige Weiterarbeit dienen. Die Zielgruppe sind Forscher*innen ohne Programmierkenntnisse, der Anspruch ist keine vollständige Programmierkompetenz, sondern Kompetenzen in der Operationalisierung von geisteswissenschaftlichen Fragestellungen durch das Verständnis algorithmischer Logiken.
Termine:
- Workshop: 15. Oktober, 12. November, 17. Dezember 2026 und 21. Januar 2027, jeweils 14:00–18:00 Uhr
- optional / bitte einstellen auf Selbstlernen: ca. jede zweite Woche zwei Stunden online üben (gemeinsam organisieren)
Aufbau:
Part 1 | 4 Präsenzworkshops | donnerstags, 14:00–18:00 Uhr (verbindliche Teilnahme)
- Algorithmisches Denken Basics
- Beispielprojekte und eigene Projekte in Schritte zerlegen
- Herangehensweisen testen
- Konzept für Operationalisierung entwickeln
Part 2 | Optionale Python Online Werkstatt | Uhrzeit abhängig von Interesse
- Besprechung von Lektionen des Selbstlernkurses
- Austausch über Herausforderungen und Fehlermeldungen
- Co-working
Referentin:
Lina Blank hat an der Carl von Ossietzky Universität in der Niederländischen Literaturwissenschaft zu Literatur im niederländischen Parlament promoviert. Sie hat in Oldenburg, Groningen und Gent Niederländisch, Englisch und Kunst studiert.
Politik der Rache. Kritische Perspektiven aus Philosophie, Psychologie und Theologie
Interdisziplinärer Workshop des Instituts für Philosophie in Kooperation mit der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Das Motiv der Rache gewinnt im gegenwärtigen Aufstieg des Autoritarismus an Bedeutung. Auf dem interdisziplinären Workshop soll das Rachemotiv kritisch aus den Perspektiven von Philosophie, Theologie und Psychologie untersucht werden. Rache ist ein Akt der Vergeltung und wird von Gefühlen der Kränkung, des xenophobischen Ressentiments, des Hasses und der Genugtuung begleitet. Zum einem soll ausgehend von den Fachdisziplinen die Frage behandelt werden, was Rache ist: Was treibt Rachegefühle an? Warum wird Rache als gerecht empfunden? Weshalb ist sie trotzdem nicht zu rechtfertigen? Zum anderen soll die Rolle untersucht werden, die Rache in autoritären Diskursen, Bewegungen und Politiken spielt. Was macht Rache so attraktiv für antidemokratische Positionen?
Termin und Ort:
3. und 4. September 2026, Karl-Jaspers-Haus Oldenburg, Unter den Eichen 22
Veranstalter:
Tilo Wesche (Institut für Philosophie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Sebastian Spanknebel (Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Oldenburg)
Programm:
3. September
13:15–13:30 Uhr Begrüßung
13:30–15:00 Uhr Vera King (Sigmund-Freud-Institut, Goethe-Universität Frankfurt): Das Gedächtnis der Rache
15:15–16:45 Uhr Philipp Schmidt-Boddy (Sektion Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Heidelberg): Über Rachegefühle: Psychologische Funktionen und die Relevanz emotionaler Fähigkeiten
17:00–18:30 Uhr Sebastian Spanknebel (Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Oldenburg): Rache als Vermeidung von Trauer
4. September
9:00–10:30 Uhr Gertrud Koch (Institut für Theaterwissenschaft, FU Berlin und Leuphana Universität Lüneburg): Hintertreppen der Rache. Zur Verkettung von Natur und Technik in der filmischen Fiktion
10:45–12:15 Uhr Tilo Wesche (Institut für Philosophie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg): Zeiten der Rache. Über die temporale Struktur der Vergeltung
13:15–14:45 Uhr Wolfgang Palaver (Institut für Systematische Theologie, Universität Innsbruck): Rache und Religion: Zugänge aus der Sicht der mimetischen Anthropologie René Girards
15:00–16:30 Uhr Lisanne Teuchert (Institut für Systematische Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg): Die Politik der Rache als Anti-Moderne: Symptom eines reduktiven Menschenbildes?