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Koordination der Angebote für Studierende

Robert Mitschke

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Nach dem Studium promovieren?!

Berufsfeldorientierung „Wissenschaft und Forschung“ für Student*innen der Fakultäten I–IV

Das Angebot richtet sich an Student*innen der Fakultäten I bis IV. Student*innen der Informatik können sich leider nicht bewerben, da die Nachwuchsförderung des Departments für Informatik über die Graduiertenschule oltech erfolgt und in der 3GO keine entsprechenden MentorInnen zur Verfügung stehen. Das Angebot ist vorrangig für Fachmasterstudent*innen konzipiert, promotionsinteressierte Lehramtsstudent*innen können sich allerdings auch bewerben.

Das Programm 'Nach dem Studium promovieren?!' ist im Januar 2022 erneut von der Studienqualitätskommission der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bewilligt worden. Es wird drei Durchgänge geben im Wintersemester 2022/23, Sommersemester 2023 und Wintersemester 2023/24. Ausführlichere Informationen zum Programm finden sich schon jetzt auf diesen Seiten. Bewerbungsfristen für die einzelnen Durchläufe werden ergänzt, sobald sie feststehen (für den ersten Durchgang voraussichtlich Mitte des Sommersemesters 2022).

Was sind Ziele und Inhalte?

Mit der studiumsbegleitenden Maßnahme sollen sich Student*innen der Fakultäten I–IV (Ausnahme: Informatik), die sich in der Abschlussphase ihres Masterstudiums befinden, in Bezug auf eine wissenschaftliche Karriere beziehungsweise Promotion orientieren können. Das Programm zielt darauf ab, sowohl ein grundlegendes Wissen über die Promotionsphase (Finanzierungsmöglichkeiten, Arbeitstechniken und -strategien, Lebenssituation etc.) zu vermitteln, als auch einen Erprobungs- und damit Reflexionsraum für die eigenen Stärken und Schwächen zu schaffen.

In einem Zeitraum von sechs Monaten und nach Möglichkeit parallel zum Verfassen der Abschlussarbeit

  • nehmen die Student*innen an Workshops teil (Kick-Off, Klärung der Motivation für eine Promotion, Ideenskizze verfassen, Bewerbungs- und Präsentationstechniken, Entscheidungsfindung), 

  • werden sie durch Mentor*innen (Postdocs) begleitet sowie vernetzt und
  • können sie sich in selbstorganisierten Arbeitsgruppen austauschen.

Über diese Elemente machen sich die Teilnehmer*innen mit den Promotionskulturen weiter vertraut. Als Resultat kann eine Ideenskizze stehen, die zu einem Exposé ausgebaut werden kann – oder auch die wohlüberlegte Entscheidung gegen eine Promotion.

Was ist der Hintergrund?

In der Übergangsphase von Studium und Beruf fragen sich insbesondere Fachmasterstudent*innen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die üblicherweise keine klaren Berufsbilder wie etwa Jurist*innen, Lehrer*innen oder Ärzt*innen vor Augen haben, was sie mit ihrem erworbenen Wissen und Können zukünftig anfangen sollen.

Eine angeleitete Berufsorientierung für das Feld Wissenschaft/Promotion sowie die damit einhergehende Vernetzung mit potentiellen Betreuer*innen ermöglicht bereits in der Endphase des Studiums eine entsprechende inhaltliche wie methodologische Ausrichtung und trägt damit zu einer Qualitätsverbesserung der Dissertation bei.

Trotz dieser Fokussierung auf außerschulische Berufsfelder steht das Programm promotionsinteressierten Lehramtsstudent*innen offen.

Aus welchen Elementen besteht das Angebot?

Workshops

WS1 - Kick-Off 'Nach dem Studium promovieren!?'
Kennenlernen, Hintergrund und Aufbau des Beratungsangebots, Grundhaltung im Mentor*innenprogramm/ Coachinghaltung und Feedbackregeln, Hilfestellung für Entscheidungen

WS2 - Motivation, individueller Fahrplan und Finanzierung
Klärung der individuellen Motivation und Erstellung eines Fahrplans; Input zu Finanzierungsmöglichkeiten und Strategien für die Betreuer*innensuche

WS3 - Bewerbungs- und Präsentationstechniken für Hochschul- und Stipendienwerbungen
Kommunikation von Forschungsinhalten: inhaltlicher und stilistischer Aufbau einer Präsentation, Einsatz von Stimme, Körper und Materialien/Technik; Gestaltung von Bewerbungsmappen, Übungen zur Selbstpräsentation in Interviewsituationen

WS4 - Entscheidungsfindung/Planung der nächsten Schritte
Klärung individueller Stärken und Schwächen in Bezug auf Wissenschaftliches Arbeiten, Abwägen der Gründe für und gegen eine Promotion sowie Erörterung von Alternativen, Planung der nächsten bis mittelfristigen Schritte

WS5 - Themenfindung und Ideenskizze
Strategien für die Themenfindung, Überlegungen zur Positionierung im (Wissenschafts)Feld bzw. innerhalb der Disziplinen; Strukturierung einer Ideenskizze

WS6 - Außeruniversitäre Arbeitsfelder (bei Bedarf)
Überblick über außeruniversitäre Arbeitsfelder von Gesellschafts- und Geisteswissenschaftler*innen; Bewerbungsstrategien und -techniken

Mentoring

Mentoring-Gruppen (MG) (obligatorisch)
In Kleingruppen, die  hinsichtlich fachlicher, thematischer oder methodischer Überschneidungen gebildet werden, treffen sich die Student*innen vierzehntägig mit einem/einer promovierten Mentor*in zu selbstgewählten Themen.

Plenum aller Beteiligten (P) (obligatorisch)
Das Plenum stellt einen kontinuierlichen interdisziplinären Austausch zwischen allen Beteiligten sicher, trägt zur Vernetzung zwischen den Fächern bei und ermöglicht ein wechselseitiges Lernen. Zentrale Themen werden für die ganze Gruppe aufbereitet.

Individuelle Beratung (freiwillig)
Fragen und Probleme, die von den Student*innen nicht in den Mentoringgruppen erörtert werden möchten, können in Einzelgesprächen mit einem/einer Mentor*in besprochen werden.

sonstige Formate

Studentische Kleingruppen (freiwillig)
Selbstorganisierte, informelle Treffen der Student*innen bieten weitere Möglichkeiten des Austauschs. Ob es dabei um inhaltliche Diskussionen, die Weiterentwicklung der Skizze oder die Erörterung von Vor- und Nachteilen einer Promotion geht, bleibt den Gruppen überlassen.

Besuch weiterer Veranstaltungen (freiwillig)
Über das Netzwerk der Mentor*innen knüpfen die Student*innen Kontakte zu anderen Wissenschaftler*innen, um zum Beispiel an  Doktorand*innenkolloquien, Vorträgen oder Konferenzen teilzunehmen und sich mit den Promotionskulturen der Fächer weiter vertraut zu machen.

Wie läuft das Programm ab?

Programmablauf am Beispiel eines Wintersemesters.

(Stand: 20.04.2022)