Dr. Hannah Maier ist als Professorin für Neuromodulation in der Psychiatrie ans Department für Humanmedizin berufen worden. Gleichzeitig übernimmt sie die Position als leitende Oberärztin an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Karl-Jaspers-Klinik. Zuvor forschte, lehrte und praktizierte Maier seit 2016 an der Klinik für Psychiatrie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), zuletzt als Geschäftsführende Oberärztin. 2023 führte sie ein Forschungsaufenthalt ans Mohn Medical Imaging and Visualization Centre in Bergen (Norwegen), wo sie in einem internationalen Verbund forschte.
Maier legte ihr Medizinzstudium, ihre Promotion und ihre Habilitation ebenfalls an der MHH ab. Sie hat außerdem den Master-Studiengang Health Business Administration an der Universität Erlangen-Nürnberg abgeschlossen.
Maiers Forschungsschwerpunkt ist die Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen mit neuromodulatorischen Verfahren. Dazu zählt etwa die Elektrokonvulsionstherapie, bei der unter Narkose ein Krampfanfall ausgelöst wird, der einen neurobiologischen Heilungsprozess anstößt. Auch die repetitive transkranielle Magnetstimulation, bei der ein Magnetfeld gezielt Nervenzellen im Gehirn stimuliert, gehört zu diesen Verfahren. Maier befasst sich außerdem mit der personalisierten Behandlung schwer behandelbarer und chronischer depressiver Erkrankungen sowie mit Möglichkeiten, eine erfolgreiche Therapie vorauszusagen.