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  • Auf dem Bild ist der Messpfahl im Meer zu sehen, der Himmel ist blau mit ein paar Wolken. An der Spitze des Pfahls befindet sich der COntainer. Er hat in der Mitte einen offenen Bereich, auf dem Dach befinden sich einige Messgeräte.

    Die Messstation des ICBM registriert seit 2002 Umweltdaten vor der Südwestspitze Spiekeroogs. Noch in diesem Jahr wird sie durch einen Neubau ersetzt. Universität Oldenburg / Thomas Badewien (Originalfoto mit Hilfe von KI erweitert)

Messpfahl vor Spiekeroog wird erneuert

Seit 2002 erhebt eine Dauermessstation der Universität zwischen Langeoog und Spiekeroog kontinuierlich wichtige Umweltdaten. Nun wird die einzigartige Forschungsinfrastruktur durch einen Neubau ersetzt. 

Seit 2002 erhebt eine Dauermessstation der Universität zwischen Langeoog und Spiekeroog kontinuierlich wichtige Umweltdaten. Nun wird die einzigartige Forschungsinfrastruktur durch einen Neubau ersetzt. Geplant ist, Mess- und Sensortechnik zu modernisieren und die Energieversorgung zu verbessern. Die erhobenen Daten sollen in Zukunft per Glasfaserkabel an nationale und internationale Beobachtungsnetzwerke übermittelt werden. 

Von der Südwestspitze Spiekeroogs aus ist der etwa zehn Meter hohe schwarz-gelbe Pfahl nicht zu übersehen: Seit 2002 ragt im Seegatt vor der Nordseeinsel die „Forschungsplattform Spiekeroog“ des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg aus dem Wasser. Auf dem Pfahl befindet sich ein Seecontainer, ausgestattet mit verschiedenen Messgeräten, einer kleinen Windturbine und Solarmodulen. Er liefert kontinuierlich Langzeitdaten aus dem Übergangsbereich zwischen Wattenmeer und offener Nordsee. Noch in diesem Jahr soll die einzigartige Forschungsinfrastruktur durch einen Neubau ersetzt werden. Das Bundesforschungsministerium (BMFTR) stellt dafür 2,7 Millionen Euro bereit.

„Die Messplattform erfasst seit über zwei Jahrzehnten wichtige Umweltdaten in einem ökologisch hochsensiblen Gebiet. Die Erneuerung ermöglicht es uns, bestehende Messreihen fortzuführen und die Folgen von Klimaveränderungen und dem Meeresspiegelanstieg auf die Ökosysteme im Wattenmeer weiterhin erfassen, verstehen und bewerten zu können“, erklärte der wissenschaftliche Leiter des Vorhabens, der Ozeanograf Dr. Thomas Badewien vom ICBM.

Langjährige Messreihen bilden die Grundlage für Küstenschutz und Umweltmanagement

Bis Dezember soll die gesamte Anlage nun komplett ausgetauscht und modernisiert werden. Auf der neuen Plattform sollen Sensoren weiterhin kontinuierlich Daten wie Temperatur, Leitfähigkeit, Druck, Sauerstoffgehalt und Strömungsgeschwindigkeit des Meerwassers erfassen, dazu meteorologische Daten und optische Eigenschaften des Meerwassers sowie den Gehalt verschiedener Nährstoffe. Geplant ist, Mess- und Sensortechnik zu modernisieren und die Energieversorgung zu verbessern, etwa durch ein autonomes Notstromsystem und einen Landanschluss. Die erhobenen Daten sollen in Zukunft in Echtzeit per Glasfaserkabel an nationale und internationale Beobachtungsnetzwerke übermittelt werden, unter anderem an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie an das European Marine Observation and Data Network (EMODNet). Das ICBM übernimmt Betrieb und Wartung der Station.

Mit Hilfe der erhobenen Daten wollen die Forschenden weiterhin langfristig wichtige Grundlagendaten für Küstenschutz, Umweltmanagement und die nachhaltige Nutzung des Meeres liefern. „Der Neubau der Messstation bietet einen besonderen Mehrwert, weil wir in Zukunft klimarelevante Zeitreihen mit hochaufgelösten Echtzeitdaten kombinieren können“, erklärt Badewien. Das ermögliche es, regionale Klimamodelle zu verbessern, die Auswirkungen von Extremereignissen wie Hitzewellen oder auch der Offshore-Nutzung auf die Meeresökosysteme noch besser zu verstehen.

Der Zeitplan sieht vor, die neue Anlage ab September an Land zu zusammenzusetzen und im Dezember am alten Standort direkt nach der Demontage der alten Station aufzubauen.


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