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Die Biologin Maren Striebel studierte an den Universitäten Ulm und München und untersucht den Einfluss von Umweltveränderungen auf Plankton-Lebensgemeinschaften in Meeren und Seen. Nach Forschungsaufenthalten in Norwegen und Österreich ist sie seit 2012 am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg am Standort Wilhelmshaven tätig, wo sie einzigartige Versuchsanlagen mit aufbaute, die sogenannten Planktotrone. 

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„Wissenskunst“ ist ein Kooperationsprojekt des Oldenburgischen Staatstheaters mit der Volkshochschule Oldenburg und der Universität Oldenburg, in dem Themen der Wissenschaft auf künstlerische Interventionen aus den Sparten des Staatstheaters treffen.

wissenskunst

  • Den künstlerischen Ausgangspunkt der Veranstaltung bildete das Tanzduett von Nicol Omezzolli und Fran Kovačić. Eiko Braatz Fotografie

  • In ihrem Vortrag stellte Maren Striebel ihre Forschung zu Plankton-Lebensgemeinschaften in Meeren und Seen vor. Eiko Braatz Fotografie

  • Ebenso ungewöhnlich wie passend war das Tropenhaus des Botanischen Gartens als Spielort. Eiko Braatz Fotografie

  • Die dritte Ausgabe der Reihe „wissenskunst“ lieferte dem Publikum eine besonders ungewöhnliche Verbindung aus Kunst und Wissenschaft. Eiko Braatz Fotografie

  • Die Protagonist*innen wurden vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt. Eiko Braatz Fotografie

Tanz und Mikroalgen im Tropenhaus

Eine besonders ungewöhnliche Verbindung aus Kunst und Wissenschaft erlebte das Publikum bei der dritten Ausgabe der Reihe „wissenskunst“ im Botanischen Garten der Uni. 

Eine besonders ungewöhnliche Verbindung aus Kunst und Wissenschaft erlebte das Publikum bei der dritten Ausgabe der Reihe „wissenskunst“ im Botanischen Garten der Uni. 

Inmitten von Pflanzen und auf einer eigens angelegten Sandfläche traf vergangenen Donnerstag das Tanzduett „Is this it?“ von Antoine Jully, Ballettdirektor und Chefchoreograf des Staatstheaters, auf die Forschung der Biologin Dr. Maren Striebel vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM). Die Themen schienen nur auf den ersten Blick unterschiedlich: beide Beiträge kreisten um zentrale Fragen von Beziehungen und Abhängigkeiten – in Ökosystemen wie im menschlichen Zusammenleben. Ebenso ungewöhnlich wie passend war das Tropenhaus des Botanischen Gartens als Spielort.

Den künstlerischen Ausgangspunkt bildete das Duett „Is this it?“. In der Choreografie gingen Nicol Omezzolli und Fran Kovačić den Fragen nach, wie Nähe und Distanz entstehen, wie Erwartungen unser Miteinander prägen und wie äußere Einflüsse Beziehungen verändern können. Die Begegnung der beiden Figuren entwickelte sich zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit menschlicher Gemeinschaften. Dass dabei die Bühne im Tropenhaus aus Sand bestand, bedeutete für das Duett eine besondere Herausforderung und machte das tänzerische Spiel umso intensiver.

Aus wissenschaftlicher Perspektive griff Striebel diese Gedanken auf. In ihrem Vortrag stellte sie ihre Forschung zu Plankton-Lebensgemeinschaften in Meeren und Seen vor. Teil davon sind die sogenannten Planktotrone. In diesen 600-Liter-Behältern untersucht Striebel unter realistischen Bedingungen, wie Lebensgemeinschaften aus Algen, winzigen Krebsen und Bakterien auf Umweltveränderungen wie steigende Temperaturen, Nährstoffmangel oder andere Störungen reagieren. Die Organismen spielen eine zentrale Rolle für Klima und Ökosysteme – und verdeutlichen zugleich, wie sensibel selbst stabile Gemeinschaften auf äußere Einflüsse reagieren können. 

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(Stand: 02.07.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n13576
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