Kontakt

Presse & Kommunikation

+49 (0) 441 798-5446

Mehr

Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr

Weitere Freiwilligendienste an der Universität

Kontakt 

Marina Bartels 

Zentrale Studien- und Karriereberatung - 
Koordinationsstelle Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ)

+ 49 441 798-5005

Prof. Dr. Björn Poppe

Abteilung für Medizinische Strahlenphysik und Weltraumumgebung

  • Im Hintergrund das schwarze All, darunter die Erde umhüllt von einer leichten Wolkendecke.

    In rund 36 Kilometern Höhe entstanden beeindruckende Foto- und Videoaufnahmen. Astro-AG

  • ein weißer Ballon mit dünner Schnur und rotem Fallschirm. Im Hintergrund blauer Himmel.

    Ein wolkenloser Himmel bietet beste Voraussetzungen für den Ballonstart. Astro-AG

  • Weiße Styroporbox mit darauf befestigter Kamera und Logo der Astro-AG

    An der Sonde darf das von den Grundschulkindern entwickelte Logo der Astro-AG nicht fehlen. Astro-AG

  • Junger Mann in brauner Jacke links und mittelalter Mann in grauer Jacke rechts halten gemeinsam einen Wetterballon fest.

    Enno Gronewold (links) und Prof. Dr. Björn Poppe (rechts) befüllen den Wetterballon mit Helium. Astro-AG

Im Freiwilligen Jahr hoch hinaus

Einen Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten gewinnen, die Universität kennenlernen und Klarheit über Studien- und Berufswahl finden: Mit diesen Zielen startete Enno Gronewold ins Freiwillige Wissenschaftliche Jahr. Jetzt zieht er Bilanz.

Einen Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten gewinnen, die Universität kennenlernen und Klarheit über Studien- und Berufswahl finden: Mit diesen Zielen startete Enno Gronewold ins Freiwillige Wissenschaftliche Jahr. Nach sieben Monaten zieht er Bilanz. 

Enno Gronewold läuft zügig über den Schulhof. Er sucht nach neuem Klebeband, mit dem er Kameras an einer weißen Styroporbox befestigen kann. Windfest müssen sie sein. Nur so sind beeindruckende Aufnahmen garantiert. „Festkleben kann man nie genug“, ruft ihm Björn Poppe, Professor und Leiter der Abteilung für Medizinische Strahlenphysik und Weltraumumgebung, aus wenigen Metern Entfernung zu. Schon hält Gronewold das Klebeband und die Box in der Hand. „Hier, halt mal“, sagt er zu einem Kind. Der Junge, der daraufhin beim Anbringen der Kameras hilft, versteht sofort. Denn auf das, was jetzt zu tun ist, haben sie sich wochenlang gemeinsam vorbereitet. Sie wollen einen Wetterballon bis an den Rand des Alls schicken. 

Zu Beginn seines Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres (FWJ) an der Universität Oldenburg hatte Gronewold nicht damit gerechnet, einmal ein so spannendes Schulhof-Experiment zu begleiten. „Das ist einer der Höhepunkte, an den ich mich noch in vielen Jahren erinnern werde“, sagt der 20-Jährige.

Der Tag dafür ist perfekt: Milde Temperaturen und ein wolkenloser Himmel bieten beste Voraussetzungen. Auch alle anderen Vorbereitungen laufen wie am Schnürchen – im wahrsten Sinne. Ein weißer Ballon, der an ein Bettlaken erinnert, wird mit Helium befüllt. Schnüre und Klebeband verhindern, dass die Füllung wieder entweicht. Ein roter Fallschirm soll später für eine weiche Landung sorgen. In der weißen Styroporbox, die sich als Sonde herausstellt, sind drei Kameras, ein Mobilfunk- und ein GPS-System verbaut. Neben den beteiligten Kindern tummeln sich auch viele schaulustige um den Ballon herum. Sie strömen aus den Klassenzimmern, um den Ballonflug gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern hautnah mitzuerleben. Gronewold und Poppe sind leicht angespannt. Schließlich soll heute niemand enttäuscht werden.

Jetzt wird es laut: zuerst der Countdown, dann Jubelschreie. Der Ballon ist erfolgreich gestartet. Er fliegt schließlich 36 Kilometer in die Höhe, ehe er platzt und nahe Achim in einer Baumkrone landet. Dabei sind neben Landschaftsaufnahmen auch Fotos und Videos vom Rand des Alls entstanden, denn der Ballon ist tatsächlich bis in die Stratosphäre hinaufgestiegen. Mission Accomplished! 

Für das Experiment leitete Gronewold über mehrere Monate mit Poppe eine „Astro-AG“ für die Grundschüler*innen der Freien Schule Oldenburg. Dort stand das Vermitteln von Wissen rund ums All, die Atmosphäre und die Planeten auf dem Programm. „Der Ballonflug hat heute allen Spaß gemacht. Mit solchen besonderen Formaten lässt sich für Wissenschaft begeistern“, sagt Gronewold. Die einmal wöchentlich stattfindende Arbeit mit den Kindern sei für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen: „Es hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe dabei gelernt, wie man Forschung für junge Menschen erlebbar macht.“ 

Ein Jahr voller Erkenntnisse

Private Kontakte haben Enno Gronewold im letzten Jahr auf das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr an der Universität aufmerksam gemacht. „Es kam für mich zur richtigen Zeit“, sagt er. Nach dem Abitur habe er sich zwar für Physik und Mathematik interessiert, sich aber noch nicht auf einen Studiengang festlegen wollen. Das FWJ bietet ihm die Gelegenheit, Einblicke in Forschungsprojekte und Arbeitsabläufe zu gewinnen sowie Studien- und Berufsmöglichkeiten kennenzulernen. Begleitende Workshops und ein Englischkurs runden das Jahr ab. Außerdem kann er Vorlesungen, etwa aus der Astrophysik, besuchen. „Jetzt bin ich mir sicher, dass ich nach dem FWJ Physik studieren möchte“, sagt er. „Am liebsten an der Uni Oldenburg.“ 

Sein Betreuer Björn Poppe freut sich. „Enno Gronewold ist der erste FWJler in unserer Abteilung. Schön, dass es ihm so gut bei uns gefallen hat.“ Gronewold: „Ich konnte mein Jahr von Anfang an mitgestalten. Ich hoffe, dass auch künftige FWJler*innen ähnlich tolle Erfahrungen machen werden.“ 

Das könnte Sie auch interessieren:

Stadtmuseum Oldenburg
Campus-Leben Kultur

Ein Stückchen Uni im Museum

Die Uni ist Teil der Oldenburger Stadtgeschichte – und zwei Objekte aus dem Uni-Archiv sind seit diesem Sommer Teil der Ausstellung im neu eröffneten…

mehr: Ein Stückchen Uni im Museum
Jannik Ohmes in der Bibliothek der Uni Oldenburg. Er hält ein Buch mit dem Titel "Versorgungsforschung" in der Hand.
Universität Oldenburg / Daniel Schmidt
Universitätsmedizin Campus-Leben Versorgungsforschung

Von der Versorgung in die Forschung

Eine Mini-OP vor zehn Jahren, durchgeführt auf dem Billardtisch im Keller eines Landschulheims, hat Jannik Ohmes zum Rettungsdienst gebracht – und…

mehr: Von der Versorgung in die Forschung
Ein Smartphone zeigt die Startseite des Portals „Wohnen Oldenburg“
Zielgruppe Studierende Campus-Leben

Neues Portal unterstützt Studierende bei der Wohnungssuche

Wenig Geld, viele Mitbewerber*innen, ein hoher Zeitdruck und noch keine Erfahrung mit Mietverträgen: Nach der Zulassung zum Studium beginnt für viele…

mehr: Neues Portal unterstützt Studierende bei der Wohnungssuche
(Stand: 18.08.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n13331
Zum Seitananfang scrollen Scroll to the top of the page