Zum 12. Mal hat die Universität mit schulischen Partnern ein Mathecamp ausgerichtet - dafür wurden 75 Mathematik-Talente aus den Jahrgängen 6 bis 13 aus der Nordwestregion ausgewählt. Mehrere Studierende und Promovierende des Instituts für Mathematik waren als Lehrende mit dabei.
Die Teilnehmenden kamen aus Oldenburg, Varel, Jever, Papenburg, Leer, Aurich, Westerstede, Rastede und Delmenhorst; alle hatten in ihren Schulen außergewöhnliche mathematische Leistungen gezeigt. Zwei Tage lang beschäftigten sie sich in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg mit verschiedenen mathematischen Problemen etwa aus Logik, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie – mit einem Schwerpunkt auf „Mathematik, die in der Schule normalerweise nicht vorkommt“, so Co-Organisator Prof. Dr. Daniel Grieser vom Institut für Mathematik.
Das Mathecamp ist eine Veranstaltung des Kooperationsverbunds zur Förderung besonderer Begabungen (KOV) Oldenburg und wurde ursprünglich von Maren Hawighorst (Cäcilienschule Oldenburg) und Grieser initiiert; beide leiten es noch heute. Als Lehrende waren neben Oldenburger Studierenden und Promovierenden diverse Lehrkräfte aus Oldenburg, Leer, Varel, Delmenhorst, Papenburg und Melle dabei. Auch ein ehemaliger langjähriger Mathecamp-Teilnehmer unterrichtete: Tammo Mintken, der inzwischen selbst Mathematik studiert und Vorsitzender der Niedersächsischen Mathematik-Olympiade e.V. ist. Er unterstützt das Mathecamp darin, eines seiner zentralen Ziele zu erreichen: die Vorbereitung der Jugendlichen auf die jährliche Mathematik-Olympiade.
Die Themen und Aufgaben bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen, angeleitet von den Mathematik-Studierenden und Lehrkräften. Viele „Aha-Erlebnisse“ und begeisterte Rückmeldungen von Teilnehmenden („Mathe macht einfach Spaß!“) freuten Grieser besonders. Er selbst hielt einen Vortrag über das Thema „Unendlichkeit in der Mathematik“, bei dem es unter anderem um die Frage ging, ob „unendlich“ minus „unendlich“ gleich null ist.
Das frühlingshafte Wetter nutzten die Teilnehmenden unter anderem zum Rudern auf dem an der HÖB gelegenen See. Viele Freundschaften, die in den vergangenen Jahren bei einem Mathecamp geschlossen wurden, ließen sich vertiefen, und neue entstanden. Das Mathecamp wurde gefördert von der EWE-Stiftung sowie der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen mit Sitz in Oldenburg. Auch in den kommenden Jahren will das Organisationsteam wieder Mathecamps in ähnlicher Größe durchführen.