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Die Kinderoper „Der Leuchtturm auf den Hummerklippen“ wird öffentlich aufgeführt am:

Donnerstag, 7. Mai um 18.00 Uhr in der Nord-Klang Halle Edewecht (Nordstraße 9a, 26188 Edewecht). Der Eintritt kostet fünf Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder bis einschließlich 16 Jahre. 

Sonntag, 31. Mai 2026, um 16.30 Uhr in der Nordseehalle Helgoland. 
 

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Volker Schindel

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  • Kinder stehen auf einer Bühne und singen, davor zwei Geigenspieler.

    Proben für den großen Auftritt: Schülerinnen und Schüler der Oberschule Edewecht und professionelle Musiker und Musikerinnen aus Oldenburg. Universität Oldenburg/ Matthias Knust

  • Gruppenbild mit vier Frauen und einem Mann, der ein Plakat hält.

    Sie organisieren und begleiten das musikalische Großprojekt: (v.l.) die Studentinnen Greetje-Theda Witzel und Valentina Xhoxhaj, Volker Schindel vom Institut für Musik, Studentin Anna-Lena Witt und Birgit Popien, Geschäftsführerin der Dr. Hildegard Schnetkamp-Stiftung. Universität Oldenburg/ Matthias Knust

„Kinderoper kann auch Plattdeutsch“

Oldenburger Schüler*innen und ein Profiorchester bringen „Der Leuchtturm auf den Hummerklippen“ auf die Bühne, gemeinsam mit Studierenden. Eine Kinderoper auf Plattdeutsch – ein seltenes Experiment.

Oldenburger Schüler*innen und ein Profiorchester bringen „Der Leuchtturm auf den Hummerklippen“ von Joaquín Alem (Komposition) und Nils Braun (Libretto) auf die Bühne, gemeinsam mit Studierenden der Uni Oldenburg. Eine Kinderoper auf Plattdeutsch – ein seltenes Experiment.

Kinderstimmen sind auf dem Campus zu hören. 20 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Edewecht singen dicht gedrängt auf der Bühne des Universitätstheaters Unikum. Klavier, Bandoneon, Fagott, Geige, Cello, Kontrabass: Auch ein kleines Profi-Orchester mit Musikerinnen und Musikern der Orchesterakademie des Oldenburgischen Staatstheaters musiziert mit, ebenso professionelle, erwachsene Sängerinnen und Sänger aus der freien Szene. Im Hintergrund werkeln Studierende der Uni an Kostümen und Bühnenbild: Sichtbar werden unter anderem Möwen, ein Poltergeist, ein Leuchtturm inklusive Wärter, eine Tante im Blumenkostüm.

Es ist Mitte April und gerade läuft das Intensivprobenwochenende für zwei Auftritte im Mai, in Edewecht und auf der Insel Helgoland. Insgesamt rund 40 Beteiligte präsentieren dann die Kinderoper „Der Leuchtturm auf den Hummerklippen“. Das Besondere: Die Kinder singen auf Plattdeutsch – obwohl die wenigsten vorher Erfahrungen mit der Regionalsprache hatten. 

Plattdeutsche Oper für Kinder: ein Novum

„Es hat uns gereizt, in einem Genre aktiv zu sein, welches es in dieser Form noch kaum gibt“, erklärt Volker Schindel, Regisseur und künstlerischer Mitarbeiter am Institut für Musik mit dem Schwerpunkt „Musik, Szene und Theater“. Projektleiter Nils Braun, der auch das Libretto geschrieben hat, bekräftigt: „Wir wollen zeigen, dass Kinderoper auch Plattdeutsch kann.“ 

„In einer poetischen, klaren Bühnensprache entfaltet sich ein Geflecht aus Geschichten und Humor, das Vergangenes im Gegenwärtigen atmen lässt“, sagt Joaquín Alem, der die Musik der Kinderoper komponiert hat. Inspiriert sei die Darbietung vom 1956 erschienenen und gleichnamigen Kinderbuch des deutschen Schriftstellers James Krüss. Der wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Die Oper erzähle die Geschichte eines Leuchtturms, der in der Nordsee unweit der Insel Helgoland steht. Er verspricht Orientierung und einen Blick, der weiter reicht als der nächste Sturm. Die Themen: das Meer, Erinnerungen, Verlust und Hoffnung. 

Studierende unterstützen das Musikprojekt 

Seit Beginn des Schuljahres 2025/26 laufen die Vorbereitungen. Neun Lehramtsstudierende der Uni Oldenburg unterstützen die Produktion von den ersten musikalischen Ideen über die Proben bis hin zur Aufführung. Sie haben sich unter anderem einmal wöchentlich mit den Kindern aus den 5. und 6. Klassen an deren Schule in Edewecht getroffen. Dienstags, in der 7. und 8. Stunde hieß es dann: zum Auswendiglernen der Texte animieren, Gesang proben, Bewegungen einstudieren. 

„Jetzt hier zum ersten Mal das Ergebnis zu sehen, wie die Kinder zusammen mit Profi-Musikerinnen und Musikern auf der Bühne stehen und selbstbewusst auf Plattdeutsch singen, das ist wirklich toll“, sagt Studentin Greetje-Theda Witzel, die von Anfang an am künstlerischen Schaffensprozess beteiligt war und auch an der plattdeutschen Chorfassung mitgearbeitet hat. Auch wenn es erst das Probenwochenende ist: Sie habe bereits Gänsehaut, sagt sie. 

Ideengeber und Unterstützer dieser besonderen Gemeinschaftsproduktion ist die Dr. Hildegard Schnetkamp-Stiftung. „Es ist uns ein Anliegen, zeitgenössisches musikalisches Tun mit der regionalen Kultur in Norddeutschland zu verbinden“, sagt Geschäftsführerin Birgit Popien. Gleichzeitig wolle man Kinder und junge Menschen für Musik im Allgemeinen und die Oper im Speziellen begeistern. Für viele der beteiligten Schülerinnen und Schüler sei es die erste intensive Begegnung mit dem Genre. 

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(Stand: 27.04.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n13345
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