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Ziele

Unsere Ziele, Beweggründe, Motivationen - oder auch: Warum Pro Signal ?

An einer Universität gibt es viele verschiedene Berufsgruppen und Tätigkeitsfelder. Auch wenn wir letztendlich selbstverständlich alle zusammen das Gelingen des Auftrages und der Funktion einer Universität sicherstellen möchten, so sind doch naturgemäß nicht alle Beschäftigten den gleichen Anforderungen oder Problemen im gleichen Maße ausgesetzt. Das bedeutet jedoch leider nicht, dass es manche Gruppen oder Bereiche leichter haben als andere – es bedeutet nur, dass die Probleme in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich häufig/intensiv auftreten.

Je nach Berufsgruppe kleiden sich die Anforderungen, die Belastungen und auch Probleme in andere Gewänder, so dass eine Lösung bei den Einen oft auch ein mehr an Problemen oder Belastungen für die anderen bedeutet:

- Neue oder mehr Gebäude und Raum sind wichtig und gut für die Lehre, Studierenden und viele
  Beschäftigte – bringen aber zusätzliche Arbeitsverdichtungen für die Kollegen unter uns mit,
  welche für Bewirtschaftung, technische und materielle Infrastruktur, Instandhaltung etc. pp.
  zuständig sind, bzw. diese sicherstellen müssen – bei gleichbleibenden oder manchmal sogar
  sinkenden Bugdets und Stellenanteilen.

- Entlastungen oder zeitliche Begrenzung von Serviceleistungen sind im Konflikt zwischen Budget und
  Gesundheitsschutz der Beschäftigten (egal ob gesetzlich verpflichtend oder aus gesundem Menschen-
  verstand) vielleicht eine Kompromisslösung in der Sache, erschweren aber eben auch oft die Arbeits-
  bedingungen für die, die diese Services gewohnt sind oder zwingend benötigen.

Weitere Beispiele dieser Art erleben wir alle tagtäglich – jede Entlastung an einer Stelle führt sehr oft zu erhöhtem Druck und Verdichtung an anderen Stellen.

Gleichzeitig steigen überall die Erwartungshaltungen in neue Höhen, leider teilweise mit sich wider-sprechenden Vorgaben, wie z.B. Technischer Komfort möglichst zum Nulltarif, der weder umwelt- noch gesundheitsschädlich sein darf.
Es sollte weder Baulärm noch -dreck entstehen, und natürlich auch keine anderen Einschränkungen wie zeitweise Schließung von Räumen, Plätzen, Parkplätzen oder anderen Einrichtungen
– weil eigentlich gar keine Zeiträume mehr da sind, in der es "wenige" beeinträchtigen würde, und auch keine „Reserve“ an Räumen oder Orten mehr da ist, die den (temporären) Ausfall einzelner Räume oder Orte ohne deutlich spürbare Beeinträchtigung auffangen könnte.

Vor diesem Hintergrund sind wir der Meinung, dass wirksame Lösungen nur gefunden werden können, wenn diese von ALLEN Beteiligten in einem wertschätzenden, respektvollen und offenem Dialog gemeinsam gefunden werden. Wir wollen nicht GEGEN andere Listen/Gruppen/ Interessenvertreter antreten oder arbeiten, sondern MIT ihnen zusammen – allerdings mit dem Fokus auf den Interessen der Beschäftigten der Universität Oldenburg. Wir sind allerdings der Meinung, dass man dies auch mit offenen Ohren für die Belange der anderen Interessenvertretungen tun kann.

Wir tun uns schwer damit, quasi abhakbare Ziel-Listen zu erstellen, da wir der Überzeugung sind, dass die Faktenlage über „Flurfunk“ oft nur unvollständig dargestellt wird, da es menschlich und verständlich ist, vor allem die eigene Betroffenheit zu sehen und wiederzuspiegeln.

Deswegen möchten wir grundsätzlich mehr erfahren, verschiedene Ansichten und Ansätze hören, ehe wir entscheiden, ob wir dafür oder dagegen sind.

Schon allein deshalb begrüßen wir es, wenn Beschäftigte aus allen Bereichen der Uni und allen „Statusgruppen“ mit uns reden und uns nicht nur ihr Vertrauen, sondern auch ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns teilen.

So genanntes „Herrschaftswissen“ halten wir eher für die Ursache als die Lösung vieler Probleme, und lehnen es daher genauso ab wie die willkürliche Einteilung/Wertung von Wissen und Erfahrungsschätzen aufgrund Herkunft, beruflichem oder persönlichen Hintergrund, Alter, Dienstjahren oder anderen „Hierarchien“.

Wir alle finden Gewerkschaftsarbeit unersetzlich, sei es in der Interessenvertretung, politisch oder gesellschaftlich und wünschen uns in allen Beschäftigtengruppen viel mehr Unterstützung und Engagement in jeder Form dafür. Nicht jeder aber fühlt sich dort gleich gut und intensiv vertreten, egal ob in den großen DGB-Gewerkschaften oder in den doch eher fach- und interessensorientierten vielen kleinen Fachgewerkschaften des DBB. Manchmal deckt sich die eigene berufliche Realität und Sichtweise nicht immer mit den gerade hauptsächlich vertretenen Positionen oder Themen, und manchmal ist etwas, was für viele gut ist oder scheint, eben nicht für alle gut.

Viele von uns sind Gewerkschaftsmitglieder, möchten sich aber in ihrer täglichen PR-Arbeit unabhängiger und freier fühlen. Wir begrüßen aber genauso gerne Kollegen, die sich gegen eine Mitgliedschaft in den zur Verfügung stehenden Gewerkschaften entschieden haben, weil wir finden, dass das allein nicht entscheidend für das Gewicht einer Stimme sein sollte.

Einige von uns meinen, dass mehrere Listen/Parteien/Möglichkeiten oft eine große Hilfe für Demokratie und Fairness sein können. Für diese Mitglieder kommen bei Wahlen mit nur einer „Partei“ grundlegende Fragen zum Demokratieverständnis auf.

Andere befürchten, dass mit immer weniger Auswahl auch die Motivation mancher Kollegen sinkt, überhaupt wählen zu gehen.

Und wir sehen die Nachteile einer Persönlichkeitswahl, die den Vorteil eines möglichen „Beliebtheitsvotums“ deutlich überragen – nämlich die Gefahr, dass die eine oder andere Entscheidung oder Themenwahl vielleicht davon beeinflusst werden könnte, bei der nächsten Wahl dann für unbequeme Fragen oder Themen abgestraft zu werden. Abgesehen davon wäre das eine große Benachteiligung aller Kollegen, die aufgrund ihres Wesens oder ihrer Arbeitsweise eben nicht so „präsent“ oder vernetzt sind, aber gute und sachorientierte Personalratsarbeit leisten können und wollen.

Aus all dem könnte man nun eine andere Liste an Zielen bilden, die zusammenfassend sagt, dass wir vor allem als Ziel haben, MEHR zu erreichen:

- MEHR Transparenz

- MEHR Wertschätzung und Fairness

- MEHR Einbindung aller Betroffenen einer Entscheidung

- MEHR Verständnis füreinander, dafür benötigt man vielleicht:

  • MEHR Wissen übereinander, dafür wiederum ist
  • MEHR Kommunikation miteinander wichtig.

Wir finden, das ist höher gesteckt als es aussieht in einer Zeit , in der unter dem Druck von knappen Budgets, steigender Arbeitsverdichtung und immer höheren Anforderungen manchmal Benchmarks, Zielerreichungen und Effizienzberechnungen dazu verleiten, genau diese Dinge zu vernachlässigen, weil sie eben erst in längerfristiger Betrachtung Gewinne vorweisen können – und diese manchmal eben nicht unbedingt in Euro und Cent ausgezeichnet sind.

We4ufucbmastnp8j1erbewa (internet@uolauvw.de) (Stand: 26.02.2020)