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  • Das Bild zeigt Friedrich Hinrichs. Er sitzt dem Interviewer gegenüber und erklärt diesem etwas. Dabei gestikuliert er leicht mit seinen Händen. Rechts von ihm befindet sich ein aufgeklappter Laptop, der bunte Reihen zeigt, hinter ihm steht eine Topfpflanze.

    Friedrich Hinrichs ist Teamleiter des First Level Supports der universitären IT-Dienste. Er hat in Oldenburg studiert und bereits als Student bei den IT-Diensten gearbeitet. Universität Oldenburg / Matthias Knust

Vom Nebenjob zur Teamleitung

Friedrich Hinrichs ist als Teamleiter des First Level Supports der IT-Dienste erste Anlaufstelle für viele Themen. Im Interview spricht er über typische Herausforderungen, die Umstellung auf Windows 11 und das Mittelalter als Ausgleich.

Friedrich Hinrichs ist als Teamleiter des First Level Supports der IT-Dienste erste Anlaufstelle für viele Themen. Im Interview spricht er über typische Herausforderungen, die Umstellung auf Windows 11 und das Mittelalter als Ausgleich zur Arbeit.

 

Sie sind die erste Anlaufstelle für Menschen mit IT-Problemen. Was ist die größte Herausforderung?

Die konkreten Anliegen zu verstehen. Wir kommunizieren ja mit Menschen, die oft nur geringe IT-Kenntnisse haben, und müssen uns oftmals erst herantasten, welcher Ablauf hakt oder worin der Wunsch besteht. Erst nachdem wir die Menschen und das Anliegen kennengelernt haben, können wir gemeinsam eine individuelle Lösung erarbeiten. Empathie ist für diese Arbeit genauso wichtig wie technische Kompetenzen. Unser Ansatz ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Jüngst hat die Uni ihr Betriebssystem auf Windows 11 umgestellt. Wie haben Sie die Umstellungszeit erlebt?

Für die konkrete Umstellung blieben uns nur neun Monate Zeit und damit nur etwa halb so viel Zeit wie für die Umstellung von Windows 7 auf Windows 10. Es war für uns zeitlich nicht drin, alle Geräte selbst umzustellen. Daher haben wir eine automatische Aktualisierung eingerichtet und alle um Mithilfe gebeten. Zudem haben wir Anleitungen angeboten und waren für Fragen offen. Die Erfahrungen aus den Beratungsgesprächen sind wieder in die Anleitungen eingeflossen. Insgesamt ist die Umstellung gut gelaufen, auch dank der durchgehend guten Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitenden.

Nahezu zeitgleich kam auch die Einführung der Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)…

Ja, das wurde von vielen verständlicherweise zunächst als Last empfunden. Mit zunehmender Umsetzung werden nun Anmeldeprozesse zusammengeführt, sodass der Aufwand sinkt. Die 2FA einzuführen war dringend notwendig. Wir hatten immer mehr Druck durch Spam, Phishing-Mails und andere Risiken. Die 2FA hilft, diese einzudämmen.

Was macht Ihnen Freude an Ihrer Arbeit?

Das Schöne ist die Mischung – der Umgang mit Menschen und Technik. Es bereitet mir Freude, zu unterstützen, Probleme zu lösen, sich gemeinsam zu orientieren – kein Tag ist gleich. Jeden Tag probiere ich gemeinsam mit den Menschen, die sich an uns wenden, auch für mich Neues aus und lerne dabei hinzu.

Welcher Weg führte Sie zu den IT-Diensten?

Ich habe hier an der Uni Sozialwissenschaften, Philosophie und Informatik studiert und einen studentischen Nebenjob gesucht. Den habe ich hier bei den IT-Diensten in der Beratung gefunden. Dies hat mir so viel Spaß bereitet, dass ich später regulär hier angefangen habe.

Wie schalten Sie von der Arbeit ab?

Ich setze mich gerne mit vergangenen Epochen und insbesondere mit dem Mittelalter auseinander – der perfekte Kontrast und Ausgleich zur Arbeit in der IT. Ich segele historische Rahsegler, bin in einer Fechtsportgruppe aktiv und gestalte historische Nachstellungen, sogenannte Reenactments. Jüngst etwa in der ehemaligen Wikingersiedlung Haithabu in Schleswig-Holstein. Ich finde es spannend, mich in die Menschen aus anderen Epochen hineinzuversetzen und mir gefällt auch die museale Vermittlung dieser Perspektiven.

Interview: Henning Kulbarsch

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