Erfahrungsberichte aus dem FWJ in der Arbeitsgruppe für Viszeralchirurgie
Erfahrungsberichte aus dem FWJ in der Arbeitsgruppe für Viszeralchirurgie
Hier berichten Teilnehmende des Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres (FWJ) von ihren Erfahrungen in der Arbeitsgruppe für Viszeralchirurgie an der Uni Oldenburg.
Skyler Nicoley, FWJ 2025/2026
Warum hast du dich dafür entschieden, ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr zu machen?
Nach dem Abitur war ich mir unsicher, was genau ich studieren möchte. Ich wusste nur, dass mich Studiengänge in Richtung Biologie oder Medizin besonders interessieren. Das FWJ bietet die Möglichkeit sich genau in diesem Bereich, die verschiedenen Studiengänge und den späteren Berufsalltag kennenzulernen.
Wo bist du eingesetzt und was sind deine Aufgabenbereiche?
Mein Einsatz- und Aufgabenbereich ist recht breit gefächert und ich darf viel mitentscheiden, welche Aufgaben ich übernehme. Je nach Studie oder Projekt fallen andere Aufgaben an, häufig auch recht spontan. Meine Aufgaben erstrecken sich von Büroarbeit (Exceltabellen, Literaturrecherche, Powerpoints usw.) über Probandenrekrutierung und -betreuung bis hin zum Annehmen von Resektaten im OP und der Anschließenden Versendung.
Welchen Herausforderungen musstest du dich bis jetzt stellen?
Der Kontakt mit Probanden und aktiv in den Kontakt mit Kollegen wie Ärzten zu treten, stellte Anfangs eine große Herausforderung für mich dar. Zum Beispiel selber mit Ärzten in Kontakt treten für Studien oder um bei OPs zuschauen zu dürfen. Es hat sich herausgestellt, dass es einfacher als gedacht ist, da die Meisten sehr nett und hilfsbereit sind. Dadurch habe ich gelernt meine Komfortzone zu verlassen und dass es sogar Spaß machen kann. Eine weitere Herausforderung waren Open-End-Aufgaben, wo man selbst entscheiden muss, ab wann man den Schlussstrich zieht. Man lernt dadurch viel über die Arbeitswelt und die Forschungsarbeit an sich.
Des Weiteren stellten Aufgaben für deren Bewältigung einem eigentlich die entsprechenden Kenntnisse fehlen, eine Herausforderung dar. Man fuchst sich aber mittels Recherche und Tools rein. Anfangs kann es etwas frustrierend sein, aber man lernt dadurch sehr viel. Es ist eher ein Ausprobieren und schauen, ob es funktioniert. Niemand macht einem einen Vorwurf, wenn man es mal nicht hinbekommt und man kann jederzeit um Hilfe fragen.
Was hat dich positiv überrascht?
Mein sehr herzliches und hilfsbereites Arbeitsumfeld. Sowohl vom Büro, der Klinik und auch der Uni kann ich nur positives berichten. Zudem die Möglichkeit aktiv in der Forschung mitzuhelfen. Man lernt nebenbei viele nützliche Fertigkeiten und sammelt Erfahrungen für ein Studium oder Beruf in dem Arbeitsfeld. Es ist toll die Praxis kennenzulernen und nicht nur die Theorie, wie man es aus der Schule kennt.
Ein absolutes Highlight war außerdem die InterSurge 2025, einem neuen interdisziplinären Kongress zur digitalen Zukunft der Medizin, bei welchem ich teilnehmen und mithelfen durfte.
Was hast du bisher in deinem Freiwilligendienst gelernt?
In meinem Freiwilligendienst habe ich unglaublich viel lernen dürfen. Zum Beispiel wie man mit Patienten/ Probanden umgeht, wie man eine Literaturrecherche durchführt, den Umgang mit TotalSegmentator, Bedienen des 3D-Druckers, wie der Arbeitsalltag als Arzt oder Wissenschaftler aussieht sowie die Grundsätze des Wissenschaftlichen Arbeitens und noch vieles mehr.
Was würdest du zukünftigen Freiwilligen mit auf den Weg geben?
Das FWJ ist eine wahnsinnig gute Möglichkeit, die Zeit nach dem Abitur produktiv zu nutzen und sich darüber klar zu werden, ob man später eine ähnliche berufliche Richtung einschlagen möchte. Man braucht keine Angst zu haben und über den eigenen Schatten zu springen zahlt sich aus. Nutzt die Möglichkeiten und Angebote, sowohl in der Arbeitsgruppe als auch der Uni.