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Projekt Energiebildung

Kontakt

Dr. Verena Niesel
Arbeitsstelle Energiebildung
Didaktisches Zentrum der Universität Oldenburg
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

E-Mail: verena.niesel@uol.de

Energiebildung für eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung

Projekt Energiebildung

Das Projekt startete im November 2008 und wurde im Februar 2013 offiziell beendet.

Das Projekt „Energiebildung für eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung“ (kurz Energiebildung) verfolgte folgende Ziele:

  • "Energiebildung" als einen innovativen multi- und interdisziplinären Bildungsauftrag zu definieren und zu transportieren,
  • Unterrichtskonzepte zur Energiebildung für alle relevanten Fächer in Zusammenarbeit der betreffenden Fachdidaktiken unter Vernetzung naturwissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektiven zu entwickeln und zu erproben und
  • Energiebildung u. a. über die Integration in Schulprogrammen und landesweiten Kerncurricula nachhaltig zu verankern, wofür enge Kooperationen mit den Landesschulbehörden, mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in allen Schulformen und   Schulstufen sowie mit regionalen Unternehmen und Institutionen zu nutzen sind.

Diese Ziele wurden in vollem Umfang erreicht. Elf Teilprojekte in sieben Fachdidaktiken und vier übergeordneten Teilprojekten (Koordination, Veranstaltungen und Fortbildung, Integration und Webportal) beschäftigten sich während der Projektlaufzeit mit der Entwicklung von Konzepten zur Integration der Energiebildung. Resultierend aus diesen Konzepten wurden Unterrichtskonzeptionen und -materialien, Lehrerfortbildungen, Module für die Lehrerausbildung, Exkursionskonzepte, Veranstaltungen und Publikationen entwickelt (247 Publikationen bzw. Abschlussarbeiten und 166 Produkte (Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen, Konzepte, Flyer, Plakate, Leitfäden, Synopsen, Quiz, u.a.)).

Zur Ausschärfung der Aktivitäten wurde gemäß dem ersten genannten Ziel die folgende Arbeitsdefinition für Energiebildung entwickelt: „Unter schulischer Energiebildung werden die Gesamtheit aller erzieherischen Bemühungen und Prozesse verstanden, die Kinder und Jugendliche beim Aufbau von bestimmten Kenntnissen, Fähigkeiten, Verhaltensdispositionen und Einstellungen zu unterstützen. Diese sollen es ihnen ermöglichen, sich aktiv mit den Bedingungen und der Bewertung unserer Energieversorgung und unseres Nutzungsverhaltens auseinanderzusetzen, indem sie die ökonomischen, soziologischen und politischen, historischen und philosophischen, rechtlichen, technischen, ökologischen und ethischen Dimensionen einbeziehen. Dies soll auf individueller, betrieblicher, gesellschaftlicher und globaler Ebene geschehen. Energiebildung hat dabei auch eine berufsorientierende Komponente und soll die Berufswahl im Hinblick auf alternative Berufswege erweitern. Lehrerinnen und Lehrer sollen durch Energiebildung befähigt werden, Schülerinnen und Schülern beim Aufbau dieser Kenntnisse, Fertigkeiten und Dispositionen zu unterstützen. Diese Fähigkeit der Lehrkräfte soll ein wesentlicher Qualifizierungsbaustein der Olden­burger Lehrerbildung sein.“

Durch die intensive Zusammenarbeit mit Lehrkräften in den sogenannten Lehrersets fand ein intensiver Austausch zwischen Schule und Universität statt. Die dabei entwickelten Konzepte wurden mit Schülerinnen und Schülern erprobt und evaluiert. Die Inhalte fanden nachhaltigen Eingang in Schulprofile und Schulprogramme regionaler Schulen.

Durch die Vernetzung der sieben Fachdidaktiken im Projekt wurden interdisziplinäre und multidisziplinäre Ansätze erprobt. Diese Arbeit mündete u. a. in einem fächerübergreifenden Buch zur Windenergie, in dem alle Fachdidaktiken sich mit dem Thema Wind auseinandersetzte (Buch ist 2012 erschienen).

Das Projekt Energiebildung und das dahinter stehende Konzept wurde durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit mit vielzähligen Veranstaltungen und Veranstaltungsformaten Schulen, Lehrkräfte und der interessierte Öffentlichkeit vorgestellt und mit neuen Konzepten und Ideen innovativ dargestellt und transportiert. Dazu zählten die Auftaktveranstaltung, eine Energiemesse für Schüler „Energieberufe LIVE!, Fortbildungen im Rahmen der pädagogischen Woche oder des Fortbildungsprogramm des Oldenburger Lehrerfortbildungszentrums, die Mitwirkung an der Ideen-Expo in Hannover, die Mitwirkung an „Langen Nacht der Wissenschaft“ in Oldenburg (2009 und 2011),  die Gestaltung von Podiumsdiskussionen, Aktionstage mit Schulen, die Durchführung von zwei Symposien und anderes mehr. Das Interesse der Medien am Thema Energiebildung war groß, so wurden über die Veranstaltungen Fernsehen, Radio und die regionalen Zeitungen erreicht. Durch den Atomunfall in Fukushima während der Projektlaufzeit erhielt das Thema Energiebildung noch einen höheren Stellenwert, so dass das Interesse an den Produkten des Projekts schon während der Laufzeit stark gestiegen ist.

Während der Projektlaufzeit wurde ein intensiver Kontakt zu Schulen, Ministerien, Bildungseinrichtungen und den regionalen Energieunternehmen aufgebaut. Viele regionale Unternehmen zeigten sich interessiert am Energieparcours-Nordwest.de, einem Angebot an außerschulischen Lernorten der Region, rund um das Thema Energienutzung. Der Parcours wurde im Jahr 2012 prominent als UN-Dekade Projekt ausgezeichnet. Mit Energieunternehmen, Schulen und Ministerien konnte eine Adressdatenbank von über 1500 Einträgen aufgebaut werden, die zielgruppenspezifisch angesprochen wurde. Durch die Mitwirkung am Arbeitskreis Energiebildung des Niedersächsischen Kultusministeriums konnten Ideen zur Verbesserung der Energiebildung in den niedersächsischen Lehrplänen vorgetragen werden. Zudem wurde an dem Bericht der niedersächsischen Klimaschutzkommission mitgearbeitet.

Ferner wurden durch die Konzipierung und Etablierung der Ringveranstaltung „Energie interdisziplinär“, ein Modul im Professionalisierungsbereich der Universität Oldenburg entwickelt, welches nun regelmäßig im Sommersemester angeboten wird und deren Grundgerüst auf den Themen des Energiebildungsprojekts besteht. Somit haben Lehramtsstudierende (also die zukünftigen Lehrkräfte) durch das Energiebildungsprojekt die Möglichkeit sich multiperspektivisch mit dem Thema Energie im Unterricht zu befassen. Durch dieses Modul wurde eine explizite Verankerung von Energiebildung in der Lehrererstausbildung erreicht, implizite Verankerungen finden dadurch statt, dass die universitären Akteure Energiebildung in ihren fachdidaktischen Veranstaltungen prominent thematisieren.

Die Ergebnisse des Projekts wurden auf dem Webportal des Projekts verstetigt (www.energiepoprtal.uni-oldenburg.de). Dort finden sich unter anderem Berichte über die Projektaktivitäten, Unterrichtsmaterialien zum Download, Exkursionsmöglichkeiten und vieles mehr. Durch die Gründung der Arbeitsstelle „Energiebildung“ im Didaktischen Zentrum der Universität Oldenburg wird das Thema Energiebildung auch nach dem Ende des Projekts weiterhin ein wichtiges Thema bleiben. Die Arbeitsstelle verfolgt die oben gesetzten Ziele weiter und ergänzt die Aktivitäten durch Forschungen im Themenfeld.

Abschließend ist zu sagen, dass das vom Land bewilligte Projekt Energiebildung eine Initialzündung von Aktivitäten zur Energiebildung darstellte, die auch nach Ende des Projekts in voller Breite bestehen bleiben. Energiebildung ist zu einem Profilelement der Oldenburger Lehrerbildung geworden.

 

Das Projekt wurde gefördert durch die Stiftung

 

Kooperationspartner

          

 

     

 

      

 

Allgemeine Informationen zum Projekt

Webmastrp6ter (internet4ctp@uol.de) (Stand: 07.11.2019)