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Veranstaltungsankündigung

  • 037/26 16. April 2026 Veranstaltungsankündigung Verbrannt und verbannt: Bücherverbote früher und heute Veranstaltung an der Universität anlässlich des Welttags des Buches am 23. April

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    16. April 2026   037/26    Veranstaltungsankündigung

    Verbrannt und verbannt: Bücherverbote früher und heute

    Veranstaltung an der Universität anlässlich des Welttags des Buches am 23. April

    Oldenburg. Mehr als 15.000 Bücher stehen mittlerweile in den USA auf dem Index, weil sie nicht in das Weltbild der Regierung oder einzelner Bundesstaaten passen. Anlässlich des Welttags des Buches am Donnerstag, 23. April, beleuchtet eine Veranstaltung im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg (Uhlhornsweg 49-55) diese Entwicklung. Los geht es um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

    Schauspieler*innen des Oldenburger Uni-Theaters OUT bringen Texte auf die Bühne, die einen Bogen schlagen von politischen Auseinandersetzungen der Weimarer Republik bis zum Recht auf Selbstbehauptung von Geschlecht und Körper. Schließlich hat politische Einflussnahme über Bücherverbote auch in Deutschland eine Vergangenheit. Die Bücherverbrennungen im Dritten Reich betrafen auch Werke etwa des Universitätsnamensgebers Carl von Ossietzky oder von Kurt Tucholsky. Heutige Bücherverbannungen in den USA, sogenannte „book bans“, betreffen häufig Werke, die sich mit Themen wie Rassismus, Queerness oder Gleichstellung auseinandersetzen.

    Die Veranstaltung trägt den Namen „Ban fascists – not books“ (deutsch: „Verbannt Faschisten – nicht Bücher“) und wird von der Universitätsbibliothek sowie dem Autonomen Schwulenreferat und dem Autonomen Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende im Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Oldenburg organisiert.

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    Dr. Oliver Schoenbeck, Tel.: 0441/798-4257, E-Mail:

  • 036/26 15. April 2026 Veranstaltungsankündigung Öffentliche Vortragsreihe an der Uni: 40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer Auftakt am 20. April in der Universitätsbibliothek

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    15. April 2026   036/26    Veranstaltungsankündigung

    Öffentliche Vortragsreihe an der Uni: 40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

    Auftakt am 20. April in der Universitätsbibliothek

    Oldenburg. Wie „wild“ ist das Wattenmeer, und wie wandelt es sich? Welchen Arten bietet es Schutz und Raum zur Entfaltung, und welche Erkenntnisse bringt der Blick auf Salzmarschen, Dünen und in die Lebenswelt unter Wasser? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Vortragsreihe, zu der die Universität Oldenburg und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer ab Montag, 20. April, gemeinsam einladen. Zum Auftakt referiert der Leiter der Nationalparkverwaltung, der Biologe Peter Südbeck, zum Thema „Nationalpark Wattenmeer. Wandel. Wildnis“, Beginn ist um 16.15 Uhr im Saal der Universitätsbibliothek auf dem Campus Haarentor (Uhlhornsweg 49-55). Die Reihe setzt die etwa 20-jährige Tradition des „Kolloquiums zur nachhaltigen Raumentwicklung“ an der Universität unter dem Dach des wissenschaftlichen Zentrums für Nachhaltigkeit TRUST@UOL fort („Center for Transformations and Sustainable Futures“), Veranstalter sind der Geograph Prof. Dr. Ingo Mose sowie Dr. Gregor Scheiffarth von der Nationalparkverwaltung. Der Eintritt ist frei. Die weiteren Termine (jeweils montags ab 16.15 Uhr im Bibliothekssaal):

    27. April: „Entfaltungsraum, Arche und lebendes Labor: Biodiversität im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, Dr. Benedikt Wiggering (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer);

    4. Mai: „Vögel, Visionen und Verhandlungen: Zur Geschichte und Entwicklung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer“, Dr. Anna-Katharina Wöbse (Universität Freiburg);

    11. Mai: „Perspektivwechsel: Der Blick aus der Biosphärenregion auf den Nationalpark“, Astrid Martin (Nationalparkverwaltung);

    18. Mai: „Zurück in die Zukunft: Salzmarschen und Renaturierung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, Dr. Stefanie Nolte (Nationalparkverwaltung)

    1. Juni: „Wenn Natur überrannt wird – Wie reagiert das Wattenmeer auf rasante Umweltveränderungen?“ Dr. Christian Buschbaum (Wattenmeerstation Sylt, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung);

    8. Juni: „Bewegung in der Düne: Räumliche und zeitliche Prägung eines dynamischen Lebensraums“, Dr. Maike Isermann (Nationalparkverwaltung);

    15. Juni: „Schutz und Erfassung der faszinierenden und fragilen Lebenswelt unter Wasser“, Dr. Jochen Krause (Bundesamt für Naturschutz);

    22. Juni: „Klimawandel im Wattenmeer zwischen Anpassung und Untergang“, Dr. Gregor Scheiffarth.

    Weblinks

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    Prof. Dr. Ingo Mose, E-Mail:

  • 035/26 10. April 2026 Veranstaltungsankündigung Pädagogikstudium für Menschen mit Migrationsgeschichte Infoveranstaltungen am 15. und 22. April

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    10. April 2026   035/26    Veranstaltungsankündigung

    Pädagogikstudium für Menschen mit Migrationsgeschichte

    Infoveranstaltungen am 15. und 22. April

    Oldenburg. Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten, die an eine pädagogische Vorbildung mit einem Studium anknüpfen möchten, können sich an der Universität Oldenburg für den Bachelor-Studiengang „Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft“ bewerben. Der Abschluss qualifiziert für Tätigkeiten in Sozialer Arbeit und Erziehung, Bildungs- und Jugendarbeit, Flüchtlings- und Schulsozialarbeit, in kulturellen Einrichtungen und bei der Arbeitsmarktintegration.

    Eine Informationsveranstaltung in Präsenz findet statt am Mittwoch, 15. April, um 16.00 Uhr auf dem Campus Haarentor (Uhlhornsweg 84, Gebäude A04, Raum 4-419). Interessierte können sich dort über Studieninhalte und Bewerbungsmodalitäten informieren, ebenso wie bei einem Online-Termin am Mittwoch, 22. April, um 11.00 Uhr. Anmeldungen zu beiden Veranstaltungen werden per E-Mail an erbeten.

    Die Fakultät I Bildungs- und Sozialwissenschaften bietet den Studiengang seit 2017 regelmäßig an. Der Einstieg ist in jedem Wintersemester möglich. Das zweijährige Studium vermittelt theoretische Kenntnisse und praktische Kompetenzen in den Bereichen Sozialpädagogik und Migrationspädagogik. Es knüpft dabei an die akademischen Ressourcen an, die die Studierenden in ihrem Herkunftsland erworben haben.

    Die Bewerberinnen und Bewerber müssen in ihrem Herkunftsland eine akademische Ausbildung in Pädagogik, Sozialpädagogik oder fachlich verwandten Bereichen begonnen oder abgeschlossen haben. Diese Studienleistungen werden angerechnet. Absolventinnen und Absolventen von sozialpädagogischen Weiterbildungen in Verbindung mit einem vorherigen Studium können sich ebenfalls bewerben.

    Weblinks

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    Gamze Keklik, Tel.: 0441/798-4051, E-Mail:

  • 034/26 10. April 2026 Veranstaltungsankündigung Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses startet: „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“ Kooperation von Universität und Jüdischer Gemeinde – Auftakt mit Rabbiner Netanel Olhoeft am 20. April

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    10. April 2026   034/26    Veranstaltungsankündigung

    Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses startet: „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“

    Kooperation von Universität und Jüdischer Gemeinde – Auftakt mit Rabbiner Netanel Olhoeft am 20. April

    Oldenburg. Wie entwickelte sich das Judentum nicht nur zu einer modernen Religion, sondern auch als Wiege einer vielfältigen Kultur? Dazu referiert Rabbiner Netanel Olhoeft am Montag, 20. April. Sein Vortrag unter dem Titel „Zwischen Tora und Derech Erez: Religiöse Normativität und kulturelle Produktivität in der jüdischen Tradition“ beginnt um 19.00 Uhr im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg (Leo-Trepp-Straße 15). Es wird um Anmeldung bis zum Donnerstag, 16. April, unter mit Namen und Adresse gebeten, ebenso darum, einen Personalausweis mitzubringen.

    Olhoeft ist Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Oldenburg. Er ist Studienkoordinator und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Abraham Joshua Heschel Seminar der Nathan Peter Levinson Stiftung, wo er die konservative Rabbinerausbildung betreut. Zuvor war er von 2020 bis 2024 wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstühlen für Talmud, Halacha und Ideengeschichte an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam.

    Die Veranstaltung bildet den Auftakt der neuen öffentlichen Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“, zu der die Arbeitsstelle Interkulturelle Jüdische Studien an der Universität Oldenburg und die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg herzlich einladen. Bis ins kommende Jahr hinein widmet sich das Programm zahlreichen Aspekten der jüdischen Zivilisation, die über Epochen-, Länder- und Kulturgrenzen hinwegreicht. Interessierte erhalten so ein vielschichtiges Verständnis des Judentums. Olhoeft führt in das Thema ein und beleuchtet insbesondere, wie aus den geistig-literarischen Ressourcen jüdischer Denk- und Lebensart nicht nur Religion im modernen Sinne, sondern ein breites Spektrum kultureller Ausdrucksformen hervorgegangen ist und noch immer hervorgeht. Das vollständige Programm für 2026/27 ist auf der Homepage der Interkulturellen Jüdischen Studien und des Leo-Trepp-Lehrhauses zu finden:

    Weblinks

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    Prof. Dr. Andrea Strübind, E-Mail: ; Dr. Carina Branković, E-Mail:

  • 033/26 9. April 2026 Veranstaltungsankündigung Auf der Suche nach einer gerechten Gesellschaftsordnung Institut für Geschichte lädt zu öffentlichen Vorträgen ins Landesmuseum Natur und Mensch

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    9. April 2026   033/26    Veranstaltungsankündigung

    Auf der Suche nach einer gerechten Gesellschaftsordnung

    Institut für Geschichte lädt zu öffentlichen Vorträgen ins Landesmuseum Natur und Mensch

    Oldenburg. Wird Gesellschaft heute als gerecht empfunden? Und welche Ideen von „gerechter Ordnung“ gab es eigentlich in der Vergangenheit, ob im Griechenland der Antike, im Zuge der Dekolonisierung Lateinamerikas oder im Schweden des 20. Jahrhunderts? Eine öffentliche Vortragsreihe des Instituts für Geschichte der Universität Oldenburg wirft ab Dienstag, 21. April, Schlaglichter auf unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit im Laufe der Zeit und in verschiedenen, überwiegend europäischen Regionen. Die Ringvorlesung im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg (Damm 38-46) soll, so Veranstalter und Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Etzemüller, ein Gefühl dafür geben, wie vielschichtig Entwürfe einer gerechten Ordnung sein konnten und sind – und welche Anstrengungen es braucht, um sie zu verwirklichen. Der Eintritt ist frei.

    Den Auftakt macht am Dienstag, 21. April, 18.15 Uhr, der Oldenburger Historiker Dr. habil. David Kuchenbuch mit dem Thema „Eine faire Weltkarte? Arno Peters und die Debatte über globale Gerechtigkeit seit den 1970er-Jahren“. Die weiteren Vortragstermine (jeweils dienstags ab 18.15 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums):

    5. Mai: „Adel und Bauern, Männer und Frauen, Christen und ‚Ketzer‘: Gerechtigkeit und soziale Ungleichheiten im Mittelalter“, Prof. Dr. Almut Höfert (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg);

    19. Mai: „‚Das Seine tun und sich nicht verzetteln‘. Gerechtigkeitsdebatten in Griechenland und Rom“, Prof. Dr. Michael Sommer (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg);

    2. Juni: „Gerechte Ordnung – Kritische Überlegungen auf dem Hintergrund Lateinamerikas: Von der Befreiung zur Dekolonisierung“, Prof. Dr. Ulrike Sallandt (Institut für evangelische Theologie und Religionspädagogik, Universität Oldenburg);

    16. Juni: „Der Bauernkrieg von 1525 – auf der Suche nach einer gerechten Ordnung?“, Prof. Dr. Gerd Schwerhoff (Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden);

    30. Juni: „Das schwedische ‚Volksheim‘. Wie Kapitalismus und Sozialstaat die gerechte Gesellschaft stiften sollten“, Prof. Dr. Thomas Etzemüller (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg).

    Weblinks

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    Prof. Dr. Thomas Etzemüller, E-Mail:

  • 032/26 1. April 2026 Veranstaltungsankündigung Film und Podiumsdiskussion zum Thema Endometriose Oldenburger Forschende starten Projekt zur Gendermedizin mit öffentlicher Veranstaltung

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    1. April 2026   032/26    Veranstaltungsankündigung

    Film und Podiumsdiskussion zum Thema Endometriose

    Oldenburger Forschende starten Projekt zur Gendermedizin mit öffentlicher Veranstaltung

    Oldenburg. Menschen mit Endometriose leiden unter chronischen, krampfartigen Bauchschmerzen – wucherndes Gewebe im Bauchraum ist dafür verantwortlich. Statt Unterstützung finden Hilfesuchende meist zunächst Unverständnis und warten oft jahrelang auf eine Diagnose. Jetzt startet das Forschungsprojekt „Leben mit Endometriose“ der Universitätsmedizin Oldenburg mit einer öffentlichen Veranstaltung. Am Montag, 13. April, zeigen die Forschenden des Departments für Versorgungsforschung ab 18.00 Uhr im Unikino Gegenlicht (Uhlhornsweg 49-55) den Dokumentarfilm „Below the Belt“, der von Endometriose betroffene Frauen begleitet. An dem Abend steht zudem das Oldenburger Forschungsprojekt im Mittelpunkt: In den kommenden Monaten und Jahren wollen die Forschenden nicht nur Mediziner*innen dazu befragen, welche Herausforderungen sie bei der Diagnose und Therapie von Endometriose sehen und mit welchen Einstellungen sie selbst der Krankheit begegnen. Die Forschenden geben auch den Personen, die mit Endometriose leben, eine Stimme – und zwar mit einem ungewöhnlichen, kunstbasierten Ansatz: Im Rahmen eines Keramikworkshops können Teilnehmende ihre Emotionen und Erfahrungen mit der Krankheit jenseits sprachlicher Formen ausdrücken. Die Kombination der verschiedenen Perspektiven soll Einblicke in die Machtverhältnisse und sozialen Ungerechtigkeiten im Gesundheitswesen gewähren.

    Im Anschluss an die Filmvorführung erwartet Besucher*innen eine Podiumsdiskussion. Über Endometriose und das gemeinsame Vorhaben sprechen Prof. Dr. Eduard Malik, Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Oldenburg, die Versorgungsforscherinnen Dr. Milena Kutzleben, Dr. Merle Weßel und Stefanie Beinert sowie die Bremer Keramikkünstlerin Laura Solar, die das Projekt künstlerisch begleitet. Sie beantworten auch Fragen aus dem Publikum.

    Tickets gibt es kostenlos unter l.uol.de/endometriose.

    Das Vorhaben „Living with Endometriosis – Testing an Arts-based Design for Health Services Research (LEAH)” zählt zu den Forschungsprojekten in der Gender- und Diversitätsmedizin, die das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung im Rahmen ihres gemeinsamen Programms zukunft.niedersachsen fördern.

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Milena von Kutzleben, Tel.: 0441/798-4540, E-Mail:

  • 031/26 31. März 2026 Veranstaltungsankündigung Mit fünf Sinnen durch das Vereinsleben des Oldenburger Turnerbundes Ausstellung „Ein Gefühl, das bleibt“ vom 15. bis 26. April
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    31. März 2026   031/26    Veranstaltungsankündigung

    Mit fünf Sinnen durch das Vereinsleben des Oldenburger Turnerbundes

    Ausstellung „Ein Gefühl, das bleibt“ vom 15. bis 26. April

    Oldenburg. Sehen, fühlen, riechen, hören, schmecken: In der Ausstellung „Ein Gefühl, das bleibt – Mit fünf Sinnen durch das Vereinsleben des Oldenburger Turnerbundes“ erleben Besucher*innen 167 Jahre OTB-Vereinsgeschichte auf interaktive Weise – vom 15. bis 26. April im Forum St. Peter in Oldenburg (Peterstraße 22-26). Öffnungszeiten sind mittwochs bis sonntags, jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung richtet sich sowohl an langjährige OTB-Vereinsmitglieder als auch an sonstige Interessierte aller Altersgruppen. Konzipiert haben die Ausstellung Studierende des Masterstudiengangs „Museum und Ausstellung“ an der Universität Oldenburg.

    Quietschende Turnschuhe auf dem Hallenboden, der besondere Geruch von Sportanlagen, feierliche Momente wie Ehrungen: Viele Menschen verbinden mit Sportvereinen besondere Erinnerungen. In der Ausstellung durchlaufen Besucher*innen Stationen, die verschiedene Sinne ansprechen. Sie können beispielsweise mit einem Hauch von Grünkohl auf der Zunge mehr über die regionale Wanderkultur erfahren oder sich mithilfe historischer Fotografien daran erinnern, wie früher Sportveranstaltungen abliefen. Auch in die Stadthistorie und persönliche Geschichten von Vereinsmitgliedern lässt sich eintauchen.

    Zusätzlich gibt es ein Begleitprogramm: So findet beispielsweise am Donnerstag, 16. April, von 15.00 bis 17.00 Uhr eine offene Führung durch die Ausstellung statt. Hartmut Peters vom GröschlerHaus – Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland/Wilhelmshaven wird am Samstag, 18. April, um 14 Uhr unter anderem über Salomon Mendelssohn sprechen, der eine wichtige Persönlichkeit für das frühe Turnwesen in Oldenburg war. Eine Führung und Diskussion speziell für FLINTA*, also Frauen, Lesben, Inter*, nicht-binäre*, trans* und Agender-Personen, läuft am Sonntag, 19. April, um 14 Uhr. Eine Führung durch das Archiv des Oldenburger Turnerbundes startet am Donnerstag, 23. April, um 16 Uhr, eine kuratorische Führung am Freitag, 24. April, um 14 Uhr. Treffpunkt ist jeweils der Eingang zur Ausstellung. Weitere Informationen zum Programm gibt es auch auf Instagram: @ausstellungsprojekt

    Die Ausstellung ist Teil des überregionalen Projekts „Sportstätten als Erinnerungsorte“ der Oldenburgischen Landschaft. Ziel ist es, die Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung von Sportstätten sichtbar zu machen und stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Gefördert wird das Projekt von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Niedersachsen und der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland.

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    Fit für die Museumsarbeit: In ihrer ersten eigenen Ausstellung haben sich Studierende des Masterstudiengangs „Museum und Ausstellung“ der Universität Oldenburg mit der Vereinsgeschichte des OTB auseinandergesetzt. Foto: Universität Oldenburg / Markus Hibbeler

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  • 030/26 27. März 2026 Veranstaltungsankündigung Uni-Bigband gibt Konzert im Wilhelm13
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    27. März 2026   030/26    Veranstaltungsankündigung

    Uni-Bigband gibt Konzert im Wilhelm13

    Oldenburg. Swing, Modern Jazz und lateinamerikanische Musik erklingen am Donnerstag, 16. April, um 20.00 Uhr, wenn die Uni-Bigband unter der Leitung von Christian Kappe im Wilhelm13 (Leo-Trepp-Straße 13, Oldenburg) auf der Bühne steht. In Form von Vocal- und Instrumentalarrangements zählen Titel von John Daversa, Bob Mintzer, Thad Jones und Dizzy Gillespie zu den Highlights des aktuellen Konzertprogramms. Der Eintritt ist frei.

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    Die Uni-Bigband unter der Leitung von Christian Kappe.

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    Christian Kappe, E-Mail:

  • 029/26 18. März 2026 Veranstaltungsankündigung Weibliche Rebellinnen? Online-Vortrag über Tradwives

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    18. März 2026   029/26    Veranstaltungsankündigung

    Weibliche Rebellinnen? Online-Vortrag über Tradwives

    Oldenburg. Rechte Frauen sind in den sozialen Medien auf vielfältige Weise präsent: etwa als „Tradwives“ und Lifestyle-Influencerinnen. Die ästhetisch perfektionierten Inszenierungen von Weiblichkeit, Natürlichkeit und Häuslichkeit nimmt die Frankfurter Soziologin Viktoria Rösch in einem Online-Vortrag am Dienstag, 31. März, genauer unter die Lupe. Die Veranstaltung der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften der Universität Oldenburg ist kostenlos und findet ab 18.00 Uhr über das Konferenzsystem BigBlueButton statt. Interessierte können sich bis Samstag, 28. März, online unter uol.de/p116736 anmelden.

    Rösch untersucht, wie die Akteurinnen traditionelle und moderne Rollenbilder miteinander verknüpfen, um politische Botschaften der extremen Rechten zu vermitteln. Dabei nimmt sie nicht nur klassische, unterwürfige Frauenfiguren in den Blick, sondern auch Strategien der Selbstermächtigung. Es wird deutlich, wie rechte Influencerinnen durch verschiedene Bild- und Erzählpolitiken eine „feminine rechte Gegenkultur“ entwickeln – übersteigerte Weiblichkeit, Protest, Intellektualität und rechte Ideologie vereinend. Rösch ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Frankfurt University of Applied Sciences sowie Mitglied im Netzwerk feministische Perspektiven und Interventionen gegen die extreme Rechte (femPi).

    Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt, in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB-Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabrück.

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    Dr. Claudia Czycholl, E-Mail:

  • 028/26 12. März 2026 Veranstaltungsankündigung Vortrag zum Mythos Neutralitätsgebot im Bildungskontext

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    12. März 2026   028/26    Veranstaltungsankündigung

    Vortrag zum Mythos Neutralitätsgebot im Bildungskontext

    Oldenburg. Mit welchen strategischen Funktionen ein „Neutralitätsgebot“ populär postuliert wird und welche Folgen das für die Bildungsarbeit haben kann, beleuchtet die Politikwissenschaftlerin Jana Sämann von der Universität Siegen in einem Vortrag - am Donnerstag, 26. März, um 18 Uhr im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3). Interessierte können sich bis Sonntag, 22. März 2026, über das Online-Formular der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften unter uol.de/p116798 anmelden. Die Veranstaltung ist kostenlos.

    Rechte Akteure wie die AFD stellen mit zunehmender Härte demokratisch positionierte Bildungspraxis in Frage. Oft beziehen diese sich auf das Einhalten des vermeintlichen „Neutralitätsgebots“: Lehrkräften an Schulen oder zivilgesellschaftlichen Akteur*innen werden Verstöße vorgeworfen und es wird mit Sanktionen gedroht – meist mit dem Ziel, politische Positionierungen und Praktiken politischer Bildung zu beschränken.

    Sämann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Politikwissenschaft - Didaktik der Sozialwissenschaft der Universität Siegen. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Politische Bildung in den Handlungsfeldern der Jugendarbeit sowie Anrufungen, Interventionen und Neutralitätsforderungen in der Jugendbildungsarbeit. Der Vortrag findet im Rahmen der Oldenburger Wochen gegen Rassismus (18.3. bis 27.3.) statt, in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen und der DGB-Region Weser-Ems.

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    Dr. Claudia Czycholl, E-Mail:

  • 027/26 5. März 2026 Veranstaltungsankündigung Spannende Einblicke in die Hirnforschung Forschende der Universität Oldenburg laden zu Veranstaltungen im Rahmen der Brain Awareness Week
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    5. März 2026   027/26    Veranstaltungsankündigung

    Spannende Einblicke in die Hirnforschung

    Forschende der Universität Oldenburg laden zu Veranstaltungen im Rahmen der Brain Awareness Week

    Oldenburg. Was passiert eigentlich in unserem Kopf, wenn wir uns zum Beispiel mit anderen unterhalten, Musik hören oder lernen? Die Prozesse, die meist ganz unbemerkt in unserem Gehirn ablaufen, faszinieren viele Menschen. Die Wissenschaftler*innen vom Department für Psychologie der Universität Oldenburg haben diese Faszination zu ihrem Beruf gemacht. Sie teilen jedes Jahr im Rahmen der weltweit stattfindenden Brain Awareness Week neueste Erkenntnisse der Hirnforschung in unterhaltsamen Veranstaltungen mit allen Interessierten.

    Ab 16. März lädt das Department zu drei Terminen, die im Zeichen der Hirnforschung stehen. Den Anfang macht die Hörforschung am Montag, 16. März, ab 18.30 Uhr, im Schlauen Haus (Schloßplatz 16, Oldenburg). Bei „Ohren auf!“ sprechen Prof. Dr. Christiane Thiel und Prof. Dr. Bernd T. Meyer, die beide im Oldenburger Exzellenzcluster Hearing4all.connects forschen, sowie Dr. Rüdiger Schönfeld, Ärztlicher Leiter des Hörzentrums Oldenburg, über Hör-Mythen rund um den Hörverlust, Tinnitus und moderne Hörgeräte. Sie erklären auch, welche Rolle das Gehirn beim Hören und Verstehen spielt und beantworten Fragen der Anwesenden.

    Ihr eigenes Wissen können Interessierte am Mittwoch, 18. März, ab 19.30 Uhr beim „Augesprochen! Brewing Minds Event“ in der Buddel Jungs Bar (Friedensplatz 2, Oldenburg) unter Beweis stellen. Neben Kurzvorträgen unter anderem des Neuropsychologen Prof. Dr. Martin Bleichner und der Neuropsychologin Dr. Mareike Daeglau fordern die Oldenburger Wissenschaftler*innen ihre Gäste auch beim Pub-Quiz heraus.

    Das Gehirn ist nicht nur für tägliche Höchstleistungen bekannt, sondern steht auch in Verbindung mit verschiedenen Erkrankungen – unter anderem dem Schlaganfall, der am Freitag, 20. März, ab 18.00 Uhr, beim Filmabend im Cine k (Bahnhofstr. 11, Oldenburg) im Mittelpunkt steht. Dort präsentieren Forschende der Universität und verschiedene Selbsthilfegruppen ihre Arbeit. Ab 18.30 Uhr ist ein aktueller Film des mdr zu sehen, der von einer Grundschullehrerin handelt, die einen Schlaganfall erleidet. Im Anschluss berichten Betroffene und Fachleute aus Medizin und Forschung in einer Paneldiskussion über ihre Erfahrungen. Zu den Diskutant*innen gehören Prof. Dr. Tania Zieschang, Direktorin der Universitätsklinik für Geriatrie, und Berbel Häseker, die als Betroffene die Selbsthilfegruppe „Schlaganfall & Hoffnung“ gegründet und 2024 den Motivationspreis der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe erhalten hat.

    Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Für „Ohren auf Hör-Mythen, Fakten und Ihre Fragen“ lassen sich Plätze online auf schlaues-haus.de reservieren. Auf cine-k.de sind kostenlose Tickets für die Filmvorstellung buchbar.

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    Unter dem Titel "Brewing Minds" laden die Hirnforschenden zu Kurzvorträgen und Pub-Quiz ein. Insgesamt drei Veranstaltungen finden in Oldenburg im Rahmen der Brain Awareness Week statt. Foto: Daniel Küppers

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  • 024/26 24. Februar 2026 Veranstaltungsankündigung Zwei Dialogkonzerte: Klaviertrios und ein Soloklavierabend

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    24. Februar 2026   024/26    Veranstaltungsankündigung

    Zwei Dialogkonzerte: Klaviertrios und ein Soloklavierabend

    Oldenburg. Die Reihe „Dialogkonzerte an der Universität Oldenburg“ wird im März mit zwei Konzerten fortgesetzt. Am Montag, 2. März, sind Klaviertrios von Maurice Ravel und Georgi Swiridow zu hören. Die Pianistin Olga Riazantceva-Schwarz, die Violinistin Aida López Borrego und die Cellistin Paula Sagastibelza aus Oldenburg und Bremen musizieren ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3, Oldenburg). Unter dem Titel „Im Schutzkreis der Klänge“ bringen sie Werke zu Gehör, die unter dem Eindruck des 1. und 2. Weltkriegs komponiert wurden. „Beide Werke geben dem Schönen und Hoffnungsvollen Raum, ohne die Trauer auszublenden“, betont Organisatorin Prof. Dr. Kadja Grönke vom Institut für Musik. Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO), der Dr. Hildegard Schnetkamp Stiftung sowie der Landessparkasse zu Oldenburg und der Oldenburger Volksbank. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Künstlerinnen-Honorare wird gebeten.

    Das Dialogkonzert am Dienstag, 17. März, steht unter der Überschrift „Wald und Bäume“. Im Forum St. Peter (Peterstraße 22 – 26, Oldenburg) spielt der Oldenburger Pianist und Klavierlehrer Faraz Forouzandeh ab 19.30 Uhr Klaviermusik von Robert Schumann, Edvard Grieg und Jean Sibelius sowie ein neues Werk des Oldenburger Komponisten Christoph J. Keller als Uraufführung. Die musikalischen Werke werden durch die Rezitation von Gedichten verbunden. Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der Dr. Hildegard Schnetkamp Stiftung sowie der Landessparkasse zu Oldenburg und der Oldenburger Volksbank. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für Klavierstimmung und Saalmiete wird gebeten.

    Weblinks

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    Prof. Dr. Kadja.Grönke, E-Mail: .

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  • 038/26 21. April 2026 Forschung Wie Turbulenzen auf Windkraftanlagen wirken Neue Methode beschreibt Belastungen für große Anlagen realistischer als bisher
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    21. April 2026   038/26    Forschung

    Wie Turbulenzen auf Windkraftanlagen wirken

    Neue Methode beschreibt Belastungen für große Anlagen realistischer als bisher

    Oldenburg. Windturbinen werden immer größer. Als Folge werden ihre Bauteile immer stärker belastet, etwa durch plötzliche Windböen und andere Turbulenzen. Einen wichtigen Fortschritt bei der Beschreibung dieser Lasten hat nun ein Team der Universität Oldenburg gemeinsam mit Partnern vom ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. und vom Hersteller Nordex erzielt. Die Forschenden um den Turbulenzexperten Prof. Dr. Joachim Peinke vom Zentrum für Windenergieforschung – Forwind beschreiben in drei Artikeln in der Fachzeitschrift Wind Energy Science ein neues Konzept, mit dem sich die mechanischen Kräfte auf Rotoren besser als mit bisherigen Standardmodellen beschreiben lassen. „Wir stellen damit ein potenzielles Werkzeug für Belastungsabschätzungen zur Verfügung, das bei der Planung und Auslegung von Windkraftanlagen zum Einsatz kommen kann“, erklärt Peinke.

    Die Rotorfläche einer Offshore-Windenergieanlage – also die kreisförmige Fläche, die von den Rotorblättern bei ihrer Umdrehung überstrichen wird – kann mittlerweile einen Durchmesser von mehr als 200 Metern erreichen. Bei Volllast erzeugen solche Windräder eine Leistung von 20 Megawatt – genug um 200.000 Personen mit Strom zu versorgen. Eine besondere Herausforderung des Größenwachstums besteht darin, dass sich die Anlagen und ihre Teile durch wechselnde Windkräfte ständig verbiegen. Diese Verformungen lassen das Material ermüden, wodurch Risse oder sogar Brüche entstehen können. „Bislang nehmen Hersteller der Einfachheit halber an, dass Böen immer gleichmäßig auf die gesamte Rotorfläche treffen“, erläutert Ko-Autor Jörg Schwarte von Nordex. Für kleinere Anlagen war diese Annahme ausreichend, doch bei größeren Windrädern spielen turbulente Windverhältnisse eine stärkere Rolle für den Verschleiß. Die neue Erkenntnis der aktuellen Kooperationsstudie: Plötzliche und auf kleine räumliche Bereiche konzentrierte Windböen sind der entscheidende Faktor für die Materialermüdung. Um Windkraftanlagen besser an diese Belastungen anpassen zu können, benötigen die Hersteller daher eine bessere mathematische Beschreibung des Windes und seiner Schwankungen über dem Rotor.

    Das Team schlägt nun in drei Publikationen ein neues Maß für die Wirkung lokaler Böen vor. Die Forschenden entwickelten eine Methode, um aus den aktuellen Windverhältnissen – Fachleute sprechen vom Windfeld – die Kraft auf die Rotorblätter zu errechnen. Die Belastung beschreiben sie anhand einer einfachen Größe, die sie als Druckschwerpunkt bezeichnen. „Ist die Windströmung gleichmäßig, liegt der Druckschwerpunkt genau in der Mitte der Rotorfläche“, erläutert Peinke. Wenn jedoch eine Windböe nur einen Teil der Rotorfläche erfasst, bewegt sich der Druckschwerpunkt vom Zentrum weg, wodurch sich die Rotorblätter dort stärker verbiegen und ein Drehmoment auf die Gondel der Anlage entsteht.

    Um das neue Lastkonzept zu entwickeln, nutzte das Team Messdaten von modernen Anlagen sowie detaillierte Winddaten aus den 1980er-Jahren, die damals von mehreren Messmasten im Zuge des GROWIAN-Projekts in Schleswig-Holstein aufgenommen worden waren. Anhand dieser Daten rekonstruierte Dr. Jan Friedrich von der Universität Oldenburg Windfelder über der Rotorfläche. Damit führten die Forschenden sogenannte aeroelastische Simulationen durch, bei denen sie die Windströmungen und die sich verbiegenden Windanlagen gleichzeitig berechneten.

    Anschließend belegten die Forschenden mit aufwendigen Strömungssimulationen, dass das Konstrukt des Druckschwerpunkts die tatsächlichen Belastungen der Anlage gut beschreibt. „Obwohl wir dafür den Hochleistungsrechencluster der Universität einsetzen konnten, lassen sich die Simulationen für große Anlagen nur für wenige Minuten detailliert berechnen“, berichtet Marcel Bock, Doktorand an der Universität Oldenburg und Erstautor eines der Fachartikel. In der dritten Arbeit erstellte ein Team um Peinke und die Doktorandin Daniela Moreno ein stochastisches Modell für den Druckschwerpunkt, das die Berechnungen vereinfacht und es Herstellern in Zukunft ermöglichen könnte, Langzeitsimulationen über mehrere Jahre durchzuführen.

    „Besonders starke Verbiegungen entstehen, wenn der Druckschwerpunkt in den Außenbereich der Rotorfläche kommt“, erklärt Dr. Carsten Schubert vom ICM. Solche heftigen Ereignisse, berichtet das Team, werden von den Kontrollsystemen aktueller Anlagen nicht erfasst und somit auch nicht abgemildert. Dies könnte dank der neuen Studien nun möglich werden. Auch für die Auslegung von Windkraftanlagen sind die Ergebnisse hilfreich, berichtet der Oldenburger Windforscher Dr. Matthias Wächter: „Die Hersteller schätzen alle zu erwarteten Verbiegungen des Materials während einer etwa 20- jährigen Laufzeit ab und planen dementsprechend das Material und die Materialstärke der Bauteile.“ Bislang bestanden dabei große Unsicherheiten – vor allem, weil sich die Windverhältnisse nicht genügend genau berechnen ließen. „Diese Unsicherheiten zu reduzieren, wäre ein großer Gewinn, da frühzeitige Ausfälle von Bauteilen einen großen Kostenfaktor der Windenergie darstellen“, sagt Ko-Autorin Gritt Pokriefke von Nordex. Neue, detaillierte Windmessungen finden aktuell im Forschungswindpark WiValdi an der Elbe statt, an dem ForWind beteiligt ist. 

    Die Veröffentlichungen sind größtenteils ein Ergebnis des Projekts PASTA (Präzise Auslegungsmethoden von komplex gekoppelten Schwingungssystemen moderner WEA in turbulenter Anregung), das vom Bundeswirtschaftsministerium über dreieinhalb Jahre gefördert und von Nordex koordiniert wurde.

    Originalveröffentlichungen:

    Carsten Schubert et al.: “Introduction of the Virtual Center of Wind Pressure for correlating large-scale turbulent structures and wind turbine loads”, Wind Energy Science, doi.org/10.5194/wes-11-1267-2026

    Daniela Moreno et al.: “From the center of wind pressure to loads on the wind turbine: a stochastic approach for the reconstruction of load signals”, Wind Energy Science 10, 2729–2754, 2025, doi.org/10.5194/wes-10-2729-2025

    Marcel Bock et al.: “Comparison of different simulation methods regarding loads, considering the centre of wind pressure”, Wind Energy Science, 11, 103–126, 2026, doi.org/10.5194/wes-11-103-2026

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    Turbulente Windverhältnisse sind ein entscheidender Faktor für die Materialermüdung von Windkraftanlagen. Mit einer neuen Methode lassen sich kleinräumige Belastungen nun besser mathematisch beschreiben. Foto: Jaroslaw Puczylowski

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  • 026/26 26. Februar 2026 Forschung Forschende entschlüsseln „Fingerabdruck“ eines Gendefekts, der Herzfehler verursacht Entdeckung ermöglicht eindeutige Diagnose und angepasste Therapien
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    26. Februar 2026   026/26    Forschung

    Forschende entschlüsseln „Fingerabdruck“ eines Gendefekts, der Herzfehler verursacht

    Entdeckung ermöglicht eindeutige Diagnose und angepasste Therapien

    Oldenburg. Von 100 Neugeborenen kommen ein bis zwei Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt – häufig bleibt die genaue Ursache dafür unklar. Die Humangenetikerinnen und -genetiker der Universitätsmedizin Oldenburg haben jetzt ein Verfahren vorgestellt, mit dem sie überprüfen können, ob ein Defekt am Gen NOTCH1 verantwortlich ist. Mit diesem Wissen können Ärztinnen und Ärzte zuverlässigere Diagnosen stellen und zielgerichtet geeignete Therapien entwickeln. Betroffene und Angehörige erhalten außerdem endlich Antwort auf die Frage, inwiefern der Herzfehler voraussichtlich vererbbar ist. Über die Forschungsergebnisse berichtet das Team um Prof. Dr. Marc-Phillip Hitz, Direktor des Universitätsinstituts für Medizinische Genetik am Klinikum Oldenburg, und der Laborleiter und Erstautor Dr. Gregor Dombrowsky in der Fachzeitschrift „Genome Medicine“.

    Die Suche nach der genauen Ursache für einen angeborenen Herzfehler gleicht häufig der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Der Mensch hat ungefähr 20.000 Gene. Jedes dieser Gene kann unterschiedliche Veränderungen tragen und längst nicht jede hat negative Auswirkungen. Häufig bilden auch mehrere gleichzeitig auftretende genetische Veränderungen zusammen die Ursache für einen Herzfehler. Kurz gesagt: Die Zahl der denkbaren Kombinationen ist riesig.

    Licht in dieses Dunkel bringen jetzt Oldenburger Forschende, die das Blut von fast 4.000 herzkranken Kindern molekulargenetisch untersucht haben. Ein Gen begegnete ihnen dabei immer wieder: NOTCH1. Es trägt den Bauplan für ein wichtiges Signalprotein, das eine führende Rolle dabei spielt, wie sich das Herz eines Embryos entwickelt. Ist der Bauplan verändert, arbeitet auch das auf ihm basierende Signalprotein nicht korrekt und stört den hochkomplexen molekulargenetischen Prozess der embryonalen Herzentwicklung. Dieser kleine Defekt führt zu einer Fehlerkaskade mit weitreichenden Folgen, die zum Beispiel zu angeborenen Herzfehlern führt. Obwohl NOTCH1-Veränderungen nur für ein Prozent aller angeborenen Herzfehler verantwortlich sind, gibt es kein anderes Gen, das häufiger Alleinverursacher für einen Herzfehler ist.

    „Von einigen Veränderungen dieses Gens war bereits bekannt, dass sie der Grund für einen angeborenen Herzfehler sind, auch weil andere Ursachen ausgeschlossen werden konnten. In der Praxis begegnen wir aber einer Vielzahl von zum Teil auch neuen NOTCH1-Veränderungen, von denen wir bisher nicht wissen, ob sie harmlos oder ursächlich sind“, erklärt Dombrowsky. „Wir haben deshalb einen Weg gesucht, mit dem wir auch sie einordnen können.“

    Wie Ermittler im Krimi machten sich die Forschenden auf die Suche nach Spuren, die bereits gut erforschte und schwerwiegende NOTCH1-Defekte in der Erbinformation von Betroffenen hinterlassen. Sie wussten: Der durch den Genfehler gestörte Signalprozess führt letztlich dazu, dass andere, eigentlich völlig intakte Gene nicht korrekt abgelesen werden. Methylgruppen heften sich an verschiedene Stellen der DNA und beeinflussen diesen Prozess bei Betroffenen. Fachleute sprechen von Methylierung.

    Die Oldenburger Forschenden fanden heraus: Mit hoher Übereinstimmung waren bei den Testpersonen mit unterschiedlichen NOTCH1-Veränderungen die gleichen Abschnitte im Erbgut von der veränderten Methylierung betroffen. „Dieses Muster der betroffenen DNA-Abschnitte ist wie ein Fingerabdruck, den nur eine krankheitsursächliche NOTCH1-Veränderung im Erbgut hinterlässt. Dieses Wissen kann zukünftig genutzt werden, um sicher zu diagnostizieren, ob eine Veränderung ursächlich für einen Herzfehler ist“, erklärt Dombrowsky.

    Originalpublikation: Dombrowsky et al.: “DNA methylation analysis of NOTCH1 variants reveals the first episignature for nonsyndromic congenital heart defects“,Genome Medicine, 7. Januar 2026, DOI: 10.1186/s13073-025-01587-6

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    Der Biochemiker und Molekularbiologe Gregor Dombrowsky ist Erstautor der in Genome Medicine erschienenen Studie. Foto: Universität Oldenburg / Markus Hibbeler

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    Marc-Phillip Hitz leitet das Universitätsinstitut für Medizinische Genetik der Universitätsmedizin Oldenburg. Foto: Universität Oldenburg / Markus Hibbeler

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    Kontakt

    Prof. Dr. Marc-Philip Hitz, Dr. Gregor Dombrowsky, Tel.: 0441/403-2408, E-Mail:

  • 025/26 26. Februar 2026 Studium und Lehre Universität Oldenburg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen der Mathematik und Naturwissenschaften
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    26. Februar 2026   025/26    Studium und Lehre

    Universität Oldenburg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen der Mathematik und Naturwissenschaften

    Oldenburg. In einer Feierstunde hat die Fakultät V – Mathematik und Naturwissenschaften der Universität Oldenburg kürzlich 658 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. Insgesamt erlangten 365 Bachelor- und 241 Masterstudierende im vergangenen Studienjahr ihren Abschluss. Außerdem verlieh die Fakultät 52 Promotionen. Rund 180 Absolventinnen und Absolventen nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen. Prof. Dr. Andrea Strübind, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität, hielt ein Grußwort. Prof. Dr. Helmut Hillebrand unterhielt die Teilnehmenden mit einem Vortrag zum Thema „You ain‘t seen nothing yet: Veränderungen der marinen Biodiversität“. Musikalisch begleitet wurde das Programm durch die studentische Soul- und Funkband des Instituts für Musik unter der Leitung von Stephan Schomaker.

    Im Rahmen der Feierstunde ehrte die Fakultät außerdem fünf Masterstudierende für ihre herausragenden Abschlussarbeiten. Ausgezeichnet wurden Marit Büsing (Institut für Chemie), Lars Burnus (Institut für Biologie und Umweltwissenschaften), Kristian Gjorgjieski (Institut für Physik), Noah Körner (Institut für Mathematik) und Helena Post (Institut für Chemie und Biologie des Meeres).

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    Rund 180 Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen. Foto: Universität Oldenburg / Marcus Windus

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    Geschäftsstelle der Fakultät V, Tel.: 0441/798-3443, E-Mail:

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