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Institut für Kunst und visuelle Kultur
 

Franziska von den Driesch

Anna Holzhauer

  • Das Bild zeigt eine frühere Spülmaschine von innen. Zu erkennen sind etwa bunte Kabel.

    Blick in eine ehemalige Spülmaschine: das Kunstwerk "Mensch vs. Natur" von Merle Störmann. Foto: "Mind the Gap"

  • Das Bild zeigt einen großen Haufen Erde in einem leeren Raum.

    Kunstwerk "Wurm": Timo Merten stellt einen Erdhügel in einer Art Laborsituation dar, der zentral im Raum platziert ist, sodass die Erde von allen Seiten betrachtet und beobachtet werden kann. Was verbirgt sich im Inneren und könnte es vielleicht in Erscheinung treten? Foto: "Mind the Gap"

  • "Spannend zu sehen, was mit leerstehenden Räumen passiert, wenn die Kunst sie übernimmt": der Eingang zur Ausstellung am Damm 46. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch

Mind the Gap: Studentische Kunst "im Dazwischen"

Dem Begriff der Nische haben sich 26 Kunststudierende im vergangenen Semester in Skulpturen und Fotografien genähert. Ihre künstlerischen Arbeiten sind noch bis zum 9. November in leerstehenden Museumsräumen zu sehen.

Dem Begriff der Nische haben sich 26 Kunststudierende im vergangenen Semester in Skulpturen und Fotografien genähert. Ihre künstlerischen Arbeiten sind noch bis zum 9. November in leerstehenden Räumen des Landesmuseums Natur und Mensch zu sehen.

„Mind the Gap – Künstlerisches Suchen im Dazwischen” ist der Titel der Ausstellung, die donnerstags zwischen 18.00 und 21.00 Uhr sowie samstags von 13.00 bis 17.00 Uhr in geführten Rundgängen zu besichtigen ist. Das Besondere: Leerstehende, unsanierte Räume des Landesmuseums Natur und Mensch dienten als Ausgangspunkt und Experimentierfeld.

„Es ist spannend zu sehen, was mit unseren leerstehenden Räumen passiert, wenn die Kunst sie übernimmt“, sagt die Direktorin des Landesmuseums Natur und Mensch, Dr. Ursula Warnke, die auch an der Universität lehrt. „Die Verbindung von Kunst mit unseren Themen hat hier im Haus spätestens mit den durch ein Künstlertrio gestalteten Dauerausstellungen einen festen Platz. Sie nimmt eine wichtige Funktion in der Kommunikation und Vermittlung ein.”

26 Studierende haben sich im Rahmen ihrer künstlerischen Arbeit ein Semester lang mit dem Spannungsfeld des Sichtbaren und Unsichtbaren, Versteckten und Prozesshaften auseinandergesetzt und sind weiteren Fragestellungen der architektonischen, ökologischen, gesellschaftlichen sowie künstlerischen Nischendefinition nachgegangen. „Anders als in der klassischen Bildhauerei wurde die Skulptur in diesen Arbeiten vom Raum aus gedacht und die Nische, der Hohl-, Um- und Zwischenraum in den Blick genommen und das Unsichtbare, Versteckte und Prozesshafte in den Vordergrund gerückt“, so Anna Holzhauer, Skulptur-Dozentin am Institut für Kunst und visuelle Kultur.

Fotografie-Dozentin Franziska von den Driesch ergänzt: „Auch die fotografischen Arbeiten nähern sich dem Begriff der Nische, der Lücke, des Zwischenraums von sehr unterschiedlichen Seiten. Die klassische dokumentarische Fotografie spielt hierbei ebenso eine Rolle wie experimentelle analoge und digitale Techniken. Die Fotografie wird hierbei nicht als ein reines Abbildungsmedium verstanden, sondern als vielschichtige Erzählform zwischen den Ebenen von Zeit und Wirklichkeit.“

So beschäftigte sich Alina Behrend mit der Ästhetik von Moorlandschaften, Aileen Castelli dokumentierte die Interieurs hochspezialisierter Fachgeschäfte sowie Nischenläden, und Mariele Dierks setzte die Idee des toten Winkels als interaktive Installation um.

Am 2. und 9. November laden Präsentationen beteiligter Studierender dazu ein, über die Kunstwerke ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils um 18.00 Uhr. Für die geführten Rundgänge donnerstags und samstags ist der Treffpunkt vor dem Gebäude (Damm 46). Der Eintritt ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

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(Stand: 23.04.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p82n8468
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