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Koordinationsstelle Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ)

Nadine Brandt

Karine von Bochmann

0441/798-3043

0441/798-3088

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Ammerländer Heerstr. 138
26129 Oldenburg

Gebäude V03, Raum M-3-321

 

Universitätsklinik für Urologie

Wo bist du eingesetzt und was sind deine Aufgabenbereiche?
Mein Einsatzbereich ist die Universitätsklinik für Urologie in Oldenburg. Hier begleite ich eine Studie zu der Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs. Die Urologie des Klinikums Oldenburg arbeitet mit einem neuen Verfahren zur Detektion von sogenannten Schildwächter-Lymphknoten mithilfe von Eisen-Nanopartikeln. Bei der „radikalen Prostatektomie und Sentinel-Lymphadenektomie“ werden den Patienten operativ die Prostata und einige Lymphknoten entnommen. Ich bin während der OP dafür zuständig, die herausgenommenen Lymphknoten zu dokumentieren, die Aktivität der Eisen-Nanopartikel mit einer magnetischen Sonde zu messen und die Präparate zu versorgen. Nach der Operation überführe ich die Daten in Excel-Tabellen. Dabei muss man sagen, dass mein Tagesablauf oft variiert, je nachdem ob und wann eine Operation eingeplant ist und wie lange sie dauert. Manchmal bekomme ich noch Aufgaben von Doktorand*innen, zum Beispiel bestimmte Daten herauszusuchen oder nachzutragen. Zusätzlich besuche ich mit anderen FWJlern einen Englisch Kurs der Universität, in dem wir unsere Sprachkenntnisse verbessern können.

Beispielhafter Tagesablauf

8:00 Uhr

Ich komme im Büro an und schaue im Computer nach, welche Operationen wann und wo anstehen.

8:30 Uhr

Ich werde vom Operationssaal angerufen und begebe mich dorthin.

8:40 Uhr

Ich bereite mich im Saal auf die OP vor, indem ich die Sonde vorbereite und alle benötigten Dokumente und Materialien hole.

9:00-11:30 Uhr

Ich dokumentiere die in vivo Messungen der Operateure und die Region der Lymphknoten, nehme die Präparate an und beschrifte sie, messe die Lymphknoten und die Prostata außerhalb des Körpers, dokumentiere alle Ergebnisse, verpacke die Proben für die Pathologie und desinfiziere am Schluss die Sonde.

11:30-12:00 Uhr

Mittagspause

12:00-16:30 Uhr

Ich gebe die Patientendaten und Ergebnisse der Operationen in den Computer ein. Gegebenenfalls stehen andere Aufgaben an, zum Beispiel das Eingeben von Daten für Doktorand*innen.

Warum hast du dich dazu entschieden ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr zu machen?
Nach dem Abitur war ich mir bei meiner Studienwahl unsicher. Ich interessiere mich sehr für die Medizin, wusste aber nicht zu 100 Prozent, ob der Beruf des Arztes das Richtige für mich ist. Das FWJ in der Urologie bietet mir eine optimale Berufsorientierung, da ich den Klinikalltag intensiv kennenlerne. Außerdem ist es eine praxisnahe Vorbereitung auf das wissenschaftliche Arbeiten, wie es auch im Studium auf einen zukommen wird. Dabei profitiert man von der Nähe zur Universität und den Studenten. Mein Ziel ist es also, das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr zur Studienorientierung zu nutzen, praktische Erfahrungen zu sammeln und einen Einblick in das Klinikum, die Universität und die Wissenschaft zu bekommen.

Was war dein Highlight bis jetzt?
Am spannendsten ist es, wenn ich bei einer Operation Haken halten darf. Wenn man mit am Operationstisch steht, hat man einen viel besseren Blick auf das Geschehen und die Operateure erklären einem gerne ihr Vorgehen. Ich hatte auch schon die Möglichkeit, bei anderen Operationen, wie zum Beispiel einer laparoskopischen Nephrektomie oder einer Circumcision, mitzuhelfen.

Wieso hast du dich für die Universität Oldenburg entschieden?
Ich habe mich sowohl in Oldenburg, als auch an der MHH Hannover beworben. Ich bin aber froh, an der Universität Oldenburg angenommen worden zu sein. Hier ist es mit neun FWJlern sehr familiär und man hat die anderen durch monatliche Seminare schon gut kennengelernt. Dabei ist der Freiwilligendienst bestens organisiert und einem wird bei Fragen direkt geholfen.

Was würdest du zukünftigen Freiwilligen mit auf den Weg geben?
Traut euch, Neues auszuprobieren, um mit mehr Erfahrungen aus diesem Jahr herauszugehen. Ich habe bei OP-Szenen im Film immer weggeschaut und mittlerweile sind Operationen ein fester Bestandteil meiner Arbeitswoche. Bei einem FWJ ist es auch wichtig, Interesse zu zeigen und motiviert an Aufgaben heranzugehen. Also fragt immer nach, wenn etwas unklar ist, oder ihr mehr über ein bestimmtes Thema erfahren wollt.

Paula Aust, FWJ 2018-2019

Webmaster (intrglhvern9get@uol.dnheg5) (Stand: 07.11.2019)