Kontakt

Presse & Kommunikation

+49 (0) 441 798-5446

Veranstaltungen

alle Veranstaltungen

Pressemitteilungen

Veranstaltungsankündigung

  • 045/26 5. Mai 2026 Veranstaltungsankündigung Lesung und Film zum Thema Deserteure

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    5. Mai 2026   045/26    Veranstaltungsankündigung

    Lesung und Film zum Thema Deserteure

    Oldenburg. Ist Desertieren ein mutiger Akt des Widerstandes oder ein Verrat an der Gemeinschaft? Diesen Konflikt beleuchten zwei Veranstaltungen im Mai, die die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften der Universität Oldenburg ausrichtet. Am Montag, 11. Mai, spannt der Autor Rolf Cantzen in einer Lesung einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum Ukraine-Krieg. Die Veranstaltung im Bibliothekssaal der Universität (Uhlhornsweg 49 – 55) ist kostenfrei und beginnt um 19.00 Uhr. Cantzen liest aus seinem Buch „Deserteure: Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht“, welches im vergangenen Jahr erschienen ist und sich den Entscheidungen hinter einer Desertion sowie den Reaktionen der Obrigkeit widmet. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Antimilitaristischen Bündnis Oldenburg, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dem Ökumenischen Zentrum und der ökumenischen Friedensbewegung Pax Christi durchgeführt.

    Am Montag, 18. Mai, ebenfalls um 19.00 Uhr, zeigt die Kooperationsstelle den 2025 erschienenen Dokumentarfilm „Die Strafdivision 999“. Der Film wird im griechischen Original mit deutschen Untertiteln im Bibliothekssaal der Universität gezeigt. Er erzählt die Geschichte deutscher Soldaten in einer Strafeinheit der Wehrmacht, die in Griechenland desertierten und auf Seiten des griechischen Widerstands kämpften. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit dem Historiker Dr. Gregor Kritidis von der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Die Veranstaltung wird vom Antimilitaristischen Bündnis Oldenburg und der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften gemeinsam mit Bildung und Solidarität – Stiftung der GEW Oldenburg-Stadt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen durchgeführt.

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Uwe Kröcher, E-Mail:

  • 042/26 30. April 2026 Veranstaltungsankündigung Musikalische Reise nach Rumänien: Dialogkonzerte im Mai und Juni Vielfältiges Begleitprogramm – Werke von Frauen stehen im Mittelpunkt

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    30. April 2026   042/26    Veranstaltungsankündigung

    Musikalische Reise nach Rumänien: Dialogkonzerte im Mai und Juni

    Vielfältiges Begleitprogramm – Werke von Frauen stehen im Mittelpunkt

    Oldenburg. Einen vielfältigen Einblick in das „Musikland Rumänien“ geben die nächsten „Dialogkonzerte an der Universität Oldenburg“ im Mai und Juni. Unter dem Titel „Hören im Kontext – Komponistinnen aus Rumänien“ stehen insbesondere Werke von Frauen aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert im Mittelpunkt.

    „Musik aus Rumänien führt in unserem Konzertleben ein Nischendasein. Das ist schade, weil die Musik dort einen ganz eigenen Weg gefunden hat: Die Einflüsse orthodoxer Klänge und mündlich überlieferter traditioneller Musik machen das Schaffen gerade von Komponistinnen der vergangenen 150 Jahre besonders spannend“, sagt Organisatorin Prof. Dr. Kadja Grönke vom Institut für Musik an der Universität Oldenburg.

    Vier Konzerte und mehrere informative Begleitveranstaltungen bieten Interessierten die Möglichkeit, niedrigschwellig und kompakt Hintergrundinformationen zum Musikland Rumänien zu erhalten. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei; Vorkenntnisse werden nicht erwartet.

    Die Konzerte starten am Mittwoch, 13. Mai, ab 20.00 Uhr im Großen Saal des Kulturzentrums PFL (Peterstraße 3) mit Werken für Violine und Klavier von Komponist*innen wie Béla Bartók und Violeta Dinescu, verbunden mit rumänischsprachiger Lyrik. Schon um 18.00 Uhr hält Kadja Grönke einen Einführungsvortrag zum „Musikland Rumänien“. Die Gastronomie „Café Ludwig No. 3“ im PFL hat geöffnet von 17 bis 20 Uhr.

    Die weiteren Konzerte:

    12. Juni: Ein Liederabend unter dem Motto „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden), besetzt durch Sopran, Alt, Cello und Klavier. Los geht es um 19.30 Uhr im Großen Saal (PFL).

    13. Juni: Oldenburger Schülerinnen und Schüler präsentieren um 19.30 Uhr in der Aula des Alten Gymnasiums Oldenburg (Theaterwall 11) Kammermusik und Improvisationen der in Oldenburg lebenden rumänischen Komponistin Violeta Dinescu. Beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ wurde diese Darbietung 2026 im Regional- und Landeswettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

    14. Juni: Gesang, Klaviermusik und Bild-Projektionen der rumänischen Komponistin Hélène de la Forêt. Ihr Zyklus „De nos oiseaux“ (Von unseren Vögeln) basiert auf der gleichnamigen Lyriksammlung des rumänischen Schriftstellers Tristan Tzara. Beginn ist um 17.00 Uhr im Großen Saal, PFL.  

    Ein begleitendes Programm für die interessierte Öffentlichkeit bietet zudem einen vertieften Austausch über ausgewählte Komponist*innen aus Rumänien an. Die Termine:

    11. Mai: Komponieren in Rumänien. Einführung und Überblick zum Gesamtprojekt „Hören im Kontext“. Beginn: 18.15 Uhr, im Seminarraum 6 des Kulturzentrums PFL (Peterstraße 3).

    12. Mai/ 8.,9.,10. Juni: Öffentliche Hör- und Gesprächsrunden zu George Enescu, Myriam Marbe, Violeta Dinescu und Adriana Hölszki. Jeweils um 18.15 Uhr im PFL-Seminarraum.

    13. Mai: Historisch orientierter Vortrag zum Musikland Rumänien. Los geht es um 18.00 Uhr im PFL-Vortragssaal.

    13. Juni: Workshop zur Musik Violeta Dinescus mit anschließendem gemeinsamem Improvisieren und Musizieren (auch ohne Instrumentalkenntnisse möglich) – von 11.00 bis 13.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr in der Aula des Alten Gymnasiums Oldenburg (Theaterwall 11). Anmeldung über .

    14. Juni: Podiumsdiskussion und öffentliches Abschlussgespräch zum Gesamtpaket „Hören im Kontext – Komponistinnen aus Rumänien“, gemeinsam mit Interpretinnen und Komponistinnen aus Rumänien. Im Anschluss an das Konzert, gegen 18.30 Uhr, PFL, Großer Saal.

    Das Rumänien-Projekt der „Dialogkonzerte an der Universität Oldenburg“ wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der Dr. Hildegard Schnetkamp Stiftung Oldenburg, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Oldenburger Volksbank.

    Weblinks

    Kontakt

    Prof. Dr. Kadja Grönke, E-Mail:

  • 041/26 29. April 2026 Veranstaltungsankündigung Online-Diskussion über Alternativen zum Auto Veranstaltung zum Buch „Ein VW-Arbeiter, eine Mobilitätsexpertin und ein Aktivist im Gespräch“

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    29. April 2026   041/26    Veranstaltungsankündigung

    Online-Diskussion über Alternativen zum Auto

    Veranstaltung zum Buch „Ein VW-Arbeiter, eine Mobilitätsexpertin und ein Aktivist im Gespräch“

    Oldenburg. Während manche Menschen eine Abkehr von motorisierten Fahrzeugen für unumgänglich halten, um die Welt ökologischer und sozialer zu machen, ist ein Leben ohne Autos für andere kaum vorstellbar – die Abhängigkeiten erscheinen zu groß. Eine Online-Diskussion, bei der diese unterschiedlichen Perspektiven aufeinandertreffen, findet am Dienstag, 12. Mai, um 18.00 Uhr statt. Die Veranstaltung der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften der Universität Oldenburg trägt den Titel „Welt ohne Autos – ein VW-Arbeiter, ein Aktivist und eine Mobilitätsexpertin im Gespräch“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich bis Sonntag, 10. Mai, online unter uol.de/kooperationsstelle/anmeldung-welt-ohne-auto anmelden.

    An dem Gespräch nehmen Thorsten Donnermeier, langjähriger Mitarbeiter bei VW und Mitglied der IG Metall, Tobi Rosswog, Aktivist und Mitinitiator verschiedener sozialer Bewegungen, und Katja Diehl, Mobilitätsexpertin und Bestseller-Autorin, teil. Moderiert wird das Gespräch von Kikan Nelle. Die Veranstaltung basiert auf dem im Dezember erschienenen Buch „Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand“ von Diehl, Donnermeier und Rosswog.

    Die Veranstaltung wird vom Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen durchgeführt.

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Uwe Kröcher, E-Mail:

  • 037/26 16. April 2026 Veranstaltungsankündigung Verbrannt und verbannt: Bücherverbote früher und heute Veranstaltung an der Universität anlässlich des Welttags des Buches am 23. April

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    16. April 2026   037/26    Veranstaltungsankündigung

    Verbrannt und verbannt: Bücherverbote früher und heute

    Veranstaltung an der Universität anlässlich des Welttags des Buches am 23. April

    Oldenburg. Mehr als 15.000 Bücher stehen mittlerweile in den USA auf dem Index, weil sie nicht in das Weltbild der Regierung oder einzelner Bundesstaaten passen. Anlässlich des Welttags des Buches am Donnerstag, 23. April, beleuchtet eine Veranstaltung im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg (Uhlhornsweg 49-55) diese Entwicklung. Los geht es um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

    Schauspieler*innen des Oldenburger Uni-Theaters OUT bringen Texte auf die Bühne, die einen Bogen schlagen von politischen Auseinandersetzungen der Weimarer Republik bis zum Recht auf Selbstbehauptung von Geschlecht und Körper. Schließlich hat politische Einflussnahme über Bücherverbote auch in Deutschland eine Vergangenheit. Die Bücherverbrennungen im Dritten Reich betrafen auch Werke etwa des Universitätsnamensgebers Carl von Ossietzky oder von Kurt Tucholsky. Heutige Bücherverbannungen in den USA, sogenannte „book bans“, betreffen häufig Werke, die sich mit Themen wie Rassismus, Queerness oder Gleichstellung auseinandersetzen.

    Die Veranstaltung trägt den Namen „Ban fascists – not books“ (deutsch: „Verbannt Faschisten – nicht Bücher“) und wird von der Universitätsbibliothek sowie dem Autonomen Schwulenreferat und dem Autonomen Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende im Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Oldenburg organisiert.

    Kontakt

    Dr. Oliver Schoenbeck, Tel.: 0441/798-4257, E-Mail:

  • 036/26 15. April 2026 Veranstaltungsankündigung Öffentliche Vortragsreihe an der Uni: 40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer Auftakt am 20. April in der Universitätsbibliothek

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    15. April 2026   036/26    Veranstaltungsankündigung

    Öffentliche Vortragsreihe an der Uni: 40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

    Auftakt am 20. April in der Universitätsbibliothek

    Oldenburg. Wie „wild“ ist das Wattenmeer, und wie wandelt es sich? Welchen Arten bietet es Schutz und Raum zur Entfaltung, und welche Erkenntnisse bringt der Blick auf Salzmarschen, Dünen und in die Lebenswelt unter Wasser? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Vortragsreihe, zu der die Universität Oldenburg und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer ab Montag, 20. April, gemeinsam einladen. Zum Auftakt referiert der Leiter der Nationalparkverwaltung, der Biologe Peter Südbeck, zum Thema „Nationalpark Wattenmeer. Wandel. Wildnis“, Beginn ist um 16.15 Uhr im Saal der Universitätsbibliothek auf dem Campus Haarentor (Uhlhornsweg 49-55). Die Reihe setzt die etwa 20-jährige Tradition des „Kolloquiums zur nachhaltigen Raumentwicklung“ an der Universität unter dem Dach des wissenschaftlichen Zentrums für Nachhaltigkeit TRUST@UOL fort („Center for Transformations and Sustainable Futures“), Veranstalter sind der Geograph Prof. Dr. Ingo Mose sowie Dr. Gregor Scheiffarth von der Nationalparkverwaltung. Der Eintritt ist frei. Die weiteren Termine (jeweils montags ab 16.15 Uhr im Bibliothekssaal):

    27. April: „Entfaltungsraum, Arche und lebendes Labor: Biodiversität im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, Dr. Benedikt Wiggering (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer);

    4. Mai: „Vögel, Visionen und Verhandlungen: Zur Geschichte und Entwicklung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer“, Dr. Anna-Katharina Wöbse (Universität Freiburg);

    11. Mai: „Perspektivwechsel: Der Blick aus der Biosphärenregion auf den Nationalpark“, Astrid Martin (Nationalparkverwaltung);

    18. Mai: „Zurück in die Zukunft: Salzmarschen und Renaturierung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, Dr. Stefanie Nolte (Nationalparkverwaltung)

    1. Juni: „Wenn Natur überrannt wird – Wie reagiert das Wattenmeer auf rasante Umweltveränderungen?“ Dr. Christian Buschbaum (Wattenmeerstation Sylt, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung);

    8. Juni: „Bewegung in der Düne: Räumliche und zeitliche Prägung eines dynamischen Lebensraums“, Dr. Maike Isermann (Nationalparkverwaltung);

    15. Juni: „Schutz und Erfassung der faszinierenden und fragilen Lebenswelt unter Wasser“, Dr. Jochen Krause (Bundesamt für Naturschutz);

    22. Juni: „Klimawandel im Wattenmeer zwischen Anpassung und Untergang“, Dr. Gregor Scheiffarth.

    Weblinks

    Kontakt

    Prof. Dr. Ingo Mose, E-Mail:

  • 035/26 10. April 2026 Veranstaltungsankündigung Pädagogikstudium für Menschen mit Migrationsgeschichte Infoveranstaltungen am 15. und 22. April

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    10. April 2026   035/26    Veranstaltungsankündigung

    Pädagogikstudium für Menschen mit Migrationsgeschichte

    Infoveranstaltungen am 15. und 22. April

    Oldenburg. Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten, die an eine pädagogische Vorbildung mit einem Studium anknüpfen möchten, können sich an der Universität Oldenburg für den Bachelor-Studiengang „Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft“ bewerben. Der Abschluss qualifiziert für Tätigkeiten in Sozialer Arbeit und Erziehung, Bildungs- und Jugendarbeit, Flüchtlings- und Schulsozialarbeit, in kulturellen Einrichtungen und bei der Arbeitsmarktintegration.

    Eine Informationsveranstaltung in Präsenz findet statt am Mittwoch, 15. April, um 16.00 Uhr auf dem Campus Haarentor (Uhlhornsweg 84, Gebäude A04, Raum 4-419). Interessierte können sich dort über Studieninhalte und Bewerbungsmodalitäten informieren, ebenso wie bei einem Online-Termin am Mittwoch, 22. April, um 11.00 Uhr. Anmeldungen zu beiden Veranstaltungen werden per E-Mail an erbeten.

    Die Fakultät I Bildungs- und Sozialwissenschaften bietet den Studiengang seit 2017 regelmäßig an. Der Einstieg ist in jedem Wintersemester möglich. Das zweijährige Studium vermittelt theoretische Kenntnisse und praktische Kompetenzen in den Bereichen Sozialpädagogik und Migrationspädagogik. Es knüpft dabei an die akademischen Ressourcen an, die die Studierenden in ihrem Herkunftsland erworben haben.

    Die Bewerberinnen und Bewerber müssen in ihrem Herkunftsland eine akademische Ausbildung in Pädagogik, Sozialpädagogik oder fachlich verwandten Bereichen begonnen oder abgeschlossen haben. Diese Studienleistungen werden angerechnet. Absolventinnen und Absolventen von sozialpädagogischen Weiterbildungen in Verbindung mit einem vorherigen Studium können sich ebenfalls bewerben.

    Weblinks

    Kontakt

    Gamze Keklik, Tel.: 0441/798-4051, E-Mail:

  • 034/26 10. April 2026 Veranstaltungsankündigung Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses startet: „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“ Kooperation von Universität und Jüdischer Gemeinde – Auftakt mit Rabbiner Netanel Olhoeft am 20. April

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    10. April 2026   034/26    Veranstaltungsankündigung

    Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses startet: „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“

    Kooperation von Universität und Jüdischer Gemeinde – Auftakt mit Rabbiner Netanel Olhoeft am 20. April

    Oldenburg. Wie entwickelte sich das Judentum nicht nur zu einer modernen Religion, sondern auch als Wiege einer vielfältigen Kultur? Dazu referiert Rabbiner Netanel Olhoeft am Montag, 20. April. Sein Vortrag unter dem Titel „Zwischen Tora und Derech Erez: Religiöse Normativität und kulturelle Produktivität in der jüdischen Tradition“ beginnt um 19.00 Uhr im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg (Leo-Trepp-Straße 15). Es wird um Anmeldung bis zum Donnerstag, 16. April, unter mit Namen und Adresse gebeten, ebenso darum, einen Personalausweis mitzubringen.

    Olhoeft ist Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Oldenburg. Er ist Studienkoordinator und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Abraham Joshua Heschel Seminar der Nathan Peter Levinson Stiftung, wo er die konservative Rabbinerausbildung betreut. Zuvor war er von 2020 bis 2024 wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstühlen für Talmud, Halacha und Ideengeschichte an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam.

    Die Veranstaltung bildet den Auftakt der neuen öffentlichen Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses „Das Judentum: Zivilisation ohne Grenzen“, zu der die Arbeitsstelle Interkulturelle Jüdische Studien an der Universität Oldenburg und die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg herzlich einladen. Bis ins kommende Jahr hinein widmet sich das Programm zahlreichen Aspekten der jüdischen Zivilisation, die über Epochen-, Länder- und Kulturgrenzen hinwegreicht. Interessierte erhalten so ein vielschichtiges Verständnis des Judentums. Olhoeft führt in das Thema ein und beleuchtet insbesondere, wie aus den geistig-literarischen Ressourcen jüdischer Denk- und Lebensart nicht nur Religion im modernen Sinne, sondern ein breites Spektrum kultureller Ausdrucksformen hervorgegangen ist und noch immer hervorgeht. Das vollständige Programm für 2026/27 ist auf der Homepage der Interkulturellen Jüdischen Studien und des Leo-Trepp-Lehrhauses zu finden:

    Weblinks

    Kontakt

    Prof. Dr. Andrea Strübind, E-Mail: ; Dr. Carina Branković, E-Mail:

  • 033/26 9. April 2026 Veranstaltungsankündigung Auf der Suche nach einer gerechten Gesellschaftsordnung Institut für Geschichte lädt zu öffentlichen Vorträgen ins Landesmuseum Natur und Mensch

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    9. April 2026   033/26    Veranstaltungsankündigung

    Auf der Suche nach einer gerechten Gesellschaftsordnung

    Institut für Geschichte lädt zu öffentlichen Vorträgen ins Landesmuseum Natur und Mensch

    Oldenburg. Wird Gesellschaft heute als gerecht empfunden? Und welche Ideen von „gerechter Ordnung“ gab es eigentlich in der Vergangenheit, ob im Griechenland der Antike, im Zuge der Dekolonisierung Lateinamerikas oder im Schweden des 20. Jahrhunderts? Eine öffentliche Vortragsreihe des Instituts für Geschichte der Universität Oldenburg wirft ab Dienstag, 21. April, Schlaglichter auf unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit im Laufe der Zeit und in verschiedenen, überwiegend europäischen Regionen. Die Ringvorlesung im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg (Damm 38-46) soll, so Veranstalter und Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Etzemüller, ein Gefühl dafür geben, wie vielschichtig Entwürfe einer gerechten Ordnung sein konnten und sind – und welche Anstrengungen es braucht, um sie zu verwirklichen. Der Eintritt ist frei.

    Den Auftakt macht am Dienstag, 21. April, 18.15 Uhr, der Oldenburger Historiker Dr. habil. David Kuchenbuch mit dem Thema „Eine faire Weltkarte? Arno Peters und die Debatte über globale Gerechtigkeit seit den 1970er-Jahren“. Die weiteren Vortragstermine (jeweils dienstags ab 18.15 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums):

    5. Mai: „Adel und Bauern, Männer und Frauen, Christen und ‚Ketzer‘: Gerechtigkeit und soziale Ungleichheiten im Mittelalter“, Prof. Dr. Almut Höfert (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg);

    19. Mai: „‚Das Seine tun und sich nicht verzetteln‘. Gerechtigkeitsdebatten in Griechenland und Rom“, Prof. Dr. Michael Sommer (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg);

    2. Juni: „Gerechte Ordnung – Kritische Überlegungen auf dem Hintergrund Lateinamerikas: Von der Befreiung zur Dekolonisierung“, Prof. Dr. Ulrike Sallandt (Institut für evangelische Theologie und Religionspädagogik, Universität Oldenburg);

    16. Juni: „Der Bauernkrieg von 1525 – auf der Suche nach einer gerechten Ordnung?“, Prof. Dr. Gerd Schwerhoff (Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden);

    30. Juni: „Das schwedische ‚Volksheim‘. Wie Kapitalismus und Sozialstaat die gerechte Gesellschaft stiften sollten“, Prof. Dr. Thomas Etzemüller (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg).

    Weblinks

    Kontakt

    Prof. Dr. Thomas Etzemüller, E-Mail:

  • 032/26 1. April 2026 Veranstaltungsankündigung Film und Podiumsdiskussion zum Thema Endometriose Oldenburger Forschende starten Projekt zur Gendermedizin mit öffentlicher Veranstaltung

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    1. April 2026   032/26    Veranstaltungsankündigung

    Film und Podiumsdiskussion zum Thema Endometriose

    Oldenburger Forschende starten Projekt zur Gendermedizin mit öffentlicher Veranstaltung

    Oldenburg. Menschen mit Endometriose leiden unter chronischen, krampfartigen Bauchschmerzen – wucherndes Gewebe im Bauchraum ist dafür verantwortlich. Statt Unterstützung finden Hilfesuchende meist zunächst Unverständnis und warten oft jahrelang auf eine Diagnose. Jetzt startet das Forschungsprojekt „Leben mit Endometriose“ der Universitätsmedizin Oldenburg mit einer öffentlichen Veranstaltung. Am Montag, 13. April, zeigen die Forschenden des Departments für Versorgungsforschung ab 18.00 Uhr im Unikino Gegenlicht (Uhlhornsweg 49-55) den Dokumentarfilm „Below the Belt“, der von Endometriose betroffene Frauen begleitet. An dem Abend steht zudem das Oldenburger Forschungsprojekt im Mittelpunkt: In den kommenden Monaten und Jahren wollen die Forschenden nicht nur Mediziner*innen dazu befragen, welche Herausforderungen sie bei der Diagnose und Therapie von Endometriose sehen und mit welchen Einstellungen sie selbst der Krankheit begegnen. Die Forschenden geben auch den Personen, die mit Endometriose leben, eine Stimme – und zwar mit einem ungewöhnlichen, kunstbasierten Ansatz: Im Rahmen eines Keramikworkshops können Teilnehmende ihre Emotionen und Erfahrungen mit der Krankheit jenseits sprachlicher Formen ausdrücken. Die Kombination der verschiedenen Perspektiven soll Einblicke in die Machtverhältnisse und sozialen Ungerechtigkeiten im Gesundheitswesen gewähren.

    Im Anschluss an die Filmvorführung erwartet Besucher*innen eine Podiumsdiskussion. Über Endometriose und das gemeinsame Vorhaben sprechen Prof. Dr. Eduard Malik, Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Oldenburg, die Versorgungsforscherinnen Dr. Milena Kutzleben, Dr. Merle Weßel und Stefanie Beinert sowie die Bremer Keramikkünstlerin Laura Solar, die das Projekt künstlerisch begleitet. Sie beantworten auch Fragen aus dem Publikum.

    Tickets gibt es kostenlos unter l.uol.de/endometriose.

    Das Vorhaben „Living with Endometriosis – Testing an Arts-based Design for Health Services Research (LEAH)” zählt zu den Forschungsprojekten in der Gender- und Diversitätsmedizin, die das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung im Rahmen ihres gemeinsamen Programms zukunft.niedersachsen fördern.

    Weblinks

    Kontakt

    Dr. Milena von Kutzleben, Tel.: 0441/798-4540, E-Mail:

Verschiedene

  • 046/26 13. Mai 2026 Forschung / Hochschulpolitik Lehramt studieren? Uni lädt am 4. Juni zu Schnuppertag ein Einblick in Lehramtsstudium für alle Schulformen und Veranstaltungen in 25 Fächern – Anmeldung bis 1. Juni
    PM-Foto PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    13. Mai 2026   046/26    Forschung / Hochschulpolitik

    Lehramt studieren? Uni lädt am 4. Juni zu Schnuppertag ein

    Einblick in Lehramtsstudium für alle Schulformen und Veranstaltungen in 25 Fächern – Anmeldung bis 1. Juni

    Oldenburg. Wer sich für ein Lehramtsstudium interessiert, kann am Donnerstag, 4. Juni, einen Tag lang die vielfältigen Möglichkeiten an der Universität Oldenburg kennenlernen und von 9.00 bis 17.00 Uhr ins Campus-Leben eintauchen. Den Schnuppertag strukturieren eine morgendliche Campusführung am Standort Haarentor, ein mittäglicher Kurzvortrag zum Lehramtsstudium mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen in der Uni-Mensa und als Schlusspunkt eine Talkrunde mit Lehramtsstudierenden, die aus ihrem Studienalltag berichten. Dazwischen haben Teilnehmende sowohl vormittags als auch nachmittags jeweils die Möglichkeit, ein Uni-Seminar oder eine Vorlesung nach Wahl aus 25 Fächern von A wie Anglistik/Englisch bis W wie Wirtschaft zu besuchen. Interessierte können sich bis Montag, 1. Juni, online anmelden unter l.uol.de/schnuppertag-lehramt.

    Zudem stellen die Oldenburger Lehr-Lern-Räume „ChemOL“, „physiXS“ und „Grüne Schule“ die Studienfächer Chemie, Physik und Biologie näher vor und zeigen, wie Lehramtsstudierende an diesen Orten früh mit Schüler*innen in Kontakt kommen. Daneben verfügt die Universität in acht weiteren Fächern über Lehr-Lern-Räume, die zum Praxisbezug des Studiums und zur Reflektion über das Lernen und Unterrichten beitragen. 

    Den ersten Schnuppertag Lehramt organisiert die Zentrale Studien- und Karriereberatung (ZSKB) in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum (DiZ) der Universität. Die Teilnehmenden lernen den Campus Haarentor kennen sowie die Geschäftsstelle des Didaktischen Zentrums. Sowohl bei der Campusführung als auch beim Mittagessen mit Ansprechpersonen aus dem Kreis von DiZ und ZSKB sowie bei der abschließenden Talkrunde mit Studierenden ist Raum für individuelle Fragen.

    Oldenburg ist die einzige Universität in Niedersachsen, die – forschungsbasiert, praxisnah und international vernetzt – in insgesamt 28 Fächern für das Lehramt an sämtlichen Schulformen ausbildet. Gut 41 Prozent der Oldenburger Studierenden streben das Lehramt an, und von den Masterabschlüssen entfallen sogar fast 51 Prozent auf den „Master of Education“. Schon bei Uni-Gründung 1973 blickte die Oldenburger Lehrkräftebildung auf eine 180-jährige Tradition zurück, zuletzt an der Pädagogischen Hochschule, die in der Universität aufging und von der einige modernisierte Gebäude noch heute auf dem Campus im Stadtteil Haarentor zu finden sind.

    Weblinks

    Bilder

      

    In den Oldenburger Lehr-Lern-Räumen (OLELA) kommen künftige Lehrkräfte schon früh im Studium in Kontakt mit Schüler*innen - wie in der „Ethik-Werkstatt" (hier bei einem Tag der offenen Tür der OLELA 2023). Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt

    [Bild herunterladen]

     
      

    Das Schülerinnenlabor ChemOL (hier Experimente am Entdeckerinnentag auf dem Campus Wechloy 2024) zählt zu den drei Lehr-Lern-Räumen, die sich unter anderem beim ersten Schnuppertag Lehramt beteiligen und Studieninteressierten praktische Einblicke in ein Studium an der Universität Oldenburg bieten. Foto: Universität Oldenburg / Matthias Knust

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Miriam Savoca, ZSKB, ; Dr. Verena Niesel, DiZ,

  • 044/26 4. Mai 2026 Forschung KI für mehr Verkehrssicherheit Prototypisches Sensorsystem zur Detektion von Radfahrenden – Projekt BikeDetect präsentiert Ergebnisse
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    4. Mai 2026   044/26    Forschung

    KI für mehr Verkehrssicherheit

    Prototypisches Sensorsystem zur Detektion von Radfahrenden – Projekt BikeDetect präsentiert Ergebnisse

    Oldenburg. Ein intelligentes Assistenzsystem für Autos und Lastwagen, das Radfahrende erkennt, den Abstand zu ihnen misst und bei Gefahr aktiv ein Warnsignal abgibt, könnte den Fahrradverkehr in Zukunft sicherer machen. Den Grundstein dafür hat das Forschungsprojekt BikeDetect an der Universität Oldenburg unter Leitung des Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Jorge Marx Gómez gelegt. In den vergangenen 18 Monaten hat das Team in einer Machbarkeitsstudie den Prototypen eines solchen Systems entwickelt und im Stadtverkehr in Osnabrück erfolgreich getestet. Beteiligt waren die iotec GmbH aus Osnabrück und die Stadt Osnabrück als assoziierter Praxispartner. Jetzt legten die Forschenden die Ergebnisse vor.

    Hauptziel des Projektes war es, ein prototypisches Sensorsystem zu entwickeln, dass Radfahrende im Straßenverkehr zuverlässig erkennen kann – auch mit kostengünstigen und nicht-kamerabasierten Sensoren. Das Team testete für die Abstandsmessung Ultraschall-, Radar- und optische Verfahren. Zum Erkennen von Personen auf einem Fahrrad setzten sie Lidar-Systeme, 3D-Kameras und Wärmemessungen ein. Auf Basis der Daten entwickelte das Team mehrere KI-Modelle, um die Radfahrerinnen und Radfahrer in der Nähe eines Fahrzeugs zu identifizieren. „Wir konnten zeigen, dass ein derartiges Assistenzsystem grundsätzlich funktioniert, auch wenn wir in dieser Machbarkeitsstudie nur begrenzte Datenmengen erheben konnten“, erklärt der Projektleiter Johannes Schering von der Universität Oldenburg.

    Das Projektteam führte zunächst Tests im Labor und auf einem Parkplatz durch, um einen passenden Versuchsaufbau zu entwickeln. Im Oktober fand ein zweitägiger Feldtest im realen Straßenverkehr in Osnabrück statt, bei dem auch Daten zum Training der KI-Systeme erhoben wurden. Dafür montierte das Team einen Metallarm mit den ausgewählten Sensoren an der Beifahrerseite eines Autos. Mit diesem Testfahrzeug fuhr das Team mehrfach einen 22 Kilometer langen Kurs im Osnabrücker Stadtgebiet ab, der in enger Abstimmung mit der Stadt Osnabrück konzipiert worden war. Auf der Strecke liegen unterschiedliche Arten von Radwegen, etwa Schutzstreifen auf der Fahrbahn, Radfahrspuren und Fahrradstraßen. Außerdem sind Verkehrsstärken und der Anteil des Radverkehrs auf den verschiedenen Streckenabschnitten sehr unterschiedlich.

    Die Projektergebnisse zeigten, dass KI-Modelle auf Basis von Videodaten Radfahrende im Straßenverkehr recht zuverlässig erkennen können. „Fehleranfällig waren die Systeme vor allem, wenn die Radfahrenden in einer Gruppe fuhren oder von Bäumen verdeckt waren, oder wenn die Abstände zwischen Auto und Fahrrad sehr groß oder sehr gering waren“, berichtet Schering.  Die Forschenden wiesen zudem nach, dass sich die Zuverlässigkeit der KI-Modelle durch ein Training mit zusätzlichen Daten etwa von Wärmesensoren weiter erhöhen lässt. Unter den Sensoren zur Abstandsmessung wiesen aus Sicht des Teams ein 360-Grad-Lidar-System, das die Umgebung mit Laserstrahlen scannt, sowie ein Radarsensor das größte Potenzial auf. Die Daten des Ultraschallsensors waren hingegen nicht verwertbar.

    Das Team stellte zudem fest, dass die Zuverlässigkeit des Systems von den Umweltbedingungen abhing, etwa vom Wetter oder von der Helligkeit. Zudem beeinflusste die Frage, ob das Testauto fuhr oder etwa an einer Ampel stand, die Qualität des Ergebnisses. „In einem späteren Assistenzsystem sollten unterschiedliche KI-Modelle eingesetzt werden, die an verschiedene Umweltbedingungen oder Verkehrssituationen angepasst sind“, betont Schering.

    Für die Stadt Osnabrück lieferten die Daten erste Hinweise auf mögliche neuralgische Punkte, an denen es zu besonders vielen Überholvorgängen zwischen Autos und Fahrrädern kommt oder an denen die vorgeschriebenen Abstände aufgrund der Verkehrsführung nur knapp eingehalten werden können. Für Magdalena Knappik, Sachgebietsleitung Stadt- und Regionalentwicklung, hat sich das Engagement bewährt: „Grundlagenforschung wie BikeDetect braucht reale Bedingungen – und wir konnten sie liefern.“ Projekte wie dieses zeigten, welches Potenzial datengestützte Ansätze für Städte hätten – sowohl für die Verkehrssicherheit als auch für eine breitere Datenbasis im Bereich Smart City. Die Ergebnisse böten nun Ansätze für weitere Forschung und Entwicklung.

    BikeDetect wurde vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) in der Innovationsinitiative mFUND gefördert. Das Programm besteht seit 2016 und fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Innovationen für die Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung offener Daten.

    Weblinks

    Bilder

      

    Im Projekt BikeDetect führte das Team mit einem prototypischen Sensorsystem Feldtests in Osnabrück durch. Foto: BikeDetect / Johannes Schering

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Prof. Dr. Jorge Marx Gómez, Tel.: 0441/798-4470, E-Mail:

    Pressekontakt Stadt Osnabrück: Constantin Binder, Tel.: 0541/323-4556, E-Mail:

  • 043/26 30. April 2026 Forschung Gemeinsam forschen zur Demokratie Forschende aus den Niederlanden, Italien und Argentinien an der Universität Oldenburg zu Gast

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    30. April 2026   043/26    Forschung

    Gemeinsam forschen zur Demokratie

    Forschende aus den Niederlanden, Italien und Argentinien an der Universität Oldenburg zu Gast

    Oldenburg. Das Thema Demokratie beschäftigt drei herausragende internationale Forschende, die in den kommenden Monaten an der Universität Oldenburg zu Gast sind. Gemeinsam mit Oldenburger Forschenden aus der Germanistik, Philosophie und den Sozialwissenschaften gehen sie bis Ende September unterschiedlichen Fragen nach. In ihren Vorhaben geht es etwa darum, wie sich Grenzkontrollen auf die deutsch-niederländischen Beziehungen auswirken, welche Rolle Kunst und Kultur in demokratischen Gesellschaften spielt, und wie kulturelle Codes in Deutschland und den USA unter Druck geraten. Als sogenannte Hannah Arendt Fellows erhalten die Forschenden Stipendien aus einem neu eingerichteten niedersächsischen Programm für die Geistes- und Sozialwissenschaften.

    „Die Hannah Arendt Fellows und ihre Gastgeberinnen und Gastgeber widmen sich dem Thema Demokratie auf ganz unterschiedliche Weise und tragen im Sinne des Selbstverständnisses unserer Universität dazu bei, Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung zu betreiben“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder. „Wir freuen uns, gleich drei von landesweit zehn Fellows bei uns zu begrüßen.“ Mit dem neuen Stipendienprogramm stärke das Land Niedersachsen den internationalen wissenschaftlichen Austausch. „Als Universität, die ein Hannah Arendt-Archiv beherbergt, sind wir stolz, diesen Austausch mitzugestalten.“

    Über die Fellows:

    Prof. Dr. Marije Michel, Hochschullehrerin für Zweitsprachenerwerb an der Universität Groningen, richtet ihren Blick auf die deutsch-niederländische Grenzregion. Gemeinsam mit ihrer Oldenburger Gastgeberin Prof. Dr. Juliana Goschler vom Institut für Germanistik untersucht sie in den kommenden Monaten, wie sich das Wiedereinführen von Grenzkontrollen zwischen Deutschland und den Niederlanden auf die Interessen und Haltung der Menschen zueinander auswirkt und was dies für die demokratischen Werte in Europa bedeutet. Dafür wollen die Forschenden unter anderem Menschen interviewen, die regelmäßig die Grenze zwischen der Region Groningen und Ostfriesland überqueren.

    Um die Rolle von Kunst und Kultur in demokratischen Gesellschaften geht es in dem Vorhaben von Dr. Mateo Belgrano, Philosoph an der Pontificia Universidad Católica, Argentinien. Gemeinsam mit Prof. Dr. Gesa Wellmann, Juniorprofessorin für Geschichte der Philosophie in Oldenburg, vergleicht Belgrano unter anderem die Positionen von der politischen Theoretikerin Hannah Arendt und der belgischen Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe mit Blick auf die Bedeutung von Kunst und Kultur für Demokratien. Zudem analysiert der Forscher die Rolle der Vorstellungskraft als Grundlage für das Verständnis von Kunst in einer Demokratie.

    Der Soziologe Dr. Jason Mast, ehemals Universität Trient, Italien, befasst sich mit der Zukunft der Demokratie. Mast und der Oldenburger Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Sebastian Schnettler gehen von der These aus, dass derzeit in den USA und in Deutschland kulturelle Annahmen über Demokratie auf den Kopf gestellt werden. Sie wollen in den kommenden Monaten untersuchen, wie groß die damit einhergehenden Herausforderungen in beiden Ländern sind. Dabei beschäftigen sich mit sogenannten kulturellen Codes, also unsichtbaren Regeln oder Werten, die das Handeln und Denken von gesellschaftlichen Gruppen in beiden Ländern prägen.  

    Über die Hannah Arendt Fellowships

    Die Hannah Arendt Fellowships werden von der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen koordiniert. Das Stipendienprogramm ermöglicht jährlich bis zu zehn herausragenden internationalen Forschenden aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften ein eigenes wissenschaftlichen Projekt während eines sechsmonatigen Aufenthalts an einer niedersächsischen Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung durchzuführen. Die Fellows forschen jeweils im Tandem mit einer wissenschaftlichen Ansprechperson vor Ort und sind aktiv in das akademische Umfeld der aufnehmenden Institution eingebunden. Die Auswahl der Fellows erfolgte durch ein unabhängiges, international besetztes Expertengremium. Die Förderung erfolgt im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem gemeinsamen Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.

    Weblinks

    Kontakt

    Prof. Dr. Juliana Goschler, E-Mail:

    Prof. Dr. Gesa Wellmann, E-Mail:  

    Prof. Dr. Sebastian Schnettler, E-Mail:

  • 040/26 27. April 2026 Studium und Lehre Universität Oldenburg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen der Human- und Gesellschaftswissenschaften
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    27. April 2026   040/26    Studium und Lehre

    Universität Oldenburg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen der Human- und Gesellschaftswissenschaften

    Oldenburg. In einer Feierstunde hat die Fakultät IV – Human- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Oldenburg 239 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. Insgesamt erlangten 197 Bachelor- und 31 Masterstudierende im vergangenen Studienjahr ihren Abschluss. Außerdem verlieh die Fakultät acht Promotionen sowie drei Habilitationen. Rund 98 Teilnehmer*innen nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen. Auszeichnungen für ihre herausragenden Masterarbeiten erhielten Mareike Duin (Institut für Theologie und Religionswissenschaften), Hauke Weber (Institut für Geschichte), Janne Lenk (Institut für Philosophie) und Louisa Andräß (Institut für Sportwissenschaft).  

    Weblinks

    Bilder

      

    Die Absolventinnen und Absolventen der Fakultät IV – Human- und Gesellschaftswissenschaften.
    Foto: Universität Oldenburg / Markus Hibbeler

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Beate Clausing, Tel.: 0441/798-2954, E-Mail:

  • 039/26 27. April 2026 Forschung / Hochschulpolitik Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau für Oldenburger Tiernavigationsforschung Weltweit einzigartiges Forschungsgebäude „NaviGate“
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    27. April 2026   039/26    Forschung / Hochschulpolitik

    Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau für Oldenburger Tiernavigationsforschung

    Weltweit einzigartiges Forschungsgebäude „NaviGate“

    Oldenburg. In seiner aktuellen Empfehlung zur Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen hat der Wissenschaftsrat (WR) den Neubau des Forschungsbaus „NaviGate“ an der Universität Oldenburg befürwortet. Der Antrag entstand unter Federführung des Oldenburger Biologen und Tiernavigations-Experten Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Sprecher des Exzellenzclusters „NaviSense“ und des Sonderforschungsbereichs (SFB) „Magnetrezeption und Navigation in Vertebraten“. Der Wissenschaftsrat stufte das Vorhaben als „herausragend“ ein.

    „Mit dem Forschungsbau NaviGate heben wir die exzellente Forschung der Universität Oldenburg im Bereich Tiernavigation auf eine neue Stufe. Das geplante Gebäude bietet weltweit einzigartige Bedingungen, um sich aktuellen und zukünftigen Fragestellungen aus Tiernavigationsforschung, Sinnesbiologie und Neurosensorik zu widmen“, erklärte Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder. Auch für den Naturschutz werde die Arbeit in dem Forschungsbau wichtige Erkenntnisse hervorbringen. Dabei gehe es beispielsweise um anthropogene und umweltbedingte Stressfaktoren, die die Navigation und Ökologie wandernder Tiere beeinflussen.

    Eine der eindrucksvollsten Verhaltensleistungen von Tieren wie Zugvögeln und Insekten ist es, über enorme Entfernungen hinweg ihr Ziel mit höchster Genauigkeit anzusteuern. Viele Aspekte dieser erstaunlichen Wanderungen sind bislang kaum verstanden. „In den vergangenen Jahren konnten wir zeigen, dass Tiere gleichzeitig verschiedene Sinnesreize nutzen, um präzise zu navigieren. Wie diese Hinweise kombiniert werden, blieb mangels geeigneter Forschungsinfrastruktur bislang ungeklärt. ‚NaviGate‘ wird Forschenden weltweit erstmals die Möglichkeit bieten, navigierenden Tieren eine genau kontrollierbare virtuelle Realität in allen sechs Sinnesdimensionen zu präsentieren“, betont Mouritsen.

    Der vom Wissenschaftsrat anerkannte Förderhöchstbetrag für Forschungsbau und Großgeräte liegt bei rund 99 Millionen Euro. Herzstück des Neubaus mit rund 2.800 Quadratmetern Nutzfläche ist eine Kuppel mit einem Durchmesser von 18 Metern, in der das Navigationsverhalten von beispielsweise Insekten, Vögeln, Fischen und Mikroorganismen unter naturgetreuen Bedingungen untersucht werden kann. Im Inneren dieses „Nichtmagnetischen Multisensorischen Virtual Reality-Dome“ (NMVR-Dome) wird es möglich sein, verschiedene Magnetfelder zu generieren oder Störungen wie Elektrosmog und Lichtverschmutzung zu simulieren. Der Raum wird mit laserbasierten Projektoren ausgestattet, wie sie in Planetarien verwendet werden. Diese Geräte können nicht nur den Sternenhimmel, sondern auch spezielle visuelle Stimuli oder realistische Szenen an die Kuppel projizieren. Die gesamte Kuppel und weitere Teile des Gebäudes bestehen aus nichtmagnetischen Materialien und werden von Elektrosmog abgeschirmt. „Auf diese Art können die Forschenden die magnetischen Reize exakt kontrollieren. Mittels weiterer Vorrichtungen lässt sich zudem untersuchen, wie sich Geräusche oder Gerüche auf das Navigationsverhalten auswirken“, erklärte Dr. Vivian Meyer, wissenschaftliche Projektkoordinatorin für NaviGate.

    Das moderne Gebäudekonzept sieht vor, dass verschiedene Forschungsgruppen die Labore gemeinsam nutzen können. NaviGate soll international führende Fachleute aus den Disziplinen Biologie, Physik, Chemie, Informatik und Sozialwissenschaften, die teils bereits im Exzellenzcluster „NaviSense“, im Oldenburger Sonderforschungsbereich „Magnetrezeption und Navigation in Vertebraten“ und im Forschungszentrum Neurosensorik zusammenarbeiten, als Team noch enger zusammenbringen.

    Darüber hinaus soll NaviGate als Talentzentrum dienen. Der Forschungsbau bietet Platz für bis zu vier Nachwuchsforschungsgruppen. „Unser gemeinsames Ziel wird sein, ein tiefgreifendes, interdisziplinäres Verständnis der Sinne und Mechanismen der Tiernavigation zu gewinnen“, betonte Mouritsen. Dieses neue Wissen könne dabei helfen, den Naturschutz zu verbessern und neue Technologien zu inspirieren. Zudem solle es Gesellschaft, Ökologie und Biodiversität bestmöglich zugutekommen. „Das Gebäude wird der Universität Oldenburg für Jahrzehnte eine weltweit führende Rolle in der Tiernavigationsforschung sichern“, ist sich der Forscher sicher.

    Im Rahmen der Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen begutachtet der Wissenschaftsrat im Auftrag von Bund und Ländern die Anträge der Länder auf Förderung von Forschungsbauten. Der WR empfiehlt jährlich der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) die Vorhaben, die umgesetzt und bis zur Hälfte durch den Bund mitfinanziert werden sollen. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung liegt bei der GWK.

    Weblinks

    Bilder

      

    Eine Ansicht des geplanten Forschungsbaus NaviGate. Foto: © HTP Hidde Architekten

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Tel.: 0441/798-3081, E-Mail:

  • 038/26 21. April 2026 Forschung Wie Turbulenzen auf Windkraftanlagen wirken Neue Methode beschreibt Belastungen für große Anlagen realistischer als bisher
    PM-Foto

    Navigation

    Gesamtübersicht

    {WeitereMeldungen}

    21. April 2026   038/26    Forschung

    Wie Turbulenzen auf Windkraftanlagen wirken

    Neue Methode beschreibt Belastungen für große Anlagen realistischer als bisher

    Oldenburg. Windturbinen werden immer größer. Als Folge werden ihre Bauteile immer stärker belastet, etwa durch plötzliche Windböen und andere Turbulenzen. Einen wichtigen Fortschritt bei der Beschreibung dieser Lasten hat nun ein Team der Universität Oldenburg gemeinsam mit Partnern vom ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. und vom Hersteller Nordex erzielt. Die Forschenden um den Turbulenzexperten Prof. Dr. Joachim Peinke vom Zentrum für Windenergieforschung – Forwind beschreiben in drei Artikeln in der Fachzeitschrift Wind Energy Science ein neues Konzept, mit dem sich die mechanischen Kräfte auf Rotoren besser als mit bisherigen Standardmodellen beschreiben lassen. „Wir stellen damit ein potenzielles Werkzeug für Belastungsabschätzungen zur Verfügung, das bei der Planung und Auslegung von Windkraftanlagen zum Einsatz kommen kann“, erklärt Peinke.

    Die Rotorfläche einer Offshore-Windenergieanlage – also die kreisförmige Fläche, die von den Rotorblättern bei ihrer Umdrehung überstrichen wird – kann mittlerweile einen Durchmesser von mehr als 200 Metern erreichen. Bei Volllast erzeugen solche Windräder eine Leistung von 20 Megawatt – genug um 200.000 Personen mit Strom zu versorgen. Eine besondere Herausforderung des Größenwachstums besteht darin, dass sich die Anlagen und ihre Teile durch wechselnde Windkräfte ständig verbiegen. Diese Verformungen lassen das Material ermüden, wodurch Risse oder sogar Brüche entstehen können. „Bislang nehmen Hersteller der Einfachheit halber an, dass Böen immer gleichmäßig auf die gesamte Rotorfläche treffen“, erläutert Ko-Autor Jörg Schwarte von Nordex. Für kleinere Anlagen war diese Annahme ausreichend, doch bei größeren Windrädern spielen turbulente Windverhältnisse eine stärkere Rolle für den Verschleiß. Die neue Erkenntnis der aktuellen Kooperationsstudie: Plötzliche und auf kleine räumliche Bereiche konzentrierte Windböen sind der entscheidende Faktor für die Materialermüdung. Um Windkraftanlagen besser an diese Belastungen anpassen zu können, benötigen die Hersteller daher eine bessere mathematische Beschreibung des Windes und seiner Schwankungen über dem Rotor.

    Das Team schlägt nun in drei Publikationen ein neues Maß für die Wirkung lokaler Böen vor. Die Forschenden entwickelten eine Methode, um aus den aktuellen Windverhältnissen – Fachleute sprechen vom Windfeld – die Kraft auf die Rotorblätter zu errechnen. Die Belastung beschreiben sie anhand einer einfachen Größe, die sie als Druckschwerpunkt bezeichnen. „Ist die Windströmung gleichmäßig, liegt der Druckschwerpunkt genau in der Mitte der Rotorfläche“, erläutert Peinke. Wenn jedoch eine Windböe nur einen Teil der Rotorfläche erfasst, bewegt sich der Druckschwerpunkt vom Zentrum weg, wodurch sich die Rotorblätter dort stärker verbiegen und ein Drehmoment auf die Gondel der Anlage entsteht.

    Um das neue Lastkonzept zu entwickeln, nutzte das Team Messdaten von modernen Anlagen sowie detaillierte Winddaten aus den 1980er-Jahren, die damals von mehreren Messmasten im Zuge des GROWIAN-Projekts in Schleswig-Holstein aufgenommen worden waren. Anhand dieser Daten rekonstruierte Dr. Jan Friedrich von der Universität Oldenburg Windfelder über der Rotorfläche. Damit führten die Forschenden sogenannte aeroelastische Simulationen durch, bei denen sie die Windströmungen und die sich verbiegenden Windanlagen gleichzeitig berechneten.

    Anschließend belegten die Forschenden mit aufwendigen Strömungssimulationen, dass das Konstrukt des Druckschwerpunkts die tatsächlichen Belastungen der Anlage gut beschreibt. „Obwohl wir dafür den Hochleistungsrechencluster der Universität einsetzen konnten, lassen sich die Simulationen für große Anlagen nur für wenige Minuten detailliert berechnen“, berichtet Marcel Bock, Doktorand an der Universität Oldenburg und Erstautor eines der Fachartikel. In der dritten Arbeit erstellte ein Team um Peinke und die Doktorandin Daniela Moreno ein stochastisches Modell für den Druckschwerpunkt, das die Berechnungen vereinfacht und es Herstellern in Zukunft ermöglichen könnte, Langzeitsimulationen über mehrere Jahre durchzuführen.

    „Besonders starke Verbiegungen entstehen, wenn der Druckschwerpunkt in den Außenbereich der Rotorfläche kommt“, erklärt Dr. Carsten Schubert vom ICM. Solche heftigen Ereignisse, berichtet das Team, werden von den Kontrollsystemen aktueller Anlagen nicht erfasst und somit auch nicht abgemildert. Dies könnte dank der neuen Studien nun möglich werden. Auch für die Auslegung von Windkraftanlagen sind die Ergebnisse hilfreich, berichtet der Oldenburger Windforscher Dr. Matthias Wächter: „Die Hersteller schätzen alle zu erwarteten Verbiegungen des Materials während einer etwa 20- jährigen Laufzeit ab und planen dementsprechend das Material und die Materialstärke der Bauteile.“ Bislang bestanden dabei große Unsicherheiten – vor allem, weil sich die Windverhältnisse nicht genügend genau berechnen ließen. „Diese Unsicherheiten zu reduzieren, wäre ein großer Gewinn, da frühzeitige Ausfälle von Bauteilen einen großen Kostenfaktor der Windenergie darstellen“, sagt Ko-Autorin Gritt Pokriefke von Nordex. Neue, detaillierte Windmessungen finden aktuell im Forschungswindpark WiValdi an der Elbe statt, an dem ForWind beteiligt ist. 

    Die Veröffentlichungen sind größtenteils ein Ergebnis des Projekts PASTA (Präzise Auslegungsmethoden von komplex gekoppelten Schwingungssystemen moderner WEA in turbulenter Anregung), das vom Bundeswirtschaftsministerium über dreieinhalb Jahre gefördert und von Nordex koordiniert wurde.

    Originalveröffentlichungen:

    Carsten Schubert et al.: “Introduction of the Virtual Center of Wind Pressure for correlating large-scale turbulent structures and wind turbine loads”, Wind Energy Science, doi.org/10.5194/wes-11-1267-2026

    Daniela Moreno et al.: “From the center of wind pressure to loads on the wind turbine: a stochastic approach for the reconstruction of load signals”, Wind Energy Science 10, 2729–2754, 2025, doi.org/10.5194/wes-10-2729-2025

    Marcel Bock et al.: “Comparison of different simulation methods regarding loads, considering the centre of wind pressure”, Wind Energy Science, 11, 103–126, 2026, doi.org/10.5194/wes-11-103-2026

    Weblinks

    Bilder

      

    Turbulente Windverhältnisse sind ein entscheidender Faktor für die Materialermüdung von Windkraftanlagen. Mit einer neuen Methode lassen sich kleinräumige Belastungen nun besser mathematisch beschreiben. Foto: Jaroslaw Puczylowski

    [Bild herunterladen]

    Kontakt

    Prof. Dr. Joachim Peinke, E-Mail:

Aktuelles

Top-Themen

Die Rotoren einer Windkraftanlage, von unten gegen den stahlblauen Himmel gesehen.
Jaroslaw Puczylowski
Forschung Windphysik Top-Thema

Wie Turbulenzen auf Windkraftanlagen wirken

Eine neue Methode beschreibt die mechanische Belastung von Windkraftanlagen durch kleinräumige Turbulenzen realistischer als bisher. Das Verfahren könnte die Planung verbessern und vorzeitige Materialermüdung verhindern.

mehr: Wie Turbulenzen auf Windkraftanlagen wirken
Ein Zebrastreifen, auf dem Beine und Fahrräder zu sehen sind.
Adobe Stock
Forschung Top-Thema Sozialwissenschaften

Was Menschen in Niedersachsen denken

Einen optimistischen Blick auf die künftige Rolle Künstlicher Intelligenz und breite Zustimmung zu klimaneutralem Wirtschaften misst eine neue Studie bei den Menschen in Niedersachsen. Oldenburger Forschende tragen auch künftig Daten bei.

mehr: Was Menschen in Niedersachsen denken
Eine Frau mit weißer Bluse und blondem Haar und ein Junge sitzen an einem Tisch, dahinter ein Regal mit Büchern und Spielen.
Universität Oldenburg/ Daniel Schmidt
Diversität Top-Thema Sonderpädagogik

Mehr als reine Nachhilfe

Studierende der Sonder- und Rehabilitationspädagogik bieten Kindern aus Oldenburg mit Förderbedarf eine individuelle Therapie an. Die Lernambulanz ELMO setzt auf weit mehr als fehlerloses Lesen, Schreiben und Rechnen.

mehr: Mehr als reine Nachhilfe
Ein Handy und Kopfhörer liegen auf einem Tisch.
Adobe Stock/ PhotoJuthamat
Forschung Top-Thema Musik

Popmusik: Wer beeinflusst, was wir hören?

Forschende aus ganz Europa treffen sich in Oldenburg bei der Konferenz „Tuning the Noisegate“. Wieso es sich lohnt, über Machtverhältnisse in der Popmusik zu sprechen, erklärt Organisatorin Susanne Binas-Preisendörfer im Interview.

mehr: Popmusik: Wer beeinflusst, was wir hören?
Gruppenbild mit dem Präsidenten der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Ralph Bruder, der Konrektorin für Internationalität der Universität Bremen, Dr. Mandy Boehnke, der Vice Chancellor der Nelson Mandela University, Prof. Dr. Sibongile Muthwa, und der Vizepräsidentin für Internationales der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Katharina Al-Shamery.
Universität Bremen / Matej Meza
NWA EXU Top-Thema Internationales

Strategische Partnerschaft

Die Universitäten Oldenburg und Bremen pflegen enge Kooperationen mit zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Institutionen. Einer der wichtigsten strategischen Partner in diesem Netzwerk ist die Nelson Mandela University in Südafrika.

mehr: Strategische Partnerschaft
Sechs Personen in blauen Anzügen stehen vor einem Treppenaufgang, neben ihnen zwei Aufsteller mit Szenen aus der Forschung der Northwest Alliance.
Universität Bremen / Jens Lehmkühler
Kooperation Bremen EXU Exzellenzstrategie Top-Thema Hochschulpolitik

Wichtige Etappe im Exzellenzwettbewerb

Die Northwest Alliance hat eine wichtige Etappe im Exzellenz-Wettbewerb erreicht. Ende April waren 20 internationale Gutachtende auf dem Bremer Campus, um sich ein Bild vom gemeinsamen Exzellenzantrag der Universitäten Oldenburg und Bremen zu machen.

mehr: Wichtige Etappe im Exzellenzwettbewerb
HTP Hidde Architekten
NWA Forschung EXU Exzellenzstrategie Top-Thema Hochschulpolitik Biologie

Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau in Oldenburg

Die Universität erhält ein weltweit einmaliges Forschungsgebäude: Im Neubau „NaviGate“ soll das Navigationsverhalten von Tieren unter realistischen Bedingungen erforscht werden. Der Wissenschaftsrat befürwortet das Projekt. 

mehr: Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau in Oldenburg
OFFIS / Alfred-Wegener-Institut
Forschung NWA Top-Thema Informatik

Daten schaffen Wissen

Beide studierten zunächst Biologie, kamen später zur Informatik und kümmern sich heute um digitale Wissensspeicher für die Forschung: die Oldenburger Energieexpertin Astrid Nieße und der Bremer Bioinformatiker Frank Oliver Glöckner im Interview. 

mehr: Daten schaffen Wissen
(Stand: 05.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p79
Zum Seitananfang scrollen Scroll to the top of the page