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  • 166/25 19. Dezember 2025 Personalie Renommierter Pädagoge Hilbert Meyer verstorben
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    19. Dezember 2025   166/25    Personalie

    Renommierter Pädagoge Hilbert Meyer verstorben

    Oldenburg. Der renommierte Pädagoge Prof. Dr. Dr. h.c. Hilbert Meyer ist am 17. Dezember im Alter von 84 Jahren verstorben. Meyer war von 1975 bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Schulpädagogik an der Universität Oldenburg. Er zählte zu den bekanntesten Pädagogen Deutschlands, seine Lehrbücher sind mehr als 1,4 Millionen Mal verkauft und in elf Sprachen übersetzt worden.

    „Wir trauern um einen herausragenden Pädagogen, dessen Lehrbücher bis heute Standardwerke für alle Lehramtsstudierenden sind und den eine langjährige und intensive gemeinsame Geschichte mit der Universität verbindet“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder.

    Meyer studierte in den 1960er Jahren an der Pädagogischen Hochschule Oldenburg und unterrichtete danach an der Volksschule Ocholt. Anschließend absolvierte er ein erziehungswissenschaftliches Promotionsstudium an der Freien Universität Berlin und der Universität Münster, das er 1972 mit der Promotion abschloss. Nach seinem Ruf an die Universität Oldenburg 1975 arbeitete er zehn Jahre daran mit, den Oldenburger Modellversuch zur Einphasigen Lehrerausbildung (ELAB) aufzubauen, durchzuführen und zu evaluieren. Von 1991 bis 2007 war Meyer Wissenschaftlicher Leiter der „Arbeitsstelle Schulreform“ (AS, heute: Arbeitsstelle Schulentwicklung), die bis heute die Schulentwicklung in der Region unterstützt. 1991 lehnte er einen Ruf an die Universität Berlin ab.

    Seine Arbeitsfelder waren die Allgemeine Didaktik, die Unterrichtsmethodik und die Unterrichtsentwicklung. Seine Lehrbücher, zum Beispiel der „Leitfaden Unterrichtsvorbereitung“ (10. Auflage 2022), die „Unterrichtsmethoden“ (2022 in 20. Auflage erschienen) und das Buch „Was ist guter Unterricht?“ (16. Auflage 2024) werden weiterhin in großem Umfang für die Lehrkräftebildung und Unterrichtsentwicklung genutzt.

    „Die Universität verliert mit Hilbert Meyer nicht nur einen anerkannten Wissenschaftler, sondern auch einen Hochschullehrer, der sich mit Kopf, Herz und Hand der Lehrerkräftebildung verschrieben hat“, erklärte der Direktor des Instituts für Pädagogik, Prof. Dr. Till-Sebastian Idel.

    Meyer engagierte sich als Dekan des früheren Fachbereichs 1 in der akademischen Selbstverwaltung der Universität und war Mitglied in verschiedenen Beiräten. Unter anderem gehörte er dem Beirat der Cornelsen Stiftung „Lehren und Lernen“ beim Stifterver­band für die Deutsche Wissenschaft, dem „Runden Tisch Bildung“ des Senators für Schule und Bildung in Bremen sowie dem Wissenschaftlichen Beirat der Bielefelder Laborschule an.

    2022 verlieh die Åbo Akademi Universität in Turku (Finnland) Meyer die Ehrendoktorwürde. Die Hochschule würdigte damit Meyers Beitrag zum Didaktikdiskurs in skandinavischen Ländern und seine „exzellente Zusammenarbeit“ mit der Åbo Akademi Universität.

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    Der renommierte Oldenburger Pädagoge Hilbert Meyer ist verstorben. Foto: Dorit Schulze

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Veranstaltungsankündigung

  • 011/26 23. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Online-Vortrag zur „Rechten Mobilisierung in der Arbeitswelt“

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    23. Januar 2026   011/26    Veranstaltungsankündigung

    Online-Vortrag zur „Rechten Mobilisierung in der Arbeitswelt“

    Oldenburg. Seit vielen Jahren sind rechtsextreme Akteure und Akteurinnen verstärkt in Betrieben und Einrichtungen aktiv, um dort Einfluss auf Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen zu nehmen. Doch welche Strategien und Strukturen nutzen sie dafür? Und welche Handlungsoptionen haben beispielsweise Betriebsräte und Beschäftigte, um dem entgegenzuwirken? Über diese Themen spricht Dr. Björn Allmendinger, stellvertretender Geschäftsführer von Arbeit und Leben Niedersachsen, in einem Online-Vortrag am Donnerstag, 12. Februar, ab 18.00 Uhr. Schwerpunkt des Vortrags ist die Art und Weise der Einflussnahme, sei es durch gezielte politische Kampagnen, „rechte“ Listen bei Betriebsratswahlen oder den Aufbau von vermeintlichen Arbeitnehmervertretungen wie der Scheingewerkschaft „Zentrum“. Anmeldungen sind bis zum 8. Februar über das Online-Formular der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften unter l.uol.de/aul-vortrag möglich. Der Vortrag ist kostenfrei.

    Dr. Björn Allmendinger ist neben seiner Tätigkeit als stellvertretender Geschäftsführer von Arbeit und Leben Niedersachsen als Lehrbeauftragter am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover aktiv.

    Der Vortrag ist Teil der Reihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität Oldenburg. Er findet in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Weser-Ems statt.

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    Dr. Claudia Czycholl, E-Mail:

  • 007/26 20. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Tango-Oper: „María de Buenos Aires“ Karten erhältlich für den 16. und 17. Juni im Theater Laboratorium
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    20. Januar 2026   007/26    Veranstaltungsankündigung

    Tango-Oper: „María de Buenos Aires“

    Karten erhältlich für den 16. und 17. Juni im Theater Laboratorium

    Oldenburg. Studierende der Universität Oldenburg und der Hochschule für Künste Bremen bringen die ikonische Tango-Oper „María de Buenos Aires“ (1968) des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla und des uruguayischen Librettisten Horacio Ferrer auf die Bühne. Die aufwändige Inszenierung wird von einem elfköpfigen musikalischen Ensemble begleitet. Die Aufführungen finden statt am Dienstag, 16. Juni, und am Mittwoch, 17. Juni, jeweils um 20.00 Uhr im Theater Laboratorium (Kleine Straße 8). Der Eintritt kostet 30 Euro pro Person, ermäßigt 10 Euro. Tickets sind unter verein-mtp.reservix.de erhältlich. Das Stück wird auf Spanisch aufgeführt und ist mit deutschen Übertiteln versehen.

    Bereits im Sommer 2025 stieß die Vorstellung beim Publikum auf große Resonanz, weshalb es nun die Wiederaufnahme der Produktion gibt. Studierende und Berufsmusiker*innen haben unter der Leitung von Volker Schindel, künstlerischer Mitarbeiter am Institut für Musik der Universität, gemeinsam am Stück gearbeitet. Die musikalische Leitung liegt in diesem Jahr bei dem professionellen Bandoneonisten Rocco Heins, der auch selbst musizieren wird und mit seinem Instrument, dem Bandoneón, einen wichtigen Anteil am melancholischen Klang des Tangos hat. Die ausgebildete Opernsängerin und Solistin Marija Jokovic singt die Hauptrolle der María, in die männliche Hauptrolle schlüpft der Student Jan-Daniel Moulai.

    Die „Tango-Operita“ („Tango-Operchen“), wie Piazzolla und Ferrer ihr Werk bezeichneten, ist ein poetisches Musiktheater über den Mythos der Stadt Buenos Aires und ihre Menschen. María steht sinnbildlich für die Stadt, die sich über den Tango ausdrückt. Ihr Lebensweg verläuft zwischen Realität und Fantasie: von ihrer Kindheit über ihre Zeit als Prostituierte bis hin zu ihrem Tod und ihrer Rückkehr als Geist. Das Stück gilt bis heute als Hommage an den Tango.

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    Im Instrumentalensemble spielen Studierende und Berufsmusiker*innen gemeinsam. Einen wichtigen Anteil am melancholischen Klang des Tangos hat das Bandoneon. Foto: Ngating Wong

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    Volker Schindel, Tel.: 0441/798-4907, E-Mail:

  • 005/26 9. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Abschlusskonzert der Uni-Bigband
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    9. Januar 2026   005/26    Veranstaltungsankündigung

    Abschlusskonzert der Uni-Bigband

    Oldenburg. Swing, Modern Jazz und lateinamerikanische Musik erklingen am Freitag, 16. Januar, an der Universität Oldenburg, wenn die Uni-Bigband wieder auf der Bühne steht. Das Abschlusskonzert zum Semesterende unter Leitung von Christian Kappe beginnt um 20.00 Uhr in der Uni-Aula (Einlass ab 19.30 Uhr, Gebäude A11, Ammerländer Heerstraße 69). Neben verschiedenen Klassikern zählen auch zeitgenössische Titel zum aktuellen Repertoire des Jazzorchesters. Instrumental- und Gesangsstücke unter anderem von Ethel Waters, Bob Mintzer, John Daversa, Pat Metheny, Diana Krall sowie der Gruppe Radiohead gehören zu den Highlights des Abends. Karten für 12 Euro (ermäßigt für 6 Euro) sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich. Die Fachschaft Musik bietet im Foyer Getränke an.

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    Ihr Semesterabschlusskonzert hat Tradition: Auch in diesem Jahr spielt die Big Band der Uni Oldenburg wieder ein buntes Programm. Foto: Robin Schmalenberg

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    Christian Kappe, Tel.: +49(0)177 801 3925, E-Mail:

  • 004/26 8. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Stimmgewaltige Konzerte zum Semesterabschluss 29. A Cappella Abend mit zwei Konzerten
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    8. Januar 2026   004/26    Veranstaltungsankündigung

    Stimmgewaltige Konzerte zum Semesterabschluss

    29. A Cappella Abend mit zwei Konzerten

    Oldenburg. Bei diesen Konzerten stehen die Stimmen der Musikerinnen und Musiker im Mittelpunkt: Bereits zum 29. Mal laden Studierende, ihre Dozentinnen und Dozenten und Gäste zum „A Cappella Abend“ in die Aula der Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße 69) ein. Am Samstag, 24. Januar, 20.00 Uhr, und am Sonntag, 25. Januar, 16.00 Uhr, zeigen der Pop- und Jazzchor der Universität Oldenburg unter der Leitung von Susanne Menzel und der Arrangierkurs A Cappella unter der Leitung von Krystoffer Dreps, welche Stücke sie im zurückliegenden Wintersemester beschäftigt haben. Außerdem dürfen sich Gäste auf weitere studentische Ensembles und auf die Vocal Band „Sub5“ aus Hannover freuen, die zum ersten Mal mit ihrem Mix aus Jazz, Soul, Pop und aufgefrischten Volksliedern beim A Cappella Abend auftritt.

    Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 10 Euro (ab 65 Jahre, Rentner*innen und Menschen mit Behinderungen) beziehungsweise 6 Euro (Studierende und Auszubildende). Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Karten können online unter www.acappellaabend.uni-oldenburg.de reserviert werden. Restkarten gibt es an der Abendkasse, jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.

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    Am 24. und 25. Januar überzeugen die Vokalensembles der Universität Oldenburg und ihre Gäste wieder mit ihren Stimmen. Foto: Julius Abt

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    Susanne Menzel, E-Mail:

  • 003/26 7. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Strukturelle Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen Workshop der Universität Oldenburg im Pius-Turm

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    7. Januar 2026   003/26    Veranstaltungsankündigung

    Strukturelle Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen

    Workshop der Universität Oldenburg im Pius-Turm

    Oldenburg. Herkunft, Geschlecht, Behinderung – welche Rolle spielen Kategorisierungen wie diese bei medizinischen Diagnosen – und führen sie sogar zu Fehldiagnosen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des öffentlichen Workshops „(Un)Doing Difference in der Medizin“ der Universität Oldenburg, der am Dienstag, 20. Januar, ab 18.00 Uhr im Foyer des Pius-Turms (Peterstr. 28-32) stattfindet. Neben medizinischen Fachleuten ist auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich zum Austausch eingeladen.

    Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Medical Humanities@Oldenburg on Tour“ statt, die Oldenburger Forschende aus Medizin- und Gesundheitswissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften gemeinsam veranstalten. Sie wollen im Austausch mit der Öffentlichkeit medizinische Themen auch aus einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive beleuchten.

    Vier Expertinnen leiten den Workshop: Prof. Dr. Julia Wurr und Prof. Dr. Ayça Polat forschen und lehren an der Universität Oldenburg. Wurr ist Expertin für die Nachwirkungen kolonialer Denk- und Ausbeutungsmuster und forscht zu Vorstellungen von Medizin und Gesundheit in globalen Kontexten. Polat ist Professorin für Sozialpädagogik in der Migrationsgesellschaft und forscht zu Rassismuskritik und Diversitätsbewusstsein.

    Zu Gast sind außerdem Dr. Mirjam Faissner und Abigail Joseph-Magwood. Faissner ist Bioethikerin mit einem Hintergrund in Medizin und Philosophie und forscht an der Charité in Berlin zu Fragen von struktureller Ungerechtigkeit. Dazu zählen etwa Rassismus und das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen. Joseph-Magwood lehrt Kommunikationspsychologie und Transferable Skills an der Hochschule Osnabrück und forscht zu Rassismus an deutschen Hochschulen. 2024 hat sie mit Polat das Buch „Alltagsrassismus – Einführung für die pädagogische Praxis und Soziale Arbeit“ veröffentlicht, das sich auch mit Alltagsrassismus in der Gesundheitsversorgung beschäftigt.

    Anhand praxisnaher Beispiele beleuchten die Wissenschaftlerinnen, welchen Einfluss soziale Kategorisierungen darauf haben können, welche medizinische Versorgung Menschen erhalten. Sie wollen einen Austausch darüber anstoßen, wie sich strukturelle Ungerechtigkeit auf das Gesundheitswesen auswirkt.

    Die Teilnahme ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Die Veranstaltung ist von der Ärztekammer Niedersachsen als Fortbildung für ärztliches Fachpersonal anerkannt und bringt drei Fortbildungspunkte.

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    Prof. Dr. Julia Wurr, E-Mail:

  • 002/26 7. Januar 2026 Veranstaltungsankündigung Vortrag zu Antisemitismus in queeren Kontexten

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    7. Januar 2026   002/26    Veranstaltungsankündigung

    Vortrag zu Antisemitismus in queeren Kontexten

    Oldenburg. Welche Erfahrungen mit Antisemitismus machen und machten Jüdinnen und Juden in queeren Kontexten in Deutschland und in anderen Ländern in der Gegenwart und Vergangenheit? Dazu referiert Rabbiner Levi Israel Ufferfilge. Sein Vortrag unter dem Titel „Kein Platz auf dem Regenbogen – Antisemitismus in queeren Kontexten gestern und heute“ findet am Montag, 12. Januar, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg (Leo-Trepp-Straße 15) statt. Es wird um Anmeldung bis zum 11. Januar unter mit Namen und Adresse gebeten. Teilnehmende bringen bitte ihren Ausweis mit.

    Ufferfilge ist Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, studierter Judaist und Jiddist sowie früherer Schulleiter. Er promoviert aktuell zu jüdischem Recht, lehrt seit dem Wintersemester 25/26 an der Universität Oldenburg und im Verein „Begegnung Christen - Juden Niedersachsen“. 2021 erschien sein Sachbuch „Nicht ohne meine Kippa - Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus“.

    Sein Vortrag behandelt insbesondere die Ausgrenzung und Anfeindung von Jüdinnen und Juden in queeren Bürgerrechtsbewegungen, Antisemitismus in queeren Publikationen, die Mechanismen, mit denen Antisemitismus in queeren Gruppen etabliert wird und die doppelte Marginalisierung, die queere Jüdinnen und Juden erfahren. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Antisemitismuskritische Orientierungen“ der Arbeitsstelle „Interkulturelle Jüdische Studien“ der Universität Oldenburg und des Leo-Trepp-Lehrhauses der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg.

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    Prof. Dr. Andrea Strübind, E-Mail: ; Dr. Carina Brancovic, E-Mail:

  • 167/25 22. Dezember 2025 Veranstaltungsankündigung Roboter oder „Roboterin“: Welchen Einfluss das Geschlecht von Geräten hat Vortrag der Universität Oldenburg zum Thema Pflegerobotik mit Roboter Ameca
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    22. Dezember 2025   167/25    Veranstaltungsankündigung

    Roboter oder „Roboterin“: Welchen Einfluss das Geschlecht von Geräten hat

    Vortrag der Universität Oldenburg zum Thema Pflegerobotik mit Roboter Ameca

    Oldenburg. Geschichten erzählen, sich mit einsamen Menschen unterhalten, das Essen bringen oder sogar Blutdruck messen – Pflegeroboter könnten in der Pflege künftig eine wichtige Rolle spielen. Oder wären dafür weiblich wirkende „Pflegeroboterinnen“ besser geeignet? Um Fragen wie diese geht es beim Vortrag „Sorgen Roboter*innen besser? Ethische Aspekte von Gender-Stereotypen in der Pflegerobotik“, zu dem Forschende der Universität Oldenburg am Mittwoch, 7. Januar, 18.30 Uhr, ins OFFIS – Institut für Informatik (Escherweg 2) einladen. Als besonderer Gast beleuchtet der/die Roboter*in Ameca vom OFFIS vor Ort das Diskussionsthema aus Perspektive als Roboter.

    Außerdem referieren Medizinethiker Prof. Dr. Mark Schweda und Medizintechniker Prof. Dr. Andreas Hein, beide vom Department für Versorgungsforschung. Schweda beschäftigt sich mit dem ethischen Spannungsfeld, das entsteht, wenn Hersteller bei der Entwicklung von Robotern typische Geschlechterbilder zugrunde legen. Seine Forschung reagiert damit auf Ansätze, zum Beispiel weiblich und dadurch vermeintlich fürsorglich wirkende Roboter zu entwickeln, um mehr Akzeptanz für diese Geräte zu schaffen. Schweda erklärt, inwiefern das vielleicht sogar die Gefahr birgt, Pflegebedürftige zu diskriminieren oder zu manipulieren. Hein forscht an der Universität und am OFFIS zu Assistenzsystemen und Medizintechnik und leitet auch das Pflegeinnovationszentrum. In dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Forschungsprojekt erforschen Ingenieurinnen und Ingenieure gemeinsam mit Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftlern neue Technologien. Diese sollen dabei helfen, die Herausforderungen zu meistern, vor denen der Pflegesektor angesichts der alternden Bevölkerung und des Fachkräftemangels steht.

    Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Medical Humanities@Oldenburg“ statt, die Forschende aus Medizin- und Gesundheitswissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften gemeinsam veranstalten. Sie wollen im Austausch mit der Öffentlichkeit medizinische Themen auch aus einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive beleuchten.

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    Beim Vortrag über die Rolle des Geschlechts von Robotern ist auch Roboter Ameca dabei und berichtet aus ihrer Perspektive. Foto: OFFIS - Institut für Informatik

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    Prof. Dr. Mark Schweda, Tel.: 0441/798-4483, E-Mail:

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  • 010/26 22. Januar 2026 Forschung Überraschende Entdeckung: Teil der Netzhaut von Vögeln funktioniert dauerhaft ohne Sauerstoff Internationales Forschungsteam mit Oldenburger Beteiligung veröffentlicht Studie in Nature

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    22. Januar 2026   010/26    Forschung

    Überraschende Entdeckung: Teil der Netzhaut von Vögeln funktioniert dauerhaft ohne Sauerstoff

    Internationales Forschungsteam mit Oldenburger Beteiligung veröffentlicht Studie in Nature

    Oldenburg. In einer heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Studie liefert ein internationales Forschungsteam, darunter Prof. Dr. Henrik Mouritsen und Prof. Dr. Karin Dedek von der Universität Oldenburg, eine Erklärung für ein biologisches Paradoxon. Die Forschenden zeigen, dass die inneren Schichten der Netzhaut von Vögeln trotz permanenten Sauerstoffmangels funktionieren und dass das Gewebe stattdessen durch anaerobe Stoffwechselprozesse mit Energie versorgt wird. Die Studie widerlegt außerdem eine seit dem 17. Jahrhundert bestehende Annahme über die Funktion einer mysteriösen Struktur im Vogelauge.

    Das Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Christian Damsgaard und Prof. Dr. Jens Randel Nyengaard von der Universität Aarhus in Dänemark stellte sich die Frage, wie die Netzhaut von Vögeln mit Energie versorgt wird, obwohl es dort keine Blutgefäße gibt. „Die Netzhaut ist ein Gewebe aus Nervenzellen, das einen hohen Energieverbrauch hat, sie ist sozusagen eine hochspezialisierte Erweiterung des Gehirns“, erläutert Mouritsen. Der Oldenburger Neurowissenschaftler war daran beteiligt, die Idee für die Studie zu entwickeln.

    Für gewöhnlich wird Nervengewebe durch ein dichtes Netz aus winzigen Blutgefäßen mit Sauerstoff versorgt. Die Netzhaut von Vögeln bildet jedoch eine auffällige Ausnahme – dort gibt es keine Blutgefäße. Das erhöht vermutlich die Sehschärfe, da Blutgefäße das Licht auf seinem Weg zu den Sinneszellen ablenken. Diese Streuung wird bei Vögeln vermutlich reduziert. Wie deren Netzhaut ohne Blutversorgung überleben kann, war jedoch bislang unklar.

    „Unser Ausgangspunkt war eigentlich ganz einfach“, sagt Erstautor Damsgaard: „Nach allem was wir über Physiologie wissen, sollte dieses Gewebe nicht funktionsfähig sein.“ Die Suche nach der Lösung dieses Rätsels war indessen alles andere als simpel und dauerte insgesamt acht Jahre.

    Jahrhundertelang gab es eine vorherrschende Theorie dafür, wie Sauerstoff in die Netzhaut (Retina) gelangt: Demnach ist dafür eine kammartige, stark durchblutete Struktur im Glaskörper des Vogelauges verantwortlich – der sogenannte Augenfächer, in der Fachsprache: Pecten oculi. Obwohl seit dem 17. Jahrhundert bekannt, blieb seine genaue Funktion spekulativ.

    Ein Grund dafür: Niemand hatte bislang den Sauerstoffgehalt in der Vogelretina unter normalen physiologischen Bedingungen untersucht. „Direkte Messungen sind technisch extrem schwierig“, erklärt Nyengaard. 2020 gelang es dem Forschungsteam, entsprechende Untersuchungen in Zusammenarbeiten mit Expertinnen für Tieranästhesie der Universität Aarhus durchzuführen. Die Ergebnisse überraschten das Team: Der Augenfächer stellt demnach keinen Sauerstoff für die Netzhaut zur Verfügung. Stattdessen stellte sich heraus, dass sich die inneren Schichten der Netzhaut in einem Zustand permanenten Sauerstoffmangels befinden.

    Dies warf eine weitere Frage auf: Wie kann die Netzhaut genug Energie produzieren, um funktionieren zu können? Um das herauszufinden, kombinierten die Forschenden Methoden aus unterschiedlichen Forschungsfeldern. Unter anderem verwendeten sie ein Verfahren, um die räumliche Aktivität von tausenden Genen direkt im Netzhautgewebe zu kartieren, die sogenannte räumliche Transkriptomik. Auf diese Weise konnten sie etwa herausfinden, an welchen Stellen des Gewebes spezifische Stoffwechselpfade aktiv waren.

    Die Daten enthüllten ein klares Muster: Gene, die mit der anaeroben Glykolyse zu tun haben – dem Abbau von Zucker ohne Sauerstoff – waren in den mit Sauerstoff unterversorgten inneren Schichten der Retina sehr aktiv. Diese Erkenntnis stellte die Forschenden erneut vor ein Rätsel: Anaerobe Glykolyse erzeugt pro Zuckermolekül nur ein Fünfzehntel der Energie, die sauerstoffbasierter Stoffwechsel liefert. „Wie kann eins der energiehungrigsten Gewebe im Vogelkörper mit so einem ineffizienten Prozess klarkommen?“, sagt Nyengaard.

    Weitere bildgebende Studien mit radioaktiv markierten Glukosemolekülen zeigten, dass die Vogelretina sehr viel mehr Zucker aufnimmt als der Rest des Gehirns. Daraufhin schauten sich die Forschenden den rätselhaften Augenfächer noch einmal genauer an. Das Team fand heraus, dass in dieser Struktur vor allem Gene aktiv sind, die die Herstellung von Enzymen zum Transport von Glukose und Laktat steuern. Statt Sauerstoff bereitzustellen, agiert der Augenfächer als Stoffwechselportal: Er transportiert Glukose in die Netzhaut und befördert Laktat, ein Abfallprodukt des anaeroben Stoffwechsels, über den Augenfächer zurück in den Blutkreislauf.

    Die Oldenburger Neurowissenschaftler*innen Karin Dedek und Henrik Mouritsen zeigten, dass bestimmte Stützzellen, die sogenannten Müller-Zellen, innerhalb der Retina dafür sorgen, dass Glukose zu den Nervenzellen gelangt und Laktat abtransportiert wird: Die beiden Forschenden wiesen mithilfe von Antikörpern nach, dass in diesen Zellen die Enzyme zum Transport von Laktat und Glukose vorhanden sind. Sie entwickelten zudem ein Modell dafür, wie Laktat und Glukose zwischen dem Augenfächer, dem Glaskörper und den Müller-Zellen ausgetauscht werden, um in den Nervenzellen der Netzhaut eine hochwirksame anaerobe Glykolyse zu ermöglichen.

    „Der Augenfächer ist ein Transportsystem, um Treibstoff zu beschaffen und Abfallprodukte zu entfernen“, betont Nyengaard. Die Funktion der seltsamen Struktur im Vogelauge wurde demnach über Jahrhunderte fehlinterpretiert. Evolutionsbiologische Untersuchungen des Teams deuten zudem darauf hin, dass dieses besondere Merkmal bereits in der Dinosauriergruppe auftrat, aus der später die modernen Vögel hervorgingen.

    Auch wenn die aktuelle Studie keinen direkten Anwendungsbezug hat, gehen die Autorinnen und Autoren davon aus, dass die Ergebnisse auch für die Medizin interessant sein könnten. „Bei Leiden wie einem Schlaganfall wird menschliches Gewebe in Mitleidenschaft gezogen, weil die Sauerstoffzufuhr reduziert ist und sich dort dann Abfallprodukte des Stoffwechsels anreichern“, sagt Nyengaard. „In der Netzhaut von Vögeln sehen wir ein System, das mit Sauerstoffmangel auf eine völlig neue Art fertig wird.“ Das Team hofft, dass diese Erkenntnis dazu beitragen kann, neu über Krankheiten nachzudenken, bei denen Sauerstoffmangel eine Rolle spielt.

    Originalveröffentlichung: Christian Damsgaard et al: „Oxygen-free metabolism in the bird inner retina supported by the pecten”, Nature, doi.org/10.1038/s41586-025-09978-w

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    Färbungen mit Antikörpern zeigen, dass die „Endfüße“ von Stützzellen in der Zebrafink-Netzhaut (sogenannte Müllerzellen, grün) Proteine zum Abtransport von Laktat enthalten (magenta gefärbt). Bild: Karin Dedek

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    Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Tel.: 0441/798-3081, E-Mail:

  • 009/26 21. Januar 2026 Forschung 10.000-mal so schnell wie ein elektronischer Transistor: Lichtschalter aus extrem dünnen Halbleiterschichten Oldenburger Physikteam weist ultraschnellen Schaltprozess nach, der in optischen Bauelementen zum Einsatz kommen könnte
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    21. Januar 2026   009/26    Forschung

    10.000-mal so schnell wie ein elektronischer Transistor: Lichtschalter aus extrem dünnen Halbleiterschichten

    Oldenburger Physikteam weist ultraschnellen Schaltprozess nach, der in optischen Bauelementen zum Einsatz kommen könnte

    Oldenburg. Eine Nanostruktur aus Silber und einer extrem dünnen Halbleiterschicht lässt sich in einen schnell schaltbaren Spiegel verwandeln – im Prinzip einen optischen Transistor, der etwa 10.000-mal schneller schaltet als das entsprechende elektronische Bauteil. Diesen Effekt beschreibt ein internationales Team unter Leitung des Physikers Prof. Dr. Christoph Lienau von der Universität Oldenburg in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature Nanotechnology. Wie die Forschenden berichten, sind solche ultraschnellen Lichtschalter insbesondere für die optische Datenverarbeitung von großem Interesse.

    Das Ziel des Teams bestand darin, ein Material zu finden, dessen Reflexionseigenschaften sich in einem Zeitraum von wenigen Femtosekunden gezielt durch einen Laser verändern, also „schalten“ lassen. Eine Femtosekunde entspricht dem Millionstel einer Milliardstel Sekunde. Für die Studie verwendeten die Forschenden ein dünnes Silberplättchen, auf dessen Oberfläche sie ein Gitter aus rund 45 Nanometer (Milliardstel Meter) breiten und tiefen, parallelen Rinnen einfrästen. Darüber brachten Teammitglieder von der University of Cambridge (Großbritannien) eine extrem dünne Halbleiterschicht auf. Der Film aus dem Halbleitermaterial Wolframdisulfid bestand aus nur einer Monolage des Kristalls, war also drei Atomdurchmesser dick.

    Durch diese Kombination zeigte die Nanostruktur eine ungewöhnliche Reaktion auf Licht, wie das Team berichtet. „Keines der beiden Materialien allein weist einen Schaltereffekt auf“, betont Lienau. Doch vereint in einer Nanostruktur reagieren die beiden Materialien auf eine ganz neue Art, weshalb Forschende auch von einem aktiven Metamaterial sprechen: An der Oberfläche der Nanostruktur lässt sich eingestrahltes Licht für rund 70 Femtosekunden in Form eines besonderen Quantenzustands, eines sogenannten Exziton-Plasmon-Polaritons speichern, bevor es reflektiert wird. In diesem Zustand, der sowohl Eigenschaften von Licht als auch von Materie aufweist, breitet sich das Licht in Form sogenannter Plasmonwellen entlang der Oberfläche der Halbleiterschicht aus. Dabei tritt es in eine starke Wechselwirkung mit den Elektron-Loch-Paaren der Halbleiterschicht, den sogenannten Exzitonen.

    „Während dieser Speicherzeit konnten wir die Reflektivität der Schicht gezielt steuern“, erklärt Dr. Daniel Timmer vom Oldenburger Institut für Physik, der gemeinsam mit Dr. Moritz Gittinger Erstautor der Studie war. Die Forschenden verwendeten einen externen Laserimpuls, um die Stärke der Wechselwirkung zwischen Exzitonen und Plasmonwelle zu verändern. Schon bei ihren ersten Experimenten gelang es dem Team auf diese Weise, die Helligkeit des reflektierten Lichts um bis zu 10 Prozent zu ändern – ein erstaunlich großer Wert, der sich durch Optimierung des Materials wahrscheinlich noch steigern lässt.

    Timmer und Gittinger untersuchten den Effekt mit dem Verfahren der zweidimensionalen elektronischen Spektroskopie (2DES). Mit dieser experimentell herausfordernden Methode ist es möglich, quantenphysikalische Wechselwirkungsprozesse mit einer Zeitauflösung von wenigen Femtosekunden zu beobachten wie in einem Film. Die Anwendung von 2DES konnte ein Team um Lienau erst kürzlich durch einen Trick deutlich vereinfachen und so für weitere Studien nutzbar machen. „In der aktuellen Untersuchung ist es uns erstmals gelungen, ein solches Metamaterial mit Lichtimpulsen zu untersuchen, die kürzer sind als der beobachtete Schaltprozess“, betont Lienau. Das habe es ermöglicht, die verschiedenen Stadien des Phänomens im zeitlichen Abstand von einigen Femtosekunden festzuhalten.     

    „Unsere Ergebnisse sind von großem Interesse, wenn man ultraschnelle Lichtschalter auf der Nanoskala realisieren will“, betont Lienau. Eine mögliche Anwendung sei zum Beispiel die optische Datenverarbeitung. „Die Information, die man pro Zeiteinheit übertragen kann, würde durch solche Schalter drastisch ansteigen“, erklärt Lienau. Zum Vergleich: Die Schaltzeit von elektronischen Transistoren, die in Computern oder LED-Fernsehern millionenenfach zum Einsatz kommen, ist etwa tausendmal so lang. Optische Technologien seien daher aus physikalischer Sicht die einzige Möglichkeit, die Taktrate herkömmlicher Computer noch weiter zu steigern. Auch bei der Chipherstellung, in optischen Sensoren oder Quantencomputern könnten Nanolichtschalter interessante Möglichkeiten bieten. Lienau unterstreicht: „Die wichtigste Aufgabe wird darin bestehen, aktive Metamaterialien so zu designen, maßzuschneidern und zu optimieren, dass entsprechende Anwendungen möglich werden.“ 

    An der Studie waren neben dem Oldenburger Team Forschende von der University of Cambridge (Großbritannien), vom Politecnico di Milano in Mailand (Italien) und von der Technischen Universität Berlin beteiligt.

    Originalveröffentlichung: Daniel Timmer, Moritz Gittinger et al.: „Ultrafast transition from coherent to incoherent polariton nonlinearities in a hybrid 1L-WS2/plasmon structure,“ Nature Nanotechnology, www.nature.com/articles/s41565-025-02054-4, doi: 10.1038/s41565-025-02054-4

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    Moritz Gittinger (l.) und Daniel Timmer vor dem Experiment, auf dem die aktuelle Studie beruht. Foto: Universität Oldenburg / Marcus Windus

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    Komplexe Versuchsaufbauten ermöglichen es, die extrem schnellen Bewegungen von Elektronen in Festkörpern mit Laserpulsen in hoher zeitlicher Auflösung untersuchen. Foto: Universität Oldenburg / Marcus Windus

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    Prof. Dr. Christoph Lienau, Tel.: 0441/798-3485, E-Mail:

  • 008/26 21. Januar 2026 Hochschulpolitik Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt im Aufwind Schwerpunkt liegt 2026 auf dem Baubeginn des Medizincampus und der Förderung von Medizin-Neugründungen
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    21. Januar 2026   008/26    Hochschulpolitik

    Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt im Aufwind

    Schwerpunkt liegt 2026 auf dem Baubeginn des Medizincampus und der Förderung von Medizin-Neugründungen

    Oldenburg. Am Dienstag trafen sich Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit den Spitzen der Stadtverwaltung und den Mitgliedern der Hochschulleitung zum dreizehnten Jahresgespräch von Universität und Stadt Oldenburg. In der gemeinsamen Sitzung zogen Universitäts- und Stadtspitze eine positive Zwischenbilanz. Im Arbeitsprogramm für dieses Jahr bilden die Themenfelder Medizin und Innovation einen Schwerpunkt: Der Baubeginn des Medizincampus ist im Sommer geplant. Flankierend steht die Förderung von Start-ups aus der Medizinbranche im Fokus. Zudem setzen die beiden Partner begonnene Projekte fort und planen zum Beispiel neue Vorhaben in den Bereichen Klimaneutralität und Gründungskultur.

    „2025 haben wir unseren Fachaustausch in allen fünf Kernbereichen unserer Kooperation und auch darüber hinaus fortgesetzt und vertieft“, betonte Universitätspräsident Bruder. „Mit Projekten wie ‚Age Friendly Cities‘, in dem unsere Forschenden Daten dazu erheben, wie altersgerecht Oldenburg ist, oder dem niedersachsenweiten Energieverbundprojekt TEN.efzn bringt die Universität ihr Wissen immer stärker in die Praxis ein.“

    „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität hat seit der Unterzeichnung der Strategischen Kooperationsvereinbarung in nur zwei Jahren einen spürbaren Aufwind erfahren. 2026 werden sich viele Vorhaben verstetigen und weiter entfalten“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Der hervorragende Erfolg der Universität, die im letzten Jahr alle Exzellenzcluster-Anträge erfolgreich einwerben konnte, strahlt auch auf die Stadt insgesamt sehr positiv aus, sowohl in der baulichen als auch in der Fachkräfte-Entwicklung. Das würde durch einen erfolgreichen Antrag als Exzellenz-Universität in diesem Jahr noch gesteigert werden. Dabei unterstützt die Stadt die Universität mit aller Kraft.“

    Ein neues Projekt im Bereich „Klimaneutralität“ ist der „Klimagarten“: Schon seit einiger Zeit ist die Umgestaltung des Botanischen Gartens der Universität in Richtung Klimaneutralität im Gange – Ziel sind begrünte Dächer und Fassaden, eine Wärmeversorgung durch Geothermie und Strom aus Photovoltaik-Anlagen. Ein Highlight des Projekts, an dem auch die Stadt beteiligt ist, ist ein neues Ausstellungsgebäude im Eingangsbereich des Botanischen Gartens, das in diesem Jahr fertiggestellt wird. Dort werden universitäre und städtische Aktivitäten zum Thema Klimawandel und Klimaanpassung vorgestellt.

    Im Bereich „Weiterentwicklung Universität“ liegt die Priorität in diesem Jahr auf der Medizin: Demnächst steht der Baubeginn für die neuen Lehr- und Forschungsgebäude der Universitätsmedizin an. Im ersten Bauabschnitt werden bis Mitte 2030 knapp 4.000 Quadratmeter Labor- und Büroflächen inklusive einer Nassanatomie errichtet.

    Ein weiteres großes gemeinsames Vorhaben von Stadt und Universität ist die Entwicklung eines medizinischen Innovationsclusters im Rahmen der Universitätsmedizin Oldenburg. Unter dem Namen „MediTech-Cluster“ soll es Akteure aus Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Technologie vernetzen, um Partner zusammenzubringen, die gemeinsam neue Impulse für die Gesundheitsbranche setzen. Ideale Voraussetzungen für eine Ansiedlung herrschen auf dem 6,3 Hektar großen MediTech-Gelände zwischen Klingenbergstraße und Alter Postweg. Die unmittelbare Nähe zum Klinikum bietet Unternehmen direkten Kontakt zur Universitätsmedizin und damit zu potenziellen klinischen Forschungspartnern.

    Aktuell rekrutieren Stadt und Universität gemeinsam eine Projektleitung und eine Projektassistenz, die die Entwicklung des MediTech-Clusters in den kommenden beiden Jahren vorantreiben sollen. Das Ziel: ein attraktives Konzept dafür zu erarbeiten, wie etablierte Unternehmen und Start-ups aus der Gesundheitsbranche sowie Oldenburger Einrichtungen gewinnbringend zusammenarbeiten können. Partnerschaften auf- und Netzwerke auszubauen ist dabei ein erster wichtiger Schritt. Langfristig soll auf dem Gelände auch ein eigenes Innovationszentrum entstehen.

    Dafür, dass die erfolgreiche Oldenburger Gründungskultur stärker in der Stadt sichtbar wird – Stichwort „Campus Oldenburg“ – sorgt unter anderem das EU-geförderte Projekt „Gründung findet Stadt“. Für dieses Jahr sind die Eröffnung eines „Gründungsschaufensters“ und eines Marktforschungslabors im Schlauen Haus geplant. Die Stadt ist über eine Kofinanzierung und auch inhaltlich beteiligt.

    Zusätzlichen Schub für die Gründungskultur bringt die „hoi startup factory“, die in diesem Jahr den Betrieb aufnimmt. Das Vorhaben unter Federführung der Universitäten Oldenburg und Bremen wurde zwar im vergangenen Jahr nicht für die erhoffte Bundesförderung ausgewählt. Dank finanzieller Unterstützung aus der Wirtschaft wird die Einrichtung, hinter der insgesamt acht Hochschulen stehen und die Gründungen aus der Wissenschaft fördern soll, aber trotzdem starten. „Das Oldenburger Gründungsnetzwerk ist deutlich enger zusammengerückt“, betonte Oberbürgermeister Krogmann. Es seien neue Formate zur Vernetzung entstanden, und die Verbindung nach Bremen und in die Region sei stärker geworden.

    Das nächste Treffen der Spitzen von Universität und Stadt ist für Mitte des Jahres geplant.

    Hintergrund:

    Stadt und Universität haben am 29. November 2023 eine strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen, die auf eine gefestigte, gestärkte und weiterentwickelte Zusammenarbeit in fünf Kernbereichen zielt: Klimaneutralität, Weiterentwicklung der Uni, Campus Oldenburg, Gründungskultur und Internationalisierung. Die Kooperation gründet unter anderem auf einer historischen Verbundenheit – der Ratsbeschluss zum Errichten einer Universität datiert bereits aus dem Jahr 1959 –, einer ersten Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2002 und jährlichen Gesprächen der Spitzen von Uni und Stadt seit 2016.

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    Zu ihrer jüngsten Sitzung kamen die Spitzen von Stadt und Universität um Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (l.) und Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder (untere Reihe, 2.v.l.) im Hörsaalzentrum auf dem Campus Haarentor zusammen. Foto: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt

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  • 006/26 15. Januar 2026 Neujahrsempfang Neujahrsempfang mit viel Exzellenz und Ballett Universität und Universitätsgesellschaft empfingen ihre Gäste im Oldenburgischen Staatstheater
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    15. Januar 2026   006/26    Neujahrsempfang

    Neujahrsempfang mit viel Exzellenz und Ballett

    Universität und Universitätsgesellschaft empfingen ihre Gäste im Oldenburgischen Staatstheater

    Oldenburg. „2025 war das bislang erfolgreichste Wissenschaftsjahr der Universität Oldenburg: Der Erfolg in der Exzellenzstrategie steht für Spitzenforschung auf höchstem Niveau, der gezielte Ausbau der Medizinstudienplätze für gesellschaftliche Verantwortung und Fachkräftesicherung. Mit klarem Profil, strategischer Weitsicht und starker Vernetzung überzeugt die Universität in Forschung, Lehre und Transfer. Auch 2026 richtet sich der Blick konsequent nach vorn: Mit der ‚Northwest Alliance‘ bündeln die Universitäten Oldenburg und Bremen ihre Stärken, um den Nordwesten noch weiter zu einer starken Wissenschaftsregion zu entwickeln, in der Spitzenforschung, exzellente Lehre und ein dynamischer Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft Hand in Hand gehen.“ Mit diesen Worten begrüßte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, die rund 500 Gäste des Neujahrsempfangs von Universität und Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO).

    Der Neujahrsempfang führt seit 1995 Universität und Region alljährlich im Oldenburgischen Staatstheater zusammen. Das abwechslungsreiche Programm bot Musik des Blechbläserquintetts des Oldenburgischen Staatsorchesters, kurze Reden und Gespräche mit besonderen Gästen sowie einen Science Slam. Höhepunkt des Abends war der Auszug aus dem Ballett „Romeo und Julia“, choreografiert von Antoine Jully. Die Gäste erlebten eine von Sergej Prokofjew komponierte Ballettpartitur, die das Oldenburgische Staatsorchester unter der Leitung von Eric Staiger spielte.

    Zu den Gästen auf der Bühne zählte neben dem niedersächsischen Wissenschaftsminister auch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der die Universität als „starken Motor für die Stadtentwicklung“ bezeichnete. „Dieser Motor läuft mit immer höherer Drehzahl. Das sorgt für Top-Leistungen auf Spitzenniveau und für national wie auch international wahrnehmbare Strahlkraft. Davon profitiert die Stadt enorm in ihrer Attraktivität für junge Menschen, Fachkräfte sowie Gründerinnen und Gründer. Dass im vergangenen Jahr alle drei Oldenburger Exzellenzcluster in der Hörforschung, in der Tiernavigationsforschung und gemeinsam mit der Universität Bremen in der Meeresforschung bewilligt wurden, erfüllt uns als Stadt mit Stolz. Die gemeinsame Bewerbung Oldenburgs und Bremens als Exzellenzuniversität unterstützen wir aus vollster Überzeugung“, betonte Krogmann.

    Gemeinsam gaben Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder und die Rektorin der Universität Bremen, Prof. Dr. Jutta Günther, auf der Bühne einen Einblick in die hochgesteckten Ziele der beiden Universitäten: „Im November haben wir unseren gemeinsamen Exzellenzantrag mit dem Titel „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ eingereicht. Unsere Vision: Wir wollen den Nordwesten zu einer pulsierenden Wissenschaftsregion weiterentwickeln, ideale Voraussetzungen für zukunftsgerichtete Spitzenforschung und Lehre schaffen und das Verhältnis zwischen Universität und Gesellschaft neu definieren“, erklärte Bruder. Rektorin Jutta Günther ergänzte: „Mit exzellenter Forschung und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung leisten wir einen Beitrag zur Lösung der zahlreichen globalen Herausforderungen. In einer Welt im Umbruch setzen wir auf Zusammenhalt und Vernetzung – im Nordwesten und mit unseren Partnern weltweit. ‚Connecting for Tomorrow’ ist uns eine tägliche Aufgabe und Mission zugleich.“

    Einen ganz besonderen und humorvollen Eindruck von Spitzenforschung vermittelte anschließend Nils Prior, junger Wissenschaftler an der Universität Oldenburg. Er stellte die insgesamt vier Exzellenzcluster der Universitäten Oldenburg und Bremen in einem Science Slam vor.

    Mit dem traditionellen „Plausch danach“ klang der Neujahrsempfang zu später Stunde aus.

    Wie in den vergangenen Jahren unterstützten die Gäste mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte das Programm „Deutschlandstipendium“, in dessen Rahmen besonders begabte und engagierte Studierende gefördert werden.

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    Gemeinsam mit rund 500 Gästen feierten beim Neujahrsempfang auch die Gastgebenden und Ehrengäste (v.l.): Generalintendant Georg Heckel, UGO-Vorsitzende Stefanie Abke, Science Slamer Nils Prior, Universitätspräsident Ralph Bruder, Rektorin der Universität Bremen Jutta Günther, Landtagspräsidentin Hanna Naber, Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Foto: Universität Oldenburg / Markus Hibbeler

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  • 001/26 6. Januar 2026 Forschung Gartenabfall und Ernterückstände in Kunststoff verwandeln Nachwuchsgruppe der Universität Oldenburg entwickelt Biokunststoff aus organischen Abfällen – BMFTR-Förderung über 2,7 Millionen Euro
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    6. Januar 2026   001/26    Forschung

    Gartenabfall und Ernterückstände in Kunststoff verwandeln

    Nachwuchsgruppe der Universität Oldenburg entwickelt Biokunststoff aus organischen Abfällen – BMFTR-Förderung über 2,7 Millionen Euro

    Oldenburg. Aus Grünschnitt, Heu und Algen biologisch komplett abbaubaren Kunststoff herstellen, der für medizinische Produkte, Bauteile von Autos, Isolierungen und Verpackungen geeignet ist – das ist das Vorhaben einer neuen Nachwuchsgruppe an der Universität Oldenburg. Das Forschungsteam um die Chemikerin Dr. Melanie Walther möchte dafür ökologisch nachhaltige und anwendungsnahe Ansätze miteinander kombinieren: Geplant ist, eine kostengünstige und gleichzeitig energieeffiziente Technologie zu entwickeln, mit deren Hilfe neue Kunststoffe auf Basis von Polybutylensuccinat (PBS) entstehen, die zu 100 Prozent aus organischen Abfällen bestehen. Das Bundesforschungsministerium (BMFTR) fördert das Vorhaben „EcoPBS“ mit rund 2,7 Millionen Euro.

    „Die Arbeit der neuen Nachwuchsgruppe zielt darauf ab, mit Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen eine industrietaugliche Alternative zu herkömmlichem Plastik zu bieten“, sagt Prof. Dr. Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg. „Die Förderzusage des BMFTR würdigt auch die herausragende Forschungsinfrastruktur unserer Universität auf diesem Gebiet und unterstreicht das Potenzial von ‚EcoPBS‘ für eine umwelt- und klimafreundliche Kreislaufwirtschaft.“

    Biokunststoff komplett recycelbar machen

    PBS ist ähnlich robust und verarbeitungsfähig wie die Kunststoffe Polypropylen und Polyethylen. Der große Unterschied: Es lässt sich gut biologisch abbauen. Bislang ist es allerdings noch nicht gelungen, vollständig biobasiertes Material herzustellen, das komplett recycelbar ist. Die Herstellungsverfahren eignen sich zudem noch nicht für die chemische Industrie. „Für eine hohe Ausbeute braucht es leicht zu kultivierende Mikroorganismen, die stabil genug sind, um in kosten- und energiearmen verfahrenstechnischen Prozessen zu bestehen“, erklärt Wirtschaftschemikerin Walther die Forschungslücke.

    In drei Teilprojekten erforscht die Nachwuchsgruppe deshalb, wie das biologische Substrat in Form von Gartenschnitt und Ernteabfällen schließlich zu Bio-PBS werden kann. Die Forschenden optimieren dafür zunächst den Fermentationsprozess: Sie prüfen, wie gut sich das organische Material in einem neu entwickelten biotechnologischen Verfahren mithilfe verschiedener Mikroorganismen wandelt. Das Besondere: Das Team untersucht zwei Gärungen – die Aceton-, Butanol- und Ethanol- sowie die Bernsteinsäure-Fermentation.

    Neue Herstellungsprozesse für den Biokunststoff

    Das zweite Teilprojekt fokussiert sich auf das sogenannte Downstreaming, also das Reinigen des umgewandelten Materials von Fremdstoffen. Die Forschenden wollen dabei die organische Verbindung n-Butanol zu 1,4-Butandiol veredeln – also zu einem zweiwertigen Alkohol, der ein wichtiger Rohstoff für Kunststoffe ist. Mithilfe von Prozesssimulationen und Methoden des maschinellen Lernens überprüfen sie, wie sich die Stoff- und Energiebilanzen verbessern lassen.

    Um störende Stoffe herauszulösen und so erstmalig komplett biobasiertes PBS zu erhalten, wird auch eine Spezialchemikalie benötigt. In den Grundzügen haben die Forschenden diese bereits entwickelt und ein Patent dafür angemeldet. Im Rahmen des dritten Teilprojekts wollen sie diese Technologie weiter verfeinern. Ein Ziel ist auch, die bei der Produktion von Bio-PBS entstehenden Rückstände zur Produktion von regenerativem Strom und Wärme zu nutzen, womit sich die Laboranlagen betreiben lassen. Mithilfe digitaler 3D-Modelle und dem vollständig biobasierten PBS wollen die Forschenden schließlich erste anwendbare Produkte erzeugen – beispielsweise Verpackungen und medizinisches Material.

    Kooperation mit externen Partnern und Universitäten

    Melanie Walther kommt neu an die Universität Oldenburg, um die Nachwuchsgruppe aufzubauen. Unter ihrer Leitung werden ein Postdoktorand und drei Doktoranden und Doktorandinnen forschen. Sie studierte Wirtschaftschemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo sie 2016 ihren Bachelor- und 2018 ihren Masterabschluss erwarb. 2023 promovierte sie im Bereich organischer Funktionsmaterialien an der Universität Bremen. Ihre PostDoc-Phase schloss sich daran an, ebenfalls im Bereich der Organischen Chemie.

    Derzeit gibt es an der Universität Oldenburg insgesamt neun derartige drittmittelgeförderte Gruppen. Mit ihnen sollen herausragende und hochqualifizierte Nachwuchskräfte wie Walther auf dem Weg zur Professur oder einer anderen wissenschaftlichen Leitungsfunktion gefördert werden. An dem Vorhaben „EcoPBS“ sind als assoziierte universitäre Partner beteiligt: die Hanze University of Applied Sciences (Groningen, Niederlande), die University of Twente (Enschede, Niederlande) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Weitere Kooperationspartner sind der Garten- und Landschaftsbau Oeltjen (Westerstede), das Forschungsinstitut Fair-Fusion (Emmen, Niederlande) und der Kunststoffanbieter Biovox (Darmstadt).

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    Um erstmalig komplett biobasiertes PBS zu erhalten, braucht es eine Spezialchemikalie. Die Forschenden arbeiten an einer neuartigen Technologie. Foto: Universität Oldenburg/ Matthias Knust

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    Chemikerin Dr. Melanie Walther und Team prüfen, wie gut sich organisches Material mithilfe verschiedener Mikroorganismen wandelt. Foto: Universität Oldenburg/ Matthias Knust

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    Dr. Melanie Walther, Tel.: 0441/798-3845, E-Mail:

  • 165/25 11. Dezember 2025 Hochschulpolitik Gemeinsam in die Zukunft blicken: Akademische Senate der Universitäten Bremen und Oldenburg tagen erneut gemeinsam
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    11. Dezember 2025   165/25    Hochschulpolitik

    Gemeinsam in die Zukunft blicken: Akademische Senate der Universitäten Bremen und Oldenburg tagen erneut gemeinsam

    Oldenburg. Schon zum zweiten Mal haben die Akademischen Senate (AS) aus Bremen und Oldenburg gemeinsam getagt. In der Sitzung, die am 10. Dezember im Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst stattfand, berieten die Uni-Leitungen mit den AS-Mitgliedern die weitere Strategie im Wettbewerb um den Exzellenztitel. Künftig werden die Senate einmal im Jahr gemeinsam tagen. So sieht es auch der kürzlich erneuerte Kooperationsvertrag vor. Mit diesem regelmäßigen Austausch bekräftigen die Universitäten Oldenburg und Bremen ihre Verbundenheit. Schon im vergangenen Dezember hatten die beiden Senate gemeinsam getagt und einstimmig ihr positives Votum zur gemeinsamen Bewerbung um den Exzellenztitel abgegeben.

    Exzellenzbewerbung: „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“

    Die Universitäten Bremen und Oldenburg arbeiten schon seit Jahrzehnten zusammen. Anfang des Jahres gründeten sie die Northwest Alliance (NWA) und reichten im November den gemeinsamen Exzellenzantrag mit dem Titel „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ ein. Die Vision: Den Nordwesten zu einer pulsierenden Wissenschaftsregion weiterentwickeln, ideale Voraussetzungen für zukunftsgerichtete Spitzenforschung und Lehre schaffen sowie das Verhältnis zwischen Universität und Gesellschaft neu definieren.

    „Mit der Einreichung des Antrags auf einen Exzellenzverbund unserer beiden Universitäten ist ein wichtiger Meilenstein erreicht“, betont Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen, „Dieser erste Schritt ist geschafft, nun wird es darum gehen, den weiteren Prozess zu gestalten. Dazu brauchen wir alle Angehörigen und Statusgruppen unserer Universitäten. Uns sind die unterschiedlichen Perspektiven sehr wichtig, denn es geht darum, die Universitäten für die nächste Generation von Wissenschaftler*innen strategisch gut aufzustellen.“

    „Unsere beiden Universitäten ergänzen und stärken sich gegenseitig in hervorragender Weise – davon profitiert auch die gesamte Nordwestregion. Jetzt gilt es, den Verbund weiter auszubauen und die internationalen Gutachtenden von der hohen Qualität unserer Zusammenarbeit zu überzeugen“, so Prof. Dr. Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg.

    Die Mitglieder der beiden Akademischen Senate berieten intensiv die nächsten Schritte: die weitere Ausgestaltung des Exzellenzverbundes ebenso wie die im April anstehende Begehung der Northwest Alliance durch die Gutachtenden des Wissenschaftsrats.

    Hanse-Wissenschaftskolleg wichtiger Partner der Northwest Alliance 

    Dass die beiden Universitäten das Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst regelmäßig als Ort ihrer strategischen Beratung wählen, hat nicht nur geografische Gründe. Das HWK spielt in ihrer gemeinsamen Geschichte und in der Northwest Alliance eine wichtige Rolle. Seine international ausgerichteten Fellowship- und Postdoc-Programme fördern sowohl bestehende wissenschaftliche Schwerpunkte als auch neue Forschungsbereiche.

    Ist der Antrag der Northwest Alliance erfolgreich, erhalten Bremen und Oldenburg ab 2027 eine Förderung ihres strategischen Zukunftskonzeptes. Die Entscheidung fällt im Oktober 2026.

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    Tagten erneut gemeinsam im Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst, um wichtige Vorhaben wie die gemeinsame Exzellenzbewerbung voranzubringen: die Senate und Leitungen der Universitäten Oldenburg und Bremen. Foto: Universität Bremen / Matej Meza

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  • 164/25 10. Dezember 2025 Studium und Lehre Sehr gutes Zeugnis für Oldenburger Psychologie Masterstudium „Neurocognitive Psychology“ mit Spitzenwerten im aktuellen CHE-Ranking – Department für Psychologie bei Forschungsindikatoren stark

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    10. Dezember 2025   164/25    Studium und Lehre

    Sehr gutes Zeugnis für Oldenburger Psychologie

    Masterstudium „Neurocognitive Psychology“ mit Spitzenwerten im aktuellen CHE-Ranking – Department für Psychologie bei Forschungsindikatoren stark

    Oldenburg. Hervorragend betreut und unterstützt – Studierende des englischsprachigen Masterstudiengangs „Neurocognitive Psychology“ fühlen sich an der Universität Oldenburg sehr gut aufgehoben. So lautet eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Darüber hinaus ergab die Befragung von Studierenden des Fachs sehr gute Noten für die Studienorganisation und das Lehrangebot sowie die Forschungsorientierung des Studiengangs. Die Studierenden sind zudem mit der allgemeinen Studiensituation sehr zufrieden und loben die Universität und ihr Department für Psychologie für die Praxisorientierung in der Lehre sowie für das sehr gute Angebot an digitalen Lehrelementen. Die Ergebnisse des CHE-Rankings wurden in dieser Woche im ZEIT-Studienführer veröffentlicht.

    Sehr gute Noten im Ranking gab es für die Oldenburger Psychologie auch bei den Forschungsindikatoren „Drittmittel pro Wissenschaftler*in“ sowie „Promotionen pro Professor*in“. Hinsichtlich der eingeworbenen Forschungsgelder liegt das Department mit gut 101.000 Euro pro Wissenschaftler*in bundesweit in der Spitzengruppe. Das gleiche gilt für die Promotionsbetreuung: Im Durchschnitt betreuen jede Professorin und jeder Professor 1,3 Doktorand*innen, was für eine individuelle, engmaschige und gute Betreuung der jungen Forschenden spricht.

    Das Department für Psychologie bietet seit 2010 den spezialisierten, forschungsbasierten Masterstudiengang an. Die Besonderheit: Studierende adressieren psychologische Fragestellungen mit modernen Methoden der Hirnforschung und führen im Rahmen ihres Studiums eigene Forschungsprojekte durch. Dabei profitieren sie von der hohen Forschungsleistung der Oldenburger Psychologie.

    Das CHE-Hochschulranking ist der umfassendste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Es basiert auf Befragungen von rund 120.000 Studierenden an mehr als 300 untersuchten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen, zum Beispiel die Betreuung, das Lehrangebot oder die Praxisorientierung. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet, in diesem Jahr war es für die Universität Oldenburg das Fach Psychologie.

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    Department für Psychologie, Tel.: 0441/798-5523, E-Mail:

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